DHB-Frauen trainieren beim ASV Hamm-Westfalen

+
Jakob Vestergaard.

Hamm - Seit Sonntag hat Jakob Vestergaard, Trainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft der Frauen seinen neu formierten Kader für einen fünftägigen Lehrgang in der Hammer Westpress-Arena zusammengezogen, um in die Vorbereitung zu starten.

Vorbereitungen sind nötig auf die EM-Qualifikationsspiele Anfang Oktober gegen die Schweiz und Island, auf die Weltmeisterschaft im Dezember in Dänemark, auf das WM-Turnier 2017 im eigenen Land und überhaupt für eine erfolgreichere Zukunft des deutschen Frauen-Handballs.

„Teambuilding ist sehr wichtig“, sagt der Däne, der am 16. März die Nachfolge von seinem glücklosen Landsmann Heine Jensen im Bundestraineramt angetreten und einen Vertrag bis Ende 2017 unterschrieben hat. Gerade, weil er zum Neuanfang nach der verpassten WM-Quali gegen Russland im Sommer mit gleich neun Debütantinnen im Kader gestartet war, die nun, die zweite WM-Chance, ermöglicht durch eine Wildcard, nutzen sollen. „Die Chemie muss stimmen. Und wir brauchen eine funktionierende Mannschaft – nicht unbedingt die besten Spielerinnen.“

Dass der Verband und der Coach sich ausgerechnet für Hamm entschieden haben, um den Neustart mit dem Kader zu wagen, hat für den 40-Jährigen einen ganz einfachen Grund: „Unsere Spielerinnen sind viele Stunden im Auto unterwegs. Hamm ist zentral“, standen logistische Überlegungen im Vordergrund. „Und ich wollte eine gute Halle, wo ich auch Fitness trainieren kann. Das haben wir hier bekommen. Damit bin ich zufrieden. Zudem hat die Stadt eine Handball-Tradition. Und das Hotel ist super – ich finde es gut.“

Die einzige Spielerin, die auch familiäre Wurzeln in der Lippestadt besitzt, hat Vestergaard allerdings nicht eingeladen. Und auch die Frage, ob Anne Müller in Zukunft noch eine Chance auf weitere Spiele im Nationaltrikot hat, mochte Vestergaard nicht beantworten. „Ich glaube, sie macht es in dieser Saison in Dortmund bisher sehr gut“, lobt der Däne die Abwehrspezialistin. „Aber für die Zukunft der Nationalmannschaft haben wir auf ihrer Position am Kreis sehr gute, junge Spielerinnen. Und die bekommen in diesem Lehrgang ihre Chance.“

Ob die Möglichkeit bestehe, dass die im Sommer aus Leipzig zum Bundesligaaufsteiger Borussia Dortmund gewechselte Kreisläuferin zur EM-Quali im Oktober oder zur WM im Dezember zurückkehren werde? „Darüber muss ich noch mit Anne sprechen“, sagt Vestergaard. „Ich habe ihr erst einmal gesagt, nein, im September kommst du nicht, aber was in Zukunft ist, das weiß nur ich. Im Moment kann ich es nicht erzählen. Aber die anderen machen es auch sehr gut.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare