Aus beruflichen Gründen

Torjäger verlässt den deutschen Rollhockey-Meister

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Milan Brandt läuft aus beruflichen Gründen nicht mehr für den SK Germania Herringen auf.

Die Sommerpause ist auch für die Rollhockeyspieler des Deutschen Meisters SK Germania Herringen beendet. Seit fast zwei Wochen befindet sich das Team von Trainer Christian Zarod bereits wieder im Training – allerdings ohne Torjäger Milan Brandt.

Am Wochenende steht in Recklinghausen mit dem Bergmann-Cup bereits das erste Vorbereitungsturnier auf dem Programm.  Am Montag der vergangenen Woche hatten die Bundesliga-Akteure des SG Germania Herringen das Training für die neue Saison aufgenommen – ohne ihren Coach Christian Zarod. 

Der weilte in der Türkei im Urlaub und kam erst Anfang dieser Woche zurück. Die Übungseinheiten hatte in der Zwischenzeit Kapitän Lucas Karschau geleitet – und dabei mächtig Gas gegeben. „Er hat mit den Jungs mehr gemacht, als wir vorher abgesprochen hatten. Aber so ist Lucas nun mal, er ist ein harter Hund“, sagt Zarod, der mit einem leicht veränderten Kader in die neue Saison starten wird. 

Brandt "ist leider außer Reichweite"

Stefan Gürtler wird am ersten September-Wochenende, wenn in der Herringer Glückauf-Sporthalle der Supercup ausgetragen wird, seine Abschiedsvorstellung geben und anschließend nur noch dann zur Verfügung stehen, wenn Not am Mann ist. „Wir werden Stefan für die Bundesliga und auch für die internationalen Spiele melden. Er wird weiter bei uns trainieren und kann dann aushelfen, wenn wir zu viele Ausfälle haben“, betont der SKG-Vorsitzende Michael Brandt. 

Auch Milan Brandt wird nicht mehr für die Herringer auflaufen. Der Torjäger wird nicht auf einer Baustelle in Dortmund arbeiten, sondern im nächsten Jahr in Nord- und Ostdeutschland. „So macht es für uns keinen Sinn. Er ist leider außer Reichweite“, meint Michael Brandt. 

Noch keine Spielberechtigung für einzigen Neuzugang

Und auch die Verpflichtung eines zweiten starken Torhüters neben Timo Tegethoff hat sich zerschlagen. Die Herringer Verantwortlichen standen in engem Kontakt zu Nationaltorwart Jan Kutscha vom TuS Düsseldorf-Nord. „Jan hätte gerne international gespielt und hatte daher mit einem Wechsel geliebäugelt. Aber letztlich war für ihn der Aufwand, dreimal die Woche aus Düsseldorf zum Training nach Herringen zu kommen, zu groß“, erläutert Michael Brandt, so dass hinter Tegethoff weiter Routinier Michael Schartner und der junge Sercan Polat agieren werden. 

Einziger Neuzugang wird damit der Kolumbianer Santiago Guisao Aristizabal sein (der WA berichtete). Der 22-Jährige, der in Münster studiert, hat bislang die Vorbereitung mit seinen neuen Teamkollegen absolviert, aber noch liegt die Spielberechtigung für ihn nicht vor. „Technisch ist er stark und gut am Ball, das haben wir gesehen. Aber er hatte ein Jahr pausiert und hat daher im konditionellen Bereich noch einiges aufzuholen. Er war beim Training ganz schön am pusten. Er braucht noch ein bisschen Zeit. Wenn er diesen Rückstand aufgeholt hat, kann er uns sicher helfen“, sagt Michael Brandt. 

Luis Hages soll zu alter Stärke finden

Helfen soll auch wieder Luis Hages, der nach seinem Kreuzbandriss fast die komplette vergangene Saison aussetzen musste und jetzt wieder angreifen will. „Er soll den Anschluss wieder finden“, hofft Brandt. Und Zarod fügt hinzu: „Wir bauen auf ihn und hoffen, dass er zu alter Stärke findet.“ 

Luis Hages wird wie sein Cousin Liam Hages, Robin Schulz und Christopher Rindfleisch aus dem Kader der Bundesliga-Mannschaft zu dem Team gehören, dass am Samstag in Recklinghausen an den Start gehen und um die Krone kämpfen wird. Zudem werden unter anderem Philipp Michler, Dominik Brandt, Nils Halfmann und Nico Grünewald das SKG-Trikot überstreifen. Als Torhüter stehen Schartner und Polat bereit. 

Halbe Kraft vor dem Supercup vor heimischem Publikum

„Wir werden da nicht komplett mit unserer ersten Mannschaft auflaufen. Wenn wir da mit voller Kapelle spielen würden, hätten die anderen Teams keine Chance. Recklinghausen hat sich Mannschaften auf seinem Level eingeladen, so dass die dann gegen uns eine kleine Chance haben“, erläutert Zarod, warum die Herringer mit einer Mischung aus erster und zweiter Mannschaft antreten werden. 

Eine Woche später beim Supercup vor heimischem Publikum, bei dem die Germanen im Halbfinale auf den TuS Düsseldorf-Nord treffen, werden dann aber alle Akteure an Bord sein und versuchen, den Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. „Das wird dann die erste Standortbestimmung für uns“, erklärt Zarod. „Wir wollen an beiden Tagen dabei sein. Unser erstes Ziel ist es also, ins Finale am Sonntag zu kommen. Und dann werden wir mal weiter schauen, was noch geht.“

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