Dieser Spieler verstärkt den SK Germania Herringen

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Milan Brandt

Rückkehr, die Zweite: Bereits vor zwei Jahren horchte Rollhockey-Deutschland auf, als der SK Germania Herringen für die Rückrunde Milan Brandt zurück in seine alte Heimat lotste. Jetzt hat der Deutsche Meister auf seine angespannte personelle Situation reagiert und das Herringer Urgestein erneut zurückgeholt.

Hamm - Möglicherweise sogar für ein längeres Engagement als beim letzten Mal. „Milan hat die Freigabe von seinem Verein erhalten und wird am kommenden Dienstag erstmals bei uns zum Training erwartet“, freut sich der SKG-Vorsitzende Michael Brandt, dass sein Neffe sich ein weiteres Mal seinem Heimatverein anschließen wird. „Dann können wir frühzeitig die Unterlagen zum Verband schicken, damit er im Rahmen der Wechselfrist für uns spielberechtigt wird.“

Wenn alles gut läuft, soll Milan Brandt, der in Herringen das Rollhockey spielen gelernt hat, dann zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde am 12. Januar in Iserlohn auflaufen. „Damit ist er rechtzeitig für das Rückspiel in der European League bei Forte dei Marmi in Italien spielberechtigt“, freut sich Michael Brandt.

Auch international spielberechtigt

Denn Milan Brandt soll den Herringern auch im internationalen Wettbewerb unter die Arme greifen, da sie nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Luis Hages und Kevin Karschau – beide werden noch eine Zeit lang brauchen, ehe sie wieder in das Mannschaftstraining eingreifen können – nicht mehr so gut aufgestellt waren wie erhofft. „Wir haben gerade erst wieder gesehen, dass es in der European League wichtig ist, noch einen weiteren Spieler zu haben, der auf dem hohen Niveau agieren kann“, sagt der SKG-Vorsitzende, der vor allem fürchtet, dass die Mannschaft bei den intensiven internationalen Partien gegen Liceo, Lissabon und Forte dei Marmi „zu viel Substanz verliert und dann in der Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft nicht mehr zulegen kann“.

Erfolgreichster Torschütze der Saison

Dass der Nationalspieler helfen kann, steht außer Frage. Über Jahre hinweg liefert sich Milan Brandt, der 2009 von Herringen zu Bison Calenberg gewechselt war, unter anderem mit Herringens Kevin Karschau ein Duell um die Torjägerkanone, ist aktuell mit bisher 21 Treffen wieder auf Rang eins des Rankings. „Calenberg kämpft gegen den Abstieg, dort kann Milan sein Ziel, um die Deutsche Meisterschaft mitspielen zu können, nicht verwirklichen“, weiß sein Onkel. „Außerdem möchte er im Juni mit der Nationalmannschaft zu den World Games nach Barcelona – das geht nur, wenn er sich weiter entwickelt.“

Dass der Torjäger wieder nach Hamm wechselt, liegt auch in beruflichen Dingen begründet. Denn er arbeitet in den nächsten Monaten auf einer Großbaustelle nahe Dortmund. „Daher wird er in Hamm wohnen“, sagt Michael Brandt. „Und kann regelmäßig bei uns trainieren. Und da er unsere Mannschaft sehr gut kennt – auch Christoph Rindfleisch aus der Nationalmannschaft –, wird er uns sehr schnell helfen können.“

Zumindest bis Juni wird der Nationalspieler bei seinem Heimatverein mittrainieren – ob das Engagement in Herringen darüber hinaus gehen wird, hängt von der beruflichen Entwicklung ab. „Anders als beim letzten Mal ist es dieses Mal offen, wie lange er bleiben wird“, sagt Michael Brandt.

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