Die Hammer Eisbären haben den Finaleinzug vor Augen

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Deutlich mit 4:0 bezwangen die Hammer Eisbären die Dortmunder Eisadler.

Hamm - Die Hammer Eisbären haben sich im Kampf um den Einzug ins Play-off-Finale der 1. Eishockey-Liga West eine glänzende Ausgangsposition verschafft. Die Mannschaft von Trainer Daniel Galonska gewann das Vorschlussrunden-Hinspiel gegen die Eisadler Dortmund gestern Abend vor 520 Zuschauern in der Eissporthalle am Maxipark auch in der Höhe verdient mit 4:0 (1:0, 2:0, 1:0).

Der nach dem westfälischen Derby „sehr zufriedene“ Coach warnte allerdings davor, den Finaleinzug bereits vor dem Rückspiel am Freitag (20 Uhr) als selbstverständlich zu betrachten. „Wir dürfen jetzt nicht in Euphorie verfallen“, sagte Galonska. „Wenn wir vier Tore in einem Spiel schießen können, dann kann es der Gegner auch.“ 

Die Eisadler benötigen einen Erfolg mit vier Treffern Differenz, um die Hammer überhaupt ins Penaltyschießen zu zwingen. Das ist nur vorgesehen, wenn bei Punktgleichheit nach den beiden Partien auch die Tordifferenz gleich ist – die Eisbären könnten sich nun also sogar eine Niederlage mit maximal drei Treffern Unterschied leisten und würden trotzdem ins Endspiel einziehen. Das zweite Halbfinal-Hinspiel gewann Ratingen gegen Lauterbach mit 4:1.

In einem umkämpften, intensiven ersten Drittel standen die Hammer in der Defensive gut, ließen wenige Chancen der Dortmunder zu – und kamen ihrerseits früh zu guten Möglichkeiten. Doch Oliver Kraft (2., 5.) und Kevin Trapp (5.) schafften es nicht, Dortmunds Goalie Marius Draeger zu überwinden. Der war auch auf der Hut gegen Lari Mäkijärvi und Martin Köchling (jeweils 9.), ehe bei einem Schuss von Igor Furda die Latte der Führung der Eisbären im Weg stand (12.). Sekunden später allerdings schlug sich das Chancenplus auch im Ergebnis nieder: Nach Mäkijärvis Versuch ließ Draeger den Puck nach vorne abprallen, Jonathan Klinke staubte zum 1:0 ab. Erst ab Mitte des ersten Durchgangs fanden auch die Eisadler besser in die Partie, Hamms starker Schlussmann Sebastian May, der später zum Spieler des Spiels erkoren wurde, wurde allerdings erst spät zweimal ernsthaft geprüft durch Sebastian Licau (17.) und den ehemaligen Eisbär Jiri Svejda (18.).

Nach der ersten Drittelpause hatten die mit einem 20-Mann-Kader, darunter sechs Förderlizenz-Spieler, angetretenen Gastgeber Probleme, wieder richtig in Tritt zu kommen. Den Hammern kam etwas die Struktur abhanden, sie leisteten sich einige unnötige Puckverluste im Aufbau. So entwickelte sich ein äußerst wechselhafter Mittelabschnitt, in dem sich beide Teams immer wieder abwechselnd für ein paar Minuten ein optisches Übergewicht erarbeiteten.

Kapital aus den Drangphasen schlugen allerdings nur die Hammer: Traf Kevin Thau noch das Lattenkreuz (29.), so sorgte Robin Loecke mit einem unwiderstehlichen Solo aus dem eigenen Drittel, das er mit einem Schuss durch die Schoner Draegers abschloss, für das 2:0 (31.). Und in Überzahl bewies Andre Steffen Mangold ein gutes Auge: Er erkannte eine Lücke im Zentrum der Eisadler-Defensive und traf halbhoch zum 3:0 (39.). Auf der Gegenseite hatte allerdings auch May Arbeit, war bei Schüssen von Marvin Cohut (31.) und Svejda (32.) aber auf der Hut.

Und er blieb es auch im Schlussabschnitt, auch wenn die Hammer die Begegnung nun wieder kontrollierten und kaum noch etwas zuließen. „Wir haben in der Defensive über 60 Minuten gut gearbeitet“, lobte Galonska. Doch als Svejda frei durch war, bewahrte May sein Team mit einer tollen Parade vor einem Gegentreffer (50.). Stattdessen legten die Hammer kurz darauf Tor Nummer vier nach, als Loecke nach einem Alleingang in den Winkel traf (52.). Bei konsequenterer Chancenverwertung hätten Kraft (48./54.), Dustin Demuth (52.), Thomas Ehlert (53.) und Loecke (56./Latte) das Resultat sogar noch deutlicher gestalten können.

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