Mit Derbysieg an die Spitze: Wiescherhöfen gewinnt 3:1 gegen Hölzken

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„Hölzkens“ Chen Hennig stoppt den Wiescherhöfener Julian Rohlmann. Links Hüseyin Kücük.

HAMM - Dritter Sieg im dritten Spiel. Mit dem verdienten 3:1 (2:1)-Erfolg im Bezirksliga-Ortsderby gegen den TuS Germania Lohauserholz setzte sich der TuS Wiescherhöfen an die Tabellenspitze. Das Team um Spielertrainer Steven Degelmann hat als einzige Mannschaft der Staffel die optimale Ausbeute von neun Punkten auf dem Konto.

„Der Wiescherhöfener Sieg geht in Ordnung“, gestand „Hölzkens“ Trainer Michael Scheffler nach dem Schlusspfiff ein. „Die Wiescherhöfener waren schon in der ersten Halbzeit besser. Wir hatten zwar nach dem Seitenwechsel mehr Spielanteile, doch kann man sich dafür nichts kaufen, weil wir einfach nicht zwingend genug agiert haben.“ Steven Degelmann war rundum zufrieden. „Wir haben, wie schon zuletzt in Warendorf, defensiv gut gestanden und kaum etwas zugelassen. Wir hätten nur viel früher das 3:1 erzielen müssen“, analysierte der Wiescherhöfener die Partie treffend.

Neben Michael Mryka, Chris Kossian, Thorsten Heinze und Musa Günes mussten die Platzhrren kurzfristig auf Torjäger Erkan Baslarli verzichten, der wegen eines Trauerfalls in der Familie in die Türkei reiste. Doch auch bei der TuS Germania war die Ausfallliste mit Felix Hennig, Rudi Bieche, Rene Guboff und Kevin Feldhaus lang. Dennoch erwischte Lohauserholz einen Traumstart. Nach acht Minuten zog Daniel Riemer aus 20 Metern ab und traf genau ins rechte Tordreieck. Damit ging der TuS Germania schon zum dritten Mal in dieser Saison in Führung. Die aber nicht lange hielt, weil der bei hohen Bällen einige Male sehr unsicher wirkende Torwart Thomas Goeke patzte. Einen eigentlich harmlosen Schuss von Hüseyin Kücük wehrte er mit den fangbereiten Armen nach vorn ab. Genau auf den Kopf von Thanuyen Markandesar, der sich mit dem Ausgleich (18.) für das Geschenk bedankte. Von nun an übernahmen die Gastgeber die Spielkontrolle. Was sich in der 31. Minute auch im Ergebnis wiederspiegelte. Nach einer Linksflanke von Julian Rohlmann stand erneut Markandesar goldrichtig am rechten Pfosten und schob das Leder über die Linie. Kücük versäumte es, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zu erhöhen. Aus zehn Metern traf er den rechten Pfosten.

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Kurz nach dem Wiederanpfiff vergab Markandesar nach einem Querpass die nächste gute Wiescherhöfener Möglichkeit. Doch diesmal reagierte Schlussmann Goeke gegen den freistehenden TuS-Neuzugang glänzend. Die Gäste übernahmen danach zwar mehr und mehr die Initiative, agierten dabei aber wenig zwingend. So richtig in Gefahr geriet das Tor der Wiescherhöfener im zweiten Durchgang nur einmal. In der 86. Minute stieg Kevin Hillebrand nach einer Linksflanke von Dennis Idczak freistehend zum Kopfball hoch, doch brachte er keinen Druck auf das Leder. Wiescherhöfens Keeper Muzaffer Onur fing den Ball locker ab. Fast im direkten Gegenzug dann die Entscheidung: Alfred Koschel bediente den nach einer Stunde für Markandesar eingewechselten Omar Hussein mit einem genialen Anspiel. Dieser schob den Ball am herauseilenden Goeke vorbei sicher zum 3:1 ins Netz. - P. Sch.

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