Erdal Akyüz war „sauer“ auf den Schiedsrichter

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Im Derby zwischen Lohauserholz und dem TSC Hamm gab es einige umstrittene Szenen.

Hamm - Erdal Akyüz hatte Redebedarf. Direkt nach dem 2:2 (1:0) seines TSC Hamm beim TuS Germania Lohauserholz stapfte der Trainer zu Schiedsrichter Oguzhan Yüksekkaya (Ense). Doch der Unparteiische ließ den Coach des Fußball-Bezirksligisten einfach stehen und verschwand in Richtung Kabine.

Auch einige Minuten später war die Unzufriedenheit über die Schiedsrichterleistung bei Akyüz noch nicht verflogen. „Wir haben heute Lohauserholz geschlagen, aber den Schiri nicht geschafft. Er hat uns jetzt dreimal gepfiffen und dabei dreimal verpfiffen. So macht Fußball keinen Spaß.“

Vor 150 Zuschauern „Am Hahnenbach“ waren es zunächst die Germanen, die die Akzente setzten. Nach einem Freistoß von Irfan Uzungelis köpfte Lukas Hulboj knapp am Pfosten vorbei (12.). Wenig später wurde ein Schuss von Klodian Kola in letzter Sekunde abgeblockt (14.).

Nach einem schönen Steilpass tauchte dann jedoch Timo Hilse frei vor dem TSC-Tor von Ibrahim Sariman auf. Und diese Chance ließ sich der Torjäger nicht entgehen, brachte den TuS mit einem Flachschuss in Führung (17.).

Im ersten Durchgang fehlte dem Türkischen SC in der Offensive noch das Durchsetzungsvermögen. Das im Vergleich zur Vorsaison auf vielen Positionen veränderte Team benötigte eine Weile, damit die Rädchen der verschiedenen Mannschaftsteile ineinander griffen.

So sorgte lediglich Abdullah Sahin mit einem Freistoß (29.) und einem gefährlichen Distanzschuss (42.) dafür, dass sich Marcel Klemmer im Hölzkener Tor strecken musste. „Unsere erste Halbzeit war wesentlich besser als die zweite. Da haben wir nicht mehr in die Zweikämpfe gefunden und uns zu viele Ballverluste geleistet“, blickte TuS-Coach Michael Scheffler zurück.

Zwar hatten die Gäste nach dem Wechsel deutlich mehr Spielanteile, doch es mangelte an klaren Möglichkeiten. Diese hatte der TuS in Person von Hilse, doch nach präziser Flanke von Daniel Riemer köpfte der Stürmer das Leder freistehend über das Tor und verpasste somit eine Vorentscheidung (60.).

Auf der anderen Seite setzte Abdullah Sahin kurz darauf zu einem Sololauf an, den er mit einem Schuss ins lange Eck vollendete (63.). Emir Bajric hätte sofort nachlegen können, scheiterte aber am starken TuS-Schlussmann Klemmer (64.). Für die TSC-Führung war wieder Abdullah Sahin zuständig, der das Leder nach einer Hereingabe von Kevin Kocaalan aus kurzer Distanz über die Linie brachte (78.).

In einer immer hektischer werdenden Begegnung mit vielen Fouls und Diskussionen hatte Ahmet Göksen Glück, nach einem brutalen Foul an Andre Bockelbrink nur die Gelbe Karte zu sehen (80.). „Das hat uns aus dem Rhythmus gebracht“, erklärte Michael Scheffler.

Dennoch gelang den Grün-Weißen noch der Ausgleichstreffer. Nach einem Zusammenprall von Sariman und Wichert war der TSC-Kasten verwaist, so dass Lukas Hulboj mit einer Bogenlampe aus 20 Metern zum 2:2 traf (82.).

„Das erste Tor war klar Abseits und beim zweiten pfeift der Schiedsrichter nicht, weil das Foul außerhalb des Fünf-Meter-Raumes passierte“, echauffierte sich Erdal Akyüz, der am Ende wie sein Trainerkollege mit dem Punkt leben konnte.

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