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Westfalia Rhynern will im Aufstiegsrennen von Druck überhaupt nichts wissen

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Von: Patrick Droste

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In Paderborn kam Rhynerns Torjäger Eduard Probst kaum zu zwingenden Torabschlüssen.
In Paderborn kam Rhynerns Torjäger Eduard Probst kaum zu zwingenden Torabschlüssen. © Droste

Der SV Westfalia Rhynern steht im Rennen um den Aufstieg in die Fußball-Regionalliga vor der nächsten schweren Hürde. Im heimischen Stadion erwartet das Team von Trainer Michael Kaminski am Sonntag den ASC 09 Dortmund. Dabei setzt der Coach auf den „Wohnzimmer“-Effekt, denn die Westfalia hat in dieser Saison zuhause erst einmal verloren.

Hamm – Justin Huber heißt der junge Mann, der bei Michael Kaminski am späten Donnerstagabend für einen kleinen Jubelschrei gesorgt hatte. Denn der 22 Jahre alte Mittelstürmer erzielte für die Sportfreunde Siegen am Donnerstag im Nachholspiel in der 85. Minute den 1:1-Ausgleichstreffer beim FC Gütersloh und verhinderte damit, dass die Ostwestfalen in der Tabelle der Aufstiegsrunde der Fußball-Oberliga den SV Westfalia Rhynern vom dritten Platz verdrängten. „Das Tor und das Ergebnis waren für uns natürlich ganz erfreulich“, gibt Kaminski zu, fügt vor der Heimaufgabe am Sonntag (15 Uhr) gegen den ASC 09 Dortmund aber auch hinzu: „In erster Linie müssen wir auf uns schauen, fokussiert bleiben und unsere Hausaufgaben erledigen.“

Im Rennen um die beiden Aufstiegsplätze befinden sich die Rhyneraner als Dritter damit weiterhin in der Pole-Position der Verfolger, darf sich keinen Punktverlust erlauben, wenn sie noch den 1. FC Kaan-Marienborn oder die U21 des SC Paderborn 07 überholen wollen. Mit den Aplerbeckern gastiert eine Mannschaft bei der Westfalia, die am vergangenen Wochenende mit dem 2:2 gegen Kaan-Marienborn bereits einen Aufstiegsaspiranten mächtig geärgert haben. Ähnliches soll sich, so hofft es zumindest Kaminski, am Sonntag nicht wiederholen. „Das wird wieder eine ganz schwere Aufgabe. Gerade in der Offensive hat der ASC eine brutale Qualität. Und es ist eine robuste Mannschaft. Da müssen wir wieder voll dagegen halten“, betont Kaminski, der aber hofft, dass sein Team nach den beiden Heimsiegen gegen Gütersloh und Wattenscheid (jeweils 1:0) am Papenloh erneut stark aufspielt und den nächsten Dreier einsackt.

Allerdings hatten sich die Rhyneraner zuletzt beim 0:0 in Paderborn nicht allzu viele Torchancen erarbeiten können. Zum einen, weil die Ostwestfalen viel Druck ausgeübt hatten. Zum anderen, weil die beiden Torgaranten der Westfalia, Eduard Probst und Hakan Sezer, viel gegen den Ball arbeiten und dadurch eine Menge Laufarbeit verrichten mussten. „Das ging schon an die Substanz. Da hat ihnen für die eigenen Abschlüsse ein wenig die Kraft gefehlt“ erklärt Kaminski und wünscht sich, „dass wir in unserem Wohnzimmer wieder mehr zwingende Aktionen vor dem gegnerischen Tor haben.“

Dass seine Mannschaft aber am Sonntag unbedingt gewinnen muss, davon will der 38-Jährige nichts wissen. „Wir haben doch gar keinen Druck“, stellt er klar und versucht daher, auch im Training immer wieder Spaß und Lockerheit zu vermitteln. „Natürlich sind wir alle fokussiert und haben ein Ziel vor Augen. Aber das Ziel macht uns keinen Druck, sondern sorgt für Motivation und für Lust auf viele Punkte. Daher werden wir weiter befreit und mit viel Spaß in die Spiele gehen.“

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