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SK Germania Herringen: Angst vor Post aus Portugal, Vorfreude auf Franzosen

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Von: Patrick Droste

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Kevin Karschau (rechts) ist wieder fit und deshalb ein Hoffnungsträger für das Spiel gegen US Coutras.
Kevin Karschau (rechts) ist wieder fit und deshalb ein Hoffnungsträger für das Spiel gegen US Coutras. © mross

Ein wenig Sorge hat Michael Brandt in diesen Tagen jedes Mal, wenn er seine E-Mails checkt. Denn noch immer hat er vom in Portugal beheimateten internationalen Rollhockey-Verband keine Abrechnung für die Qualifikationsrunde der Champions League erhalten, die der SK Germania Herringen im Dezember ausgerichtet hat.

Hamm – Und jetzt steht mit dem Achtelfinal-Hinspiel im WSE-Cup gegen das französische Team von US Coutras am Samstag in der Glückauf-Sporthalle (18 Uhr) bereits die nächste internationale Aufgabe an, für die der deutsche Double-Sieger erneut einige Kosten stemmen muss. „Ich hoffe nicht, dass wir irgendwann große Augen machen, wenn die Rechnungen aus Portugal kommen“, sagt der SKG-Vorsitzende Michael Brandt.

Im Gegensatz zu der dreitätigen Veranstaltung kurz vor Weihnachten kommt nun allerdings weitaus weniger organisatorischer Aufwand und damit auch weniger finanzielle Belastung auf die Herringer zu. „Trotzdem wissen wir bislang noch nicht einmal die Namen der Schiedsrichter, haben nur die Info, dass die aus Spanien kommen“, erklärt Brandt und fühlt sich dabei einmal mehr vom internationalen Verband im Stich gelassen.

Guter Austausch mit den Franzosen

Weitaus einfacher verläuft derweil der Austausch mit dem Gegner aus Frankreich. Denn mit Otto Platz, der in der Jugend beim RSC Cronenberg ausgebildet worden ist, steht ein deutscher Nationalspieler in Reihen von Coutras, mit dem Lucas Karschau in engem Kontakt steht. So wissen die Herringer, dass die Gäste aus dem Westen Frankreichs am Freitag anreisen, in Kamen wohnen und am Samstagmorgen ab 11.30 Uhr in der Glückauf-Sporthalle ein Training absolvieren werden. Nach dem Spiel ist ein gemeinsames Essen der beiden Teams geplant, ehe US Coutras am Sonntag wieder die Heimreise antreten wird.

Mit einem Sieg wollen die Herringer dabei die Grundlage legen, um im Rückspiel beste Chancen zu haben, als erste deutsche Mannschaft das Viertelfinale im WSE-Cup zu erreichen. Coutras steht in der französischen Liga zwei Plätze hinter LV La Roche sur Yon – gegen dieses Team hatte der SKG in der Qualifikation der Champions League lange Zeit auf Augenhöhe agiert und war erst in der Schlussphase mit 2:5 unterlegen. „Dadurch, dass Kevin Karschau wieder fit ist, haben wir mehr Möglichkeiten und werden dadurch am Ende nicht so einbrechen“, rechnet sich Brandt durchaus gute Chancen aus, dass die Herringer am Samstag die Partie als Sieger beenden können. „Am Ende wird wohl die Tagesform entscheiden“.

„Am Samstag müssen die Jungs liefern“

Die Herringer hatten zuletzt zwei Gesichter gezeigt. Im Pokal hatten sie bei der RESG Walsum vor elf Tagen stark aufgetrumpft und waren durch den 6:3-Auswärtssieg ins Halbfinale eingezogen. In der Meisterschaft allerdings unterlag der SKG bei den Duisburgern am vergangenen Samstag mit 3:6. „Im Pokal hat alles funktioniert, da hat die Mannschaft super gespielt. In der Meisterschaft haben wir Walsum vielleicht ein bisschen zu leicht genommen, da sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Und auch unser Keeper Timo Tegethoff hatte da nicht seinen besten Tag, hat drei Treffer nach Weitschüssen kassiert“, sagt Brandt und fordert: „Am Samstag gegen Coutras müssen wir eine Schüppe drauf legen, da müssen die Jungs liefern. Aber die Mannschaft wird schon motiviert genug sein, um sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu erkämpfen.“

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