Fußball

Der neue HSV-Torjäger Marcel Todte brennt auf den Oberliga-Start

Marcel Todte (links), hier mit Lutonda Ntiti, führt die HSV als Kapitän aufs Feld.
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Marcel Todte (links), hier mit Lutonda Ntiti, führt die HSV als Kapitän aufs Feld.

Der 6. März 2020 war ein Freitagabend. Es war das bislang letzte Meisterschaftsspiel, das Marcel Todte absolviert hat.

Hamm - Doch der Kapitän der Hammer SpVg hat diesen Tag noch genau vor Augen. „Wir haben mit RW Ahlen mit 1:0 beim SC Wiedenbrück gewonnen und damit, wie sich erst später rausgestellt hat, den entscheidenden Erfolg für den Aufstieg eingefahren“, sagt der im Sommer in den Hammer Osten gewechselte Stürmer, der nun am Sonntag erstmals wieder eine Partie in der Fußball-Oberliga bestreiten wird.

Entsprechend groß ist bei dem direkt von Trainer Steven Degelmann zum Mannschaftskapitän bestimmten Todte die Vorfreude auf das Duell beim RSV Meinerzhagen (Anstoß 15 Uhr). „Es geht ja jetzt Schlag auf Schlag. Ich fühle mich in der Oberliga zuhause. Daher freue ich mich einfach auf das erste Spiel“, erklärt der 28-Jährige. „Und ich will zeigen, dass ich immer noch zu den guten Stürmern dieser Liga gehöre.“

Neustart nach desaströser Vorsaison der HSV

Doch Todte geht es weniger um sich selbst als um das große Ganze. Er und seine Teamkollegen wollen zeigen, dass es im Hammer Osten nach der desaströsen Vorsaison einen Neustart gibt, dass die Kurve nun wieder nach oben zeigt und dass es sich für die Zuschauer wieder lohnt, sich die Spiele der Hammer SpVg anzuschauen: „Wir als Mannschaft wollen zeigen, dass es bergauf geht und dass wir das Niveau haben, in dieser Liga mitzuspielen.“

Mit dem RSV wartet auf die HSV zum Start aber gleich ein immens dicker Brocken. Wie stark Meinerzhagen bereits in Form ist, hat das Team im Westfalenpokal gezeigt. Nach Sieg nach Elfmeterschießen im Halbfinale über den Regionalligisten SV Rödinghausen gewann der RSV auch das Endspiel gegen den Ligakonkurrenten SV Schermbeck mit 2:0. Der verdiente Lohn: In der ersten Runde des DFB-Pokals treffen die Sauerländer am 12. September auf den Zweitligisten Greuther Fürth. Doch das alles schreckt Todte in keiner Weise ab. „Klar hat Meinerzhagen einen guten Kader. Aber ich denke, es ist der erste Spieltag. Und wir versuchen auch unsere Qualitäten auf den Platz zu bringen, so weit es der Gegner zulässt“, meint Todte. „Die Liga ist ausgeglichen. Da kann man in jedem Spiel was holen, wenn man seine Leitung bringt.“

Die Hammer SpVg muss am Sonntag aber eine Menge einbringen. Das weiß auch der Kapitän nur zu gut. „Zuerst einmal müssen wir defensiv gut arbeiten und füreinander da sein. Dann müssen wir vorne schnörkellos, effektiv und einfach spielen“, stellt er klar. „Und wir brauchen eine positive Stimmung, müssen uns gegenseitig pushen und aufmuntern, müssen alles in den Dienst der Mannschaft stellen und als Einheit auftreten.“

Die Vorbereitung stimmt zuversichtlich

Dass die Hammer SpVg in diesem Bereich auf einem guten Weg ist, hat sie im Laufe der Vorbereitung gezeigt. Zwar gab es auch Ausreißer nach unten, aber vor allem der Sieg im Kreispokalhalbfinale gegen Westfalia Rhynern und der Erfolg im Endspiel über den starken Landesligisten IG Bönen haben dem Team viel Selbstvertrauen gegeben. „Man darf eine Vorbereitung nicht überbewerten, man muss es allerdings richtig einordnen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen“, meint der Kapitän. „Natürlich sieht man, dass da etwas gewachsen ist. Dass da ein positiver Aufschwung ist. Und wir können auch selbstbewusst sein. Wir haben jedoch eine sehr junge Mannschaft, die jetzt in der Oberliga liefern muss und die mit Rückschlägen zurecht kommen muss.“

Todte glaubt aber, dass die HSV dazu bereit und in der Lage ist – auch am Sonntag beim Topfavoriten: „Die Motivation ist jedenfalls sehr groß.“

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