Handball

Kreis Hellweg bricht die Saison ab

Die bereits unterbrochene Handballsaison wird nicht mehr zu Ende gespielt.
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Die bereits unterbrochene Handballsaison wird nicht mehr zu Ende gespielt.

Der Handballkreis Hellweg hat die laufende Saison endgültig abgebrochen. Alternativ können die Vereine ihre Mannschaften bis 6. Februar für eine Aufstiegs- oder Pokalrunde melden. Die Teilnahme ist freiwillig.

Hamm – Als erster von zwölf Kreisen in Westfalen hat der Handballkreis Hellweg seine Vereine über den Abbruch des regulären Spielbetriebs in dieser Saison informiert. Das Gremium um den Kreisvorsitzenden Carsten Umbescheidt teilte den 30 heimischen Vereinen im Einzugsgebiet der politischen Kreise Unna, Hamm, Soest und Warendorf am Montagabend den Entschluss in einer Videokonferenz mit.

Der Saisonabbruch geschieht wegen der Corona-Pandemie auf gesamter Verbandsebene. Die anderen Handballkreise halten ihre Sitzungen mit den Vereinsvertretern jedoch erst noch ab. „Es ist gut gelaufen. Wir haben konstruktive Gespräche geführt. Die reguläre Saison ist abgebrochen. Wir werden ab dem 1. April bei der Jugend und den Senioren in einen alternativen Spielbetrieb starten“, teilte Umbescheidt mit. Für diesen alternativen Spielbetrieb hat der Kreis bereits Meldebögen für verschiedene Spielrunden verschickt. „Die Vereine haben nun bis zum 6. Februar Zeit, die Bögen zurückzuschicken und ihre Mannschaften für eine Aufstiegs- oder Pokalrunde zu melden“, erklärte Umbescheidt.

Spiele in kleinen Gruppen

Die Mannschaften, die aufsteigen wollen, sollen dazu die Möglichkeit bekommen. Einteilung, Gruppengröße und Spielsystem hängen von der Meldezahl der Teams ab. „Wir haben vor, regional möglichst kleine Gruppen zu erstellen, um weite Reisen zu vermeiden“, so Umbescheidt.

Die sogenannten Pokalrunden sind in erster Linie als „Bespaßungsrunden“ zu verstehen, wie Umbescheidt erläuterte: „Wir werden diese Runden austragen, damit die Mannschaften ohne Aufstiegsambitionen die Möglichkeit bekommen, an einem Spielbetrieb teilzunehmen. Absteiger wird es dabei nicht geben“. Auch für die Jugendteams wird die Möglichkeit gote, an diesen Pokalrunden teilzunehmen. Wichtig war dem Kreisvorsitzenden, hervorzuheben, dass eine Teilnahme für die Klubs nicht verpflichtend sei. „Die Vereine, die nicht melden, haben dadurch keinerlei Nachteile oder finanzielle Schäden.“

Von den Vereinen gab es für diesen Fahrplan laut dem Kreisvorsitzenden ausschließlich Zustimmung: „Es gab zwar einige Nachfragen, aber keinerlei Einsprüche. Die Vereine waren sehr froh, eine Perspektive für den Rest der Saison zu haben.“

Keine Meldegebühren

Darüber hinaus werden die Klubs vom Kreis finanziell entlastet. Umbescheidt: „Wir werden für die komplette Saison keine Meldegebühren erheben. Dadurch haben die Vereine insgesamt eine Ersparnis von gut 12 000 Euro. Alle Kosten, die ein Spielbetrieb verursacht, werden in dieser Saison coronabedingt vom Handballkreis Hellweg abgewickelt.“

Als Starttermin für die kommende Spielzeit hat der Handballverband Westfalen bereits das letzte Augustwochenende festgelegt. Damit beginnt die Runde 2021/22 fast drei Wochen früher als üblich; am Wochenende vom 27. bis 29. August – eine Woche nach Ende der Sommerferien. „Je früher wir starten, desto mehr Möglichkeiten haben wir, bei einer erneuten Saison-Unterbrechung zu reagieren. Dann haben wir hinten raus auch mehr Zeit, um ausgefallene Spiele nachzuholen“, erklärte Umbescheidt den vorgezogenen Saisonstart.

Ferry Weijmans vom SCE Heessen begrüßt die Entscheidung des Kreises. „Ich bin auch dafür, dass wir irgendwann wieder in den Spielbetrieb kommen“, meinte der Vorsitzende des Bezirksligisten. „Ob wir bis 6. Februar für die alternative Runde melden, will ich aber nicht allein entscheiden und erst mit unseren Leuten besprechen. Ich habe durchaus Verständnis dafür, wenn einige sagen, dass sie aus beruflichen Gründen nicht spielen können oder wollen“, sagte Weijmans.

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