2:4 in der Oberliga Nord gegen die Hannover Scorpions

Eisbären holen gegen den Tabellenführer ein achtbares Ergebnis

Eishocke-Torhüter May in Bedrängnis
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Torhüter Sebastian May bekam gegen die Scorpions ein Lob seines Trainers.

Die erhoffte vorweihnachtliche Bescherung blieb für die Hammer Eisbären in der Oberliga Nord aus, die Rote Laterne der Eishockey-Oberliga Nord leuchtet auch während der Feiertage in Werries.

Hamm – Die Hammer Eisbären unterlagen am Mittwochabend dem souveränen Tabellenführer Hannover Scorpions mit 2:4 (0:1, 1:2, 1:1) und mussten am Ende gegen einen deutlich überlegenen Gegner mit dem Ergebnis sogar noch zufrieden sein. „Sebastian May hat eine sehr gute Leistung gezeigt“, lobte Trainer Ralf Hoja seinen Torhüter, der eine höhere Niederlage verhinderte. „Man hat hier gesehen, dass Hannover eine Topmannschaft mit zwei guten Sturmreihen ist. Aber chancenlos waren wir nicht“, meinte der Hammer Coach.

Die Scorpions waren sich schon vor dem ersten Bully ihrer Sache ziemlich sicher, denn bei den Gästen stand nicht Stammtorhüter Brett Jaeger zwischen den Pfosten, sondern Trainer Tobias Stolikowski vertraute diesmal Backup Ansgar Preuß. Und der wurde in der Anfangsphase von den Eisbären gleich zweimal ernsthaft geprüft. Nach nicht einmal zwei Minuten stand Neuzugang Michel Maaßen nach einem Zuspiel von Kevin Orendorz frei, brachte die Scheibe aber ebenso wenig im Tor der Niedersachsen unter wie wenig später Milan Svarc, der ebenfalls an Preuß scheiterte.

Die Anfangsoffensive der Hammer war schnell verpufft. Anschließend zeigte der Spitzenreiter, warum er zuvor in neun Spielen ungeschlagen blieb und in 14 Begegnungen stolze 67 Tore erzielt hatte, die Hammer dagegen in neun Partien lediglich 17. Blitzschnell und mit blindem Verständnis lief der Puck durch die Reihen der Scorpions, die aber immer wieder am gute aufgelegten Eisbären-Goalie May scheiterten. Gleich 24 Schüsse bekam der Torhüter im ersten Abschnitt auf seinen Kasten, lediglich einmal musste er hinter sich greifen. In der sechsten Minute gelang Roman Pfennings nach einem Querpasse von Patrick Schmid das erste Gästetor.

Anschließend stand das Schlusslicht unter Dauerdruck, doch die Hannoveraner ließen viele Chancen liegen. Auch bei einer Überzahlaktion der Hammer, als Tomi Wilenius und Schmid alleine auf May zuliefen, der Schlussmann aber prächtig reagierte. Auf Hammer Seite bot sich kurz vor der ersten Pause Gianluca Balla noch die große Chance zum Ausgleich, aber er scheiterte ebenfalls an Preuß. Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt allerdings äußerst schmeichelhaft gewesen.

Etwas mehr Gegenwehr leisteten die Eisbären im zweiten Drittel, in der zunächst May wieder einige Male prächtig reagierte und einen deutlicheren Rückstand verhinderte. Doch auch die Hammer erarbeiteten sich nun einige Chancen. Maaßen scheiterte nach einem Konter freistehend, doch wenig später gelang Kevin Thau nach Zuspiel von Balla der überraschende Ausgleich (32.). Die Scorpions demonstrierten eindrucksvoll, wie eine Spitzenmannschaft auf ein Gegentor reagiert.

Nach dem Bullygewinn kurvte Julian Airich durch die Hammer Reihen und schob den Puck zum 1:2 ein. Ganze acht Sekunden lagen zwischen diesen beiden Treffern. Die Eisbären hatten wohl zu lange gejubelt, zeigten sich geschockt und kassierten wenig später auch noch das 1:3 durch Wilenius (35.).

Im Schlussdrittel geriet der Sieg de Scorpions nicht mehr in Gefahr. Dank May fiel das 1:4 durch Schmid erst in der 58. Minute, den Hammern gelang bei 5:3-Überzahl neun Sekunden vor Schluss noch das 2:4. Am 2. Weihnachtstag sind die Eisbären um 18.30 Uhr beim Herner EV zu Gast.

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