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Der 1. FC Pelkum hat zu wenig Spieler für die kommende Saison

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Von: Patrick Droste

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Auf Jubel nach Derbytoren – wie hier von Sven Ludyga gegen die Wiescherhöfener Reserve – müssen die Pelkumer in der kommenden Saison verzichten.
Auf Jubel nach Derbytoren – wie hier von Sven Ludyga gegen die Wiescherhöfener Reserve – müssen die Pelkumer in der kommenden Saison verzichten. © Robert Szkudlarek

Große Personalsorgen beim 1. FC Pelkum: Der Fußball-A-Kreisligist sucht händeringend nach neuen Spielern für die nächste Saison.

Hamm – Die vergangene Saison in der Fußball-Kreisliga A bezeichnet Adrian Wilczek als „ganz okay“. Auf Platz zehn war der Trainer mit seinen Schützlingen vom 1. FC Pelkum eingelaufen – und das, obwohl das Team aus dem Selbachpark die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga gestellt hatte. Lediglich vier Punkte hatten die Pelkumer ergattert. „Auswärts waren wir mega schlecht. Aber wir haben in Wiescherhöfen das Derby mit 2:0 gewonnen, also das wichtigste Auswärtsspiel. Daher passt das schon“, sagt Wilczek.

Nicht ganz so passend scheint allerdings die kommende Saison für die Pelkumer zu werden. Denn nicht nur der Trainer wird kürzer treten und seinem Bruder Thomas Wilczek, der in der nächsten Spielzeit alleinverantwortlicher Coach sein wird, nur noch helfend zur Seite stehen, sondern auch einige Akteure wie Robert und Andreas Matula, Simon Peper, Ferhat Bilgic oder Damian Manka werden ihre Karreire beenden oder den Verein verlassen. „Wir hatten mit über 30 Jahren Altersdurchschnitt die älteste Mannschaft der Liga und würden das Team gerne auffrischen. Aber aktuell haben wir nur 14 Mann in Kader, das ist viel zu wenig, um in die neue Saison zu gehen“, beklagt Wilczek.

Da die Pelkumer weder eine B- noch eine A-Jugend haben, werden sie aus den eigenen Reihen keinen Zuwachs erhalten. Mit Alex Holthaus vom SV Stockum steht bislang erst ein Neuzugang fest. „Wir führen noch ein paar Gespräche. Aber noch habe wir keine endgültigen Zusagen, da ist vieles einfach noch unsicher“, sagt der scheidende Trainer, der seinem Bruder Thomas nur zu gerne einen qualitativ und quantitativ gut besetzten Kader übergeben würde.

Können die Teams der Kreisliga D helfen?

Sollte es mit weiteren externen Neuzugängen nicht klappen, dann wollen sich die Verantwortlichen der ersten Mannschaft mit den Trainern und Spielern der Zweiten und Dritten zusammen setzen und überlegen, wer genug Potenzial besitzen könnte, um in der Kreisliga A aufzulaufen. „Aber leider spielen beide Teams nur in der Kreisliga D. Da ist der Sprung schon sehr groß“, gibt Wilczek zu bedenken.

Die personellen Probleme der Pelkumer hatten sich schon zu Ende der Saison 2021/22 abgezeichnet, als im Auswärtsspiel bei der Reserve des SV Westfalia Rhynern zum Beispiel kein Torwart zur Verfügung stand und sich der Trainer zwischen die Pfosten stellen musste. „So etwas geht eigentlich gar nicht. Aber wir hatten zum Ende der Saison oft nur elf, zwölf Leute“, sagt Wilczek und will nun noch einmal alles versuchen, um externe Spieler in den Selbachpark zu locken. „Wir sind nicht untätig und versuchen alles. Denn wir wollen nicht, dass es hier bald vorbei ist.“

Aber im Hinblick auf die neue Saison bedeutet dies wohl schon jetzt, dass es für den 1. FC Pelkum vor allem darum gehen wird, die Klasse zu halten – zumal sich der wichtige Derbysieg im Auswärtsspiel an der Wielandstraße aufgrund des Abstiegs der Wiescherhöfener Reserve nicht wiederholen lassen wird.

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