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Der Druck steigt: Hammer SpVg empfängt den Holzwickeder SC

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Von: Rainer Gudra

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Seit September war Marcel Todte (dunkle Jacke) nur Zaungast, jetzt hofft er auf ein Comeback in den letzten beiden Spielen der Abstiegsrunde.
Seit September war Marcel Todte (dunkle Jacke) nur Zaungast, jetzt hofft er auf ein Comeback in den letzten beiden Spielen der Abstiegsrunde. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Die Ausgangslage nach der jüngsten 0:3-Pleite in Meinerzhagen ist für die Oberliga-Fußballer der Hammer SpVg unverändert. Gegen den Holzwickeder SC bietet die ziemlich letzte Chance, weiterhin aus eigener Kraft die Liga zu halten.

Hamm - Voraussetzung: ein Sieg am Donnerstag (19 Uhr, 24nexx Arena) in der Abstiegsrunde gegen den HSC, der mit sechs Punkten Rückstand auf die HSV – und damit auf den ersten Nichtabstiegsplatz – akut gefährdet ist.

Eine „super schwere Aufgabe“

„Aber auch sie glauben noch an ihre Chance. Das wird eine super schwere Aufgabe für uns“, sagt HSV-Trainer Steven Degelmann, dessen Team nach vielen guten Auftritten in der Einfachrunde und hoffnungsvollem Start in die Abstiegsrunde zuletzt nur einen Punkt aus den Spielen in Vreden, gegen Haltern und eben in Meinerzhagen geholt hat.

Mannschaft setzt sich zusammen

Der Druck ist gestiegen, scheint die Spieler zu lähmen. „Ich kann die Mannschaft aber nicht frei von Druck machen. Es geht darum, damit umzugehen“, sagt Degelmann, und: „Dass wir diesen Druck jetzt haben, darüber bin ich nicht böse. Das haben wir uns ja auch erarbeitet, wir sind ja nicht abgeschlagen. Jetzt haben wir durchaus die Pflicht, das zu bestätigen.“ Dass auch von außen mehr auf die Spieler einwirke, sei normal: „Ist doch klar, dass jetzt auch das Umfeld die Erwartungshaltung hat, dass wir die Oberliga halten können.“

Dass ein wichtiges Spiel auf die HSV wartet, zeigte sich im Dienstag-Training: „Wir haben ein paar Dinge aufgearbeitet und an ein, zwei Stellschrauben gedreht. Und, was für mich super und bemerkenswert ist: Die Mannschaft hat sich aus eigenem Antrieb zusammengesetzt und geredet. Ich bin mir sicher, dass sich alle der Besonderheit des Spiels bewusst sind“, berichtet Degelmann. „Es geht gegen Holzwickede darum, dass wir mit mehr Dynamik und mehr Selbstvetrauen in das Spiel gehen und deutlich mehr Torchancen kreieren als zuletzt.“

Grodowski vor Rückkehr

Auf Rion Latifajs Kreativität wird er dabei erneut verzichten müssen, auf die Erfahrung von Philipp Grodowski vielleicht nicht. Der Kapitän ist wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und die Hoffnung groß, dass er am Donnerstag zumindest in den Kader zurückkehren wird. Und auch Torjäger Marcel Todte arbeitet nach ausgeheiltem Kreuzband- und Meniskusriss an seinem Comeback, ist bei Schussübungen schon wieder dabei. „Das wirkt bei ihm von den Bewegungen her schon echt gut. Ich denke, dass er in der Woche nach dem Sprockhövel-Spiel auch wieder in das volle Mannschaftstraining einsteigen kann und wir seine Qualitäten gegen Clarholz und Herne vielleicht noch nutzen können.“

Zielspieler Gödde im Fokus

Die Holzwickeder sind nach einer schwierigen Phase mit Trainerwechsel (Benjamin Hartlieb für Marc Woller) wieder gefestigter, zumal Spieler wie Mathieu Bengsch, Till Busemann oder Enis Delija aus Verletzungspausen zurückgekehrt sind und mit Angreifer Andres Gomez Dimas ein Winter-Import vom Olympiakos Soccer Club Washington D.C. immer stärker wird – jüngst bewiesen beim 4:2 gegen Ennepetal. Der Blick der Hammer geht aber in erster Linie auf Zielspieler Philipp Gödde, der in dieser Partie nach 32 Minuten verletzt vom Feld musste. Degelmann: „Auf ihn werden wir speziell reagieren müssen, wenn er auflaufen wird.“

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