Handball

ASV Hamm-Westfalen: Niederlage gegen den TuS N-Lübbecke

Merten Krings ASV Hamm-Westfalen
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Merten Krings

45 starke Minuten reichten dem ASV Hamm-Westfalen in der Partie der 2. Handball-Bundesliga nicht zum Sieg gegen den TuS N-Lübbecke. Mit 28:30 (15:12) unterlag das Team von Trainer Michael Lerscht dem Tabellendritten - es war die vierte Niederlage in Folge.

Die Lage war bei den Gastgebern noch ein wenig angespannter als noch zuletzt beim verlorenen Gastspiel in Dormagen. Neben Mittelmann Sören Südmeier (Knieprobleme) fiel auch Kapitän Jakob Schwabe aus. „Er hat Fieber, aber kein Corona“, versicherte ASV-Geschäftsführer Franz Dressel. Fabian Huesmann nahm zwar auf der Spielerbank Platz, kam aber nur für die Siebenmeter auf das Feld.

Während der ASV nach drei Niederlagen in Folge auf der Suche nach seiner Form war, kam der Gast aus Nettelstedt als Tabellendritter (14:6 Punkte) mit breiter Brust in die Arena.

Doch die Hammer waren bemüht, die notwendige Körpersprache zu zeigen, stimmten sich lautstark auf die Partie ein. Vier Minuten dauerte es jedoch, bis Merten Krings nach Heinys Führungstreffer für die Gäste mit dem 1:1 das erste ASV-Zeichen setzte. Zwei Kracher des ehemaligen Lübbeckers Jo Gerrit Genz in Folge zur ersten Führung (3:2/7.) brachten die Hammer endgültig in die Spur.

Nach zehn Minuten vollendete Alex Rubino nach Klassepass von Jan Brosch zur ersten Zwei-Tore-Führung (6:4), nach 21 hatten die Hammer den Vorsprung gar auf vier Treffer ausgebaut (12:8). Die Folge einer sehr konzentrierten Vorstellung der Mannschaft, die ihre Angriffe bewusst ruhig aufbaute und geduldig auf sich bietende Lücken wartete. Zudem sorgte Krings immer wieder mit 1:1-Situationen für Unruhe in der Abwehr der Gäste. In der Deckung bekam der ASV zudem den Nettelstedter Rückraum immer besser in den Griff.

Nach einer Zeitstrafe gegen Marian Orlowski verkürzte der Tabellendritte noch einmal auf 12:10 (24.). Doch die Gastgeber steckten diese kurze Phase gut weg. Nach einem Timeout von Lerscht stellten Franke und Rubino den Abstand wieder her. Huesmann hatte per Siebenmeter zudem die Chance, auf 15:10 zu erhöhen, scheiterte aber am guten Aljosa Resar im TuS-Tor (27.). Und ein weiteres Mal hatten die Hammer Grund, sich zu ärgern, als sie in den Schlusssekunden Ballbesitz und die Chance, mit 16:11 in die Pause zu gehen verpassten. Stattdessen traf Dominik Ebner kurz vor der Sirene zum 15:12.

Als Nettelstedt direkt nach der Pause den Rückstand sogar wieder auf zwei verkürzte, schien es kurz, als könnte der langjährige Erstligist noch einmal Oberwasser bekommen. Doch Orlowski und zweimal Rubino gaben in der Folge die richtige Antwort - Hamm war wieder mit vier Toren vorn. (18:14/35.). Zwei schnelle Treffer von Linksaußen Tom Luick Skroblien zum 18:16 brachten Lerscht dazu, seine zweite Auszeit zu nehmen.

Doch die Phase gehörte weiterhin den Gästen. Skroblien verkürzte auch noch auf 19:18, und Peter Strosack gelang der Ausgleich (43.) - Lübbecke war wieder im Spiel. Und der ASV musste jetzt aufpassen, dass die Partie nicht ganz kippt.

Pech für ASV-Torhüter Jan Wesemann, der einen Siebenmeter von Skroblien zwar parierte, aber beim Nachwurf das Nachsehen hatte, und ein weiterer Treffer von Lutz Heiny sorgten schließlich dafür, dass der Gast zum ersten Mal seit dem 1:2 wieder vorne lag. Nach 50 Minuten hatten Roman Becvar und Ebner gar einen Zwei-Tore-Vorsprung für den TuS erarbeitet (21:23), den die Gäste in der Folge sicher verwalteten.

Als ein Knaller von Orlowski nur an der Latte landete und Skroblien den Abpraller zum Tempogegenstoß und zum 25:28 nutzte, war die Partie endgültig entschieden (57.). Hamm versuchte es in den letzten Minuten mit einer offenen Manndeckung, doch der TuS ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

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