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Westfalia Rhynern hat das Ungewohnte gut verarbeitet

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Von: Patrick Droste

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Tom Franke war meist nur zweiter Sieger gegen die Gütersloher Defensive.
Tom Franke war meist nur zweiter Sieger gegen die Gütersloher Defensive. © mross

Es war ein ungewohntes Gefühl für die Oberliga-Fußballer des SV Westfalia Rhynern. Nach elf Meisterschaftsspielen ohne Niederlage hatten die Schützlinge von Trainer Michael Kaminski am vergangenen Sonntag das erste Mal verloren.

Hamm – „Das war aber überhaupt kein Weltuntergang“, stellt Kaminski vor der Auswärtspartie am Sonntag bei Aufsteiger 1. FC Gievenbeck (14.30 Uhr) klar. „Es ist normal, dass man in der Oberliga auch mal ein Spiel verliert, zumal der Erfolg der Gütersloher auch noch verdient war.“

Daher war die Stimmung bei den Trainingseinheiten in dieser Woche auch alles andere als schlecht. Zwei Tage hatte der 38-Jährige seinen Akteuren frei gegeben, am Mittwoch hatte er sein Team erstmals wieder um sich versammelt und dabei den sonntäglichen Auftritt analysiert. „Wir haben erkennen müssen, dass man gerade in den engen Spielen seine Torchancen besser nutzen muss, damit man am Ende als Sieger in Betracht kommt“, erklärt Kaminski und spielt dabei unter anderem auf die Großchance an, die Tom Franke nach der 1:0-Führung von Gianluca Di Vinti auf dem Fuß hatte, mit seinem Schuss aber an FCG-Keeper Jarno Peters scheiterte. „Wenn wir das 2:0 nachgelegt hätten, wäre das Spiel wahrscheinlich ganz anders verlaufen“, sagt Rhynerns Coach, der auch noch erkannt hatte, dass seine Mannschaft nach dem Wechsel viel zu passiv agierte und die entscheidenden Gegentreffer zum 1:2 und 1:3 hinnehmen musste. „Direkt nach der Pause war das natürlich ein ungünstiger Doppelschlag, den wir da einstecken mussten. Aber wir waren da nicht handlungsschnell genug. Das muss in Gievenbeck besser werden.“

Kaminski ist beeindruckt von Gievenbeck

Und daher erwartet er in Münster am Sonntag, dass seine Mannschaft vom An- bis zum Abpfiff hellwach und hochkonzentriert ist und dem Gegner es nicht noch einmal so leicht macht, den Ball im Westfalia-Tor unterzubringen. Kaminski hatte die Gievenbecker vor einer Woche bei ihrer 2:4-Heimniederlage gegen Spitzenreiter TuS Bövinghausen sogar extra beobachtet und zeigte sich recht beeindruckt vom Auftreten des Aufsteigers. „Gievenbeck hätte früh zwei oder drei Treffer erzielen können. Das ist eine starke Mannschaft, die man absolut ernst nehmen muss“, sagt er und überlegt derweil, welches Personal er am Sonntag auf den Platz schicken wird. Nach der Niederlage gegen Gütersloh hatte er angekündigt, dass alles auf Null gestellt und jeder die Chancen haben wird, sich in die Mannschaft zu spielen. „Wir werden jetzt nach einer Niederlage nicht die halbe Mannschaft auswechseln. Aber es kann gut möglich sein, dass es die eine oder andere Änderung geben wird“, verrät er.

Und so geht es ihm vor allem darum, dass sein Team nicht noch einmal die gleichen Fehler macht, sondern schlauer und effektiver als zuletzt agieren wird. „Auch wenn wir einmal verloren haben, wir haben 25 Punkte, das ist allerhand“, stellt er klar.

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