Kanuslalom

Das letzte Tor wird Hengst zum Verhängnis

Stefan Hengst schied im Halbfinale des Boatercross-Rennens beim Weltcup in Prag aus.
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Stefan Hengst schied im Halbfinale des Boatercross-Rennens beim Weltcup in Prag aus.

Für eine Platzierung ganz oben auf dem Treppchen hat es dieses Mal für Stefan Hengst nicht gereicht. Anders als noch eine Woche zuvor beim Extrem-Kajak im italienischen Moos, bei dem er völlig überraschend Team-Weltmeister wurde, schied der 27-jährige Heessener im Extrem-Slalom (Boatercross) am Sonntag beim ersten Weltcuprennen dieser Saison in Prag im Halbfinale aus und musste zusehen, wie der Tscheche Vit Prindis gegen drei weitere Konkurrenten zum Sieg in seinem Heimatland fuhr.

Prag - Eine Strafe am letzten Tor seines Halbfinal-Durchgangs verhinderte eine bessere Platzierung des amtierenden Weltmeisters in dieser Disziplin, die bei den Sommerspielen in Paris 2024 erstmalig olympisch sein wird. „Das hatte ich irgendwie selbst verbockt am letzten Tor mit meinem Paddel“, sagte Hengst. Zu diesem Zeitpunkt lag der Hammer auf Platz zwei und war klar auf Finalkurs. „Man hat aber auch gesehen, dass dadurch, dass Boatercross olympisch wird, die Härte gegeneinander deutlich zunimmt. Die anderen Nationen rüsten da ganz schön auf und werden immer besser – wir aber auch“, machte Hengst schon mal eine Kampfansage in Richtung internationaler Konkurrenz.

Die Geschwindigkeit von Hengst passt

Am Samstag hatte sich Hengst in den sogenannten Time Trials (Zeitläufen), bei denen alle Teilnehmer einzeln und nur gegen die Uhr fahren, mit der drittbesten Zeit sicher für die Mann-gegen-Mann-Wettbewerbe am Sonntag qualifiziert. „Da habe ich schon gesehen, dass meine Geschwindigkeit passt“, freute sich Hengst über seine gute Vorstellung. Und am Sonntag ging es zunächst auch erfolgreich weiter. Sowohl im Achtel- als auch im Viertelfinale setzte er sich nach beherzten Rennen jeweils durch, bevor ihn im Halbfinale das Aus ereilte.

WM als Höhepunkt im September

Für Hengst, der für den Kanu-Ring Hamm startet, geht es bereits am kommenden Wochenende weiter. Dann findet in Markkleeberg ein weiteres Weltcup-Rennen im Kanuslalom und Boatercross statt. „Dann habe ich erstmal zwei Monate Pause, um zu regenerieren“, sagte Hengst. In der zweiten Saisonhälfte geht es dann für ihn darum, sich für die Weltmeisterschaften Ende September zu qualifizieren.

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