Fußball-Bezirksliga

Darum hält Daniel Riemer dem TuS Germania Lohauserholz die Treue

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Daniel Riemer wird auch in der kommenden Saison wieder für den TuS Germania Lohauserholz stürmen.

Eine Saison hier, eine Spielzeit dort: Für viele Fußballer ist dies das Normalste der Welt. Dort, wo ein paar Euros mehr versprochen werden, zieht es nicht nur die Profi-, sondern auch die Amateurkicker gerne hin. Doch es gibt auch Sportler, für die steht Vereinstreue an oberster Stelle.

Hamm - So wie zum Beispiel bei Daniel Riemer, der seit 18 Jahren für den TuS Germania Lohauserholz aufläuft und sich auch trotz des einen oder anderen verlockenden Angebots bislang nicht von einem Wechsel überzeugen ließ. „Hölzken ist mein Verein“, stellt der 24 Jahre alte Vermessungstechniker klar. „Wenn ich zum Platz komme, wissen alle, wer ich bin. Und ich kenne auch alle. Das ist einfach ein geiler Verein.“ 

Im zarten Alter von sieben Jahren war Riemer dem damaligen TuS Lohauserholz beigetreten und hat seitdem eine Menge erlebt: die Fusion mit der TuS Germania Hamm, der Umzug an den Hahnenbach und auch den Bau des neuen Vereinsheims. „Mein Klub hat sich toll entwickelt“, betont der Angreifer und hofft, dass der TuS noch lange

nicht das Ende der Fahnenstange erreicht hat. Und dazu will er nur zu gerne seinen Teil beitragen. 

Immer wieder Anfragen von anderen Vereinen

An lukrativen Wechselmöglichkeiten hat es nicht gemangelt. Der SV Hilbeck, die SG Bockum-Hövel, der SC Sönnern oder in der Winterpause der TuS Wiescherhöfen – sie alle hatten schon bei Riemer angeklopft und nachgefragt. Denn torgefährliche Stürmer sind heiß begehrt. Doch jedes Mal sagte er ab. „Sicher würde mich auch mal etwas Neues reizen. Aber noch ist dieser Schritt für mich recht weit weg“, betont er und will sich weiter auf seine Aufgaben beim TuS Germania konzentrieren. In der demnächst zu Ende gehenden Saison war es für Lohauserholz eher durchwachsen gelaufen. 

Zwar zeigte das Team immer wieder gute Vorstellungen, doch zwei Tiefs in der Hin- und in der Rückrunde sorgten dafür, dass die Mannschaft von Trainer Jörg Fiebig nur auf dem zehnten Platz im grauen Tabellen-Mittelfeld rangiert und auf Spitzenreiter SG Bockum-Hövel satte 25 Punkte Rückstand hat. „Klar haben wir viele Spiele nur knapp verloren. Aber letztlich war es unsere eigene Schuld“, sagt Riemer. 

Den Torinstinkt ein wenig verloren

Zum einen, so verrät er, sei die Trainingsbeteiligung zu Beginn der Rückserie nicht sonderlich gut gewesen, so dass „wir nicht konzentriert genug gearbeitet haben.“ Zum anderen sieht er aber auch sich selbst mehr in der Bringschuld. denn mit seiner Torausbeute von lediglich zehn Treffern ist er nicht sonderlich zufrieden. „Da ist noch viel Luft nach oben. Die anderen Jungs spielen mir die Bälle immer gut zu. Aber ich war nicht abschlussstark genug. 16, 17 Tore hätte ich eigentlich machen müssen“, sagt Riemer und hofft, dass er bald seine Gefährlichkeit wieder finden wird. 

In seinem letzten A-Junioren-Jahr, als er mit dem TuS von der Kreis- in die Bezirksliga aufgestiegen war, hatte er noch über 40 Treffer erzielt. Als er zu den Senioren wechselte, kam er anfangs auf den Außenpositionen zum Einsatz. 

Erst Fiebig lässt ihn wieder in zentraler Rolle agieren. „Da ist der Knipser in mir etwas verloren gegangen. Jetzt finde ich langsam meinen Torinstinkt wieder“, erklärt er und wünscht sich, dass er mit seinen Treffern den TuS in der nächsten, spätestens in der übernächsten Saison weit nach oben schießen kann: „Wir bekommen drei, vier starke Jungs aus der A-Jugend dazu. Wenn die sich einfinden und wir gut eingespielt sind, schauen wir mal, was geht. Ich würde gerne mal eine Liga höher spielen.“ Und das will er natürlich im Hölzkener Trikot machen.

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