Handball

"Heiß auf Handball": HSC-Frauen zurück im Teamtraining

Auf Sand nahm der HSC das Training wieder auf.
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Auf Sand nahm der HSC das Training wieder auf.

Die Zwangspause ist beendet. Die Handballerinnen des Hammer SC haben als eine der ersten Mannschaften das Teamtraining wieder aufgenommen.

Hamm - Einige gingen Laufen, um fit zu bleiben, andere wurden auf der Arbeit im sportlichen Bereich gefordert oder boten ein Online-Training für eine Jugendmannschaft an: Doch am Ende der Corona-Zwangspause ohne Mannschaftstraining waren alle Spielerinnen des Handball-Landesligisten Hammer SC froh, dass das Training, wenn auch unter etwas anderen Bedingungen, wieder ins Rollen kam.

Bei sommerlichen Temperaturen ließ Trainer Hansjoachim Nickolay am Dienstagabend auf dem Beach-Platz am Gelände des HSC im Hammer Süden seine 16 Schützlinge erstmals wieder gemeinsam ins Schwitzen kommen. „Mir hat es gefehlt, Sport zu machen. Ich bin schon seit 45 Jahren Trainer im Handball und ich bin froh, wieder auf dem Platz zu sein“, meinte Nickolay, dem die Begeisterung anzusehen war. Der Trainer gab von der Seitenlinie aus viele Anweisungen und machte die Übungen auf dem sandigen Untergrund selber vor. Da eine Trainingseinheit derzeit ohne Körperkontakt und Zweikämpfe durchgeführt werden muss, standen zunächst Konditions- und Koordinationsübungen, aber auch Kräftigungsübungen auf dem Programm.

Die Kommunikation war immer vorhanden

Nickolay stellte zufrieden fest, dass seine Mannschaft „heiß auf Handball“ sei und sie sich gerne bewegen wolle. Diese Einschätzung bestätigte Mittelfrau Katharina Helm: „Ich habe das Training und das Handballspielen total viel vermisst, insbesondere die mannschaftlichen Unternehmungen und die Späße und Witze innerhalb der Mannschaft.“ So flossen beim ersten Training bei den Spielerinnen nicht nur etwas mehr Schweißperlen, auch viele Witze und Kommentare gingen über die Lippen, wodurch endlich wieder in der Gemeinschaft gelacht werden konnte.

Die Spielerinnen haben auch in der Zeit ohne Teamtraining über verschiedene Wege kommuniziert, um das Gemeinschaftsgefühl aufrecht zu erhalten. „Ich habe fast alle mit Abstand besucht oder mich per Video-Call mit meinen Mitspielerinnen ausgetauscht“, meinte Rückraum- und Linksaußenspielerin Lana Künsken.

Da die Landesliga-Saison abgebrochen wurde, steckt der HSC in den Planungen für die nächste Spielzeit. Wann diese beginnt, steht genauso wenig fest wie die Staffel, in der die Mannschaft von Trainer Nickolay antreten wird. Fest steht nur, dass der Hammer SC weiterhin in der Landesliga spielen wird und dabei neben weiteren Neuzugängen ein bekanntes Gesicht in den eigenen Reihen begrüßen kann. Mit Annika Lorenz wechselt vom TV Arnsberg eine Spielerin zum HSC, die beim Sportclub das Handballspielen erlernt hat. „Das ist einfach eine super-tolle Mannschaft, viele Persönlichkeiten zeichnen den HSC aus und aus Zeitgründen passte es sehr gut“, nennt Lorenz Gründe für die Rückkehr zum Heimatverein. „Ich bin froh, dass jetzt wieder Bewegung in den Alltag kommt und habe Bock auf die Saison“, sagt sie.

Coronavirus in Hamm: Ein Duo trainierte den Nachwuchs online

Auch Katharina Helm fehlte der Spielbetrieb. Dabei blickt sie aus der Perspektive einer Spielerin und einer Trainerin. Zusammen mit Lana Künsken trainiert Helm eine Jugendmannschaft des HSC. Beide haben in der Corona-Pause für ihr Nachwuchsteam ein Online-Training angeboten und sind dadurch aktiv geblieben. „Anfangs bin ich auch laufen gewesen, aber ich habe gemerkt, dass ich immer weniger für meine Fitness getan habe. Deshalb freut man sich auf die Vorbereitung, wenngleich man auch weiß, dass es wieder anstrengend wird“, gestand Künsken.

„Ich will mich jetzt wieder mehr bewegen. Wenn man alleine Sport macht, fehlt häufig die Motivation“, sagt auch Helm. Wie gut nur, dass die Spielerinnen nun wieder mit einem Ball in der Hand und zusammen als Team im Schatten der Wassertürme trainiert werden.

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