SSB-Ehrenpräsident

Fritz Corzilius spricht über seine Corona-Infektion

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Gegen Corona jetzt zunächst immun: Fritz Corzilius stand 41 Jahre lang an der Spitze des Stadtsportbundes Hamm.

Er hat den Corona-Virus überstanden und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Fritz Corzilius, der Ehrenpräsident des Stadtsportbundes (SSB) Hamm, erholt sich inzwischen zu Hause von dem zehntägigen Aufenthalt im Krankenhaus.

Hamm - „In meinem Alter ist das nicht mehr so einfach, wieder zu Kräften zu kommen. Ich bin noch ein bisschen schwach auf den Beinen. Doch das braucht seine Zeit“, erklärt der 78-Jährige, der 41 Jahre lang als SSB-Vorsitzender an der Spitze aller Hammer Sportvereine stand.

Wie und wann er sich mit Covid 19 angesteckt hat, kann er nicht mehr nachvollziehen, lediglich vermuten. „Vor ein paar Wochen war ich noch für den Stadtsportbund unterwegs und habe an einigen Seminaren des Landessportbundes und des Bildungswerkes teilgenommen. Ob es da vielleicht passiert ist, kann man nicht mehr nachvollziehen“, erzählt Corzilius, der vor einiger Zeit plötzlich Fieber bekam. „Andere Symptome hatte ich nicht, weder Husten noch sonst irgendetwas“, berichtet der wohl bekannteste Hammer Sportfunktionär. Da er sich im vergangenen Jahr einer Herzoperation unterziehen musst, mahnte der behandelnde Arzt des Marienhospitals zur Vorsicht und empfahl eine genauere Untersuchung. „Dabei hat man dann festgestellt, dass ich eine Lungenentzündung hatte, die sofort mit Antibiotika behandelt wurde.“

Alleine auf der Station

Schnell trat, so Corzilius, eine Besserung ein. „Ich habe auf einer ganz normalen Station und nicht intensiv gelegen. Ich musste mich lediglich daran gewöhnen, dass man als Kranker auch auf einer Station allein sein kann. Ich war dort nämlich der einzige Patient“, berichtet Corzilius von einer ganz ausgezeichneten Betreuung. „Nach zehn Tagen durfte ich dann wieder nach Hause. Dort kann man sich einfach besser erholen. Und jetzt bin ich zunächst auch immun“, arbeitet er nun in kleinen Schritten daran, wieder auf die Beine zu kommen.

Einen kompletten Stillstand des gesamten Hammer Sports hat der SSB-Ehrenpräsident und Träger des Bundesverdienstkreuzes in seiner gesamten 41-jährigen Amtszeit als Stadtsportbund-Vorsitzender nicht erlebt. „Ich kann mich nur daran erinnern, dass wir in den 60er Jahren einmal das Hammer Turn- und Spielfest wegen einer Grippevirus-Geschichte komplett ausfallen lassen mussten“, erzählt der frühere Schuldirektor. 

Coronavirus: Corzillus befürchtet Auswirkungen auf Hammer Sport

Auch Corzilius rechnet damit, dass die Pandemie in naher Zukunft Auswirkungen auf den heimischen Sport haben wird. „Viele Dinge, die schon geplant waren, werden aus finanziellen Gründen erst einmal so schnell nicht mehr möglich sein“, meint der verdiente Sportfunktionär, der den heimischen Klubs dennoch Mut zuspricht. 

„Die Vereine werden das überleben“, beteuert Corzilius. Dass es große Einschnitte geben wird, sieht er in einigen Bereichen nicht einmal als negativ an. „Jetzt merken vielleicht auch einmal die Fußball-Profis, dass sie nicht unbedingt mehr das Wichtigste im Sport sind“, betont Corzilius.

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