Handball

Bundesligen vor Entscheidung: ASV-Chef Dressel rechnet mit Abbruch

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Franz Dressel, Geschäftsführer des ASV Hamm-Westfalen.

Fortsetzung oder Abbruch? Die Verantwortlichen der Handball-Bundesligen stimmen ab. ASV-Chef Franz Dressel hat eine klare Meinung.

Hamm - Zu den Großveranstaltungen, deren Verbot jüngst bis zum 31. August verlängert wurde, zählen auch die Spiele im Profi-Handball. Ob jene politische Maßnahme ein Nährboden für Geisterspiele oder aber ein großer Schritt in Richtung Saisonabbruch ist, das entscheiden die Verantwortlichen der ersten beiden Ligen selbst. Am Donnerstag beschlossen die Klub-Chefs in einer Telefonkonferenz eine Abstimmung über die Fortsetzung der Saison. Alle Vereine sollen schriftlich über Wiederaufnahme oder Abbruch des Spielbetriebs bis Anfang kommender Woche votieren. Bei einer Dreiviertel-Mehrheit sind die Spielzeiten in den beiden Top-Ligen Geschichte.

Damit dürfte wohl am 20. April feststehen, wo die Reise hingeht. „Das Datum haben wir schon seit längerer Zeit ins Auge gefasst“, erklärt ASV-Geschäftsführer Franz Dressel, der zugleich einer von drei HBL-Vizepräsidenten ist. Für ihn geht es, genau wie allen anderen, darum, eine einheitliche Lösung für die beiden Ligen zu finden. Genau aus diesem Grund rechnet der ASV-Chef damit, dass sein Klub gegen den VfL Lübeck-Schwartau am 6. März (27:32) sein letztes Saisonspiel bereits absolviert hat. „Geisterspiele sind für die Zweitligisten finanziell einfach nicht tragbar“, betont Dressel noch einmal, dass die Fernsehgelder sich im Unterhaus kaum bemerkbar machen.

Coronavirus in Hamm: Alles andere als Abbruch überraschend

Daher wäre für ihn alles andere als ein Abbruch der Saison überraschend. Um die Spielzeit regulär zu beenden, müsste es „eine völlig unerwartete Entwicklung“ geben. Trotzdem sei es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich, voreilige Entscheidungen zu verkünden. „Wenn wir zum 15. Mai wieder starten, kann die Saison bis zum 30. Juni beendet sein“, greift Dressel ein Szenario auf, das er selbst nicht für möglich hält.

Sollte ein Haken hinter die Spielzeit gemacht werden, wird es außer dem Zweitligisten HSG Krefeld, dem die Lizenz fehlt, keinen sportlichen Absteiger geben. Was jedoch die Aufsteiger betrifft, steht die Antwort noch in den Sternen, weshalb auch der derzeit Fünftplatzierte – aber eben auch Hinrundenzweite – aus Hamm in Ungewissheit schwebt.

Wohingegen sich die Folgen des verlängerten Verbots von Großveranstaltungen für die kommende Saison bereits abzeichnen. „Eigentlich wäre der 28. August der erste Spieltag gewesen“, sagt Dressel. Nun werde dieser wohl nach hinten verschoben. So weit, wie es eben nötig ist. „Im Zweifel lassen sich die ersten beiden Spiele dann ja schon wieder mit einer geringen Anzahl an Zuschauern bestreiten“, ist der ASV-Geschäftsführer zumindest dahingehend optimistisch, dass sich der Handball aus diesem Kalenderjahr noch nicht verabschieden muss.

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