Amateurfußball

Gesundheitsministerium stellt klar: Vorerst kein Restart

Für die Amateurfußballer – hier Oberligist Hammer SpVg – ist der Restart doch noch nicht in Sicht.
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Für die Amateurfußballer – hier Oberligist Hammer SpVg – ist der Restart doch noch nicht in Sicht.

Steigende Inzidenzzahlen, schleppende Impfkampagne: Aus dem erhofften Restart der Amateurfußballer wird wohl vorerst nichts.

Hamm - Die beim vergangenen Bund-Länder-Gipfel verkündeten Lockerungen weckten beim Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) die leise Hoffnung, die aktuell unterbrochene Saison doch noch werten zu können. Dafür müssen in den jeweiligen Ligen insgesamt 50 Prozent der Partien absolviert werden. Der FLVW hatte vorsichtig einen Trainingsstart am 5. April und die Wiederaufnahme der Pflichtspiele am 2. Mai ins Auge gefasst – zumal Jugendmannschaften mit Kindern bis 14 Jahren bereits ins Kontakt-Training zurückkehren durften und Erwachsene derzeit immerhin wieder mit maximal zehn Personen kontaktfrei aktiv sein können.

Die jüngsten Entwicklungen mit steigenden Inzidenzzahlen und schleppender Impfkampagne machen aber jegliche Planungen zunichte. Denn wie das NRW-Gesundheitsministerium am Donnerstagnachmittag mitteilte, wird der für kommenden Montag vorgesehene vierte Öffnungsschritt vorerst ausgesetzt. Die aktuelle Coronaschutzverordnung gilt noch bis zum 28. März. Ursprünglich waren für Montag weitere Lockerungen im Sport in Aussicht gestellt worden. Der Öffnungsschritt hätte bei einer Sieben-Tage-Inzidenz bis 50 Kontaktsport im Außenbereich und kontaktfreien Sport im Innern ermöglicht. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 wäre dies möglich gewesen, wenn Sportler einen negativen Schnelltest vorweisen können.

Kontaktsport frühestens ab 19. April - Spielbetrieb vier Wochen später

„Kontaktsport soll nun frühestens vier Wochen später, also ab 19. April, erlaubt sein“, schreibt der „Business Insider“. Gewissheit gibt es aber wohl erst beim Bund-Länder-Gipfel am Montag.

Da sich der FLVW mit den Vereinen bereits verständigt hat, vor Wiederaufnahme des Spielbetriebs mindestens vier Wochen Vorbereitungszeit einzuräumen, könnten die Amateurfußballer wohl frühestens am 16. Mai wieder auf dem Rasen stehen – in vielen Ligen womöglich zu spät, um bis zum definitiven Saisonende am 30. Juni tatsächlich noch die für die Wertung benötigten Partien zu absolvieren. So hat der Holzwickeder SC in der 21 Klubs starken Oberliga Westfalen erst ganze sechs Begegnungen absolviert.

Am Donnerstagmittag verschickte der FLVW eine Einladung zur Online-Pressekonferenz am Montag, 29. März. Das Thema: „Die aktuelle Situation im westfälischen Sport.“ Hier dürfte der Verband erklären, wie er auf die politischen Entscheidungen reagieren wird.

TuS Lohauserholz verzichtet vorerst

In Hamm hat sich nach dem TuS Wiescherhöfen ein weiterer Verein dazu entschieden, die weitere Entwicklung abzuwarten und kein Training für Unter-14-Jährige anzubieten. „Wir sind einstimmig zu der Entscheidung gekommen, in der momentanen Situation unsere Sportanlage und den Trainingsbetrieb noch nicht freizugeben“, erklärt der Vorstand des TuS Germania Lohauserholz. „Der Widerspruch zu der aktuellen Lage ist uns einfach zu groß“, heißt es.

Die Anwendung des NRW-Inzidenzwertes halte der TuS „für wenig sinnhaft, da aus unserer Sicht ein stabiler Inzidenzwert von Hamm berücksichtigt werden sollte“. Dieser liegt seit einigen Tagen um 100 – auch der NRW-Wert nähert sich mittlerweile dieser Marke.

„Werden die Kinder in der Schule im Wechselunterricht voneinander getrennt, müssen den Mindestabstand halten oder mindestens einen Mund-Nasen-Schutz tragen, könnten sie im Trainingsbetrieb ohne Schutz und Abstand trainieren“, betont der Germania-Vorstand. „Unser höchstes Ziel muss es sein, keine unnötigen Risiken einzugehen und die Gesundheit unserer Sportler und Übungsleiter zu gefährden.“ So werde man am Hahnenbach mit der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs so lange warten, bis der Inzidenzwert in Hamm „stabil und konstant weit unter 100 liegt“. Der Vorstand werde die Lage bis zum 30. März beobachten und dann weitere Entscheidung treffen – die Politik dürfte der Germania aber schon zuvor kommen.

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