Fußball

Corona-Abbruch? Der FLVW reagiert auf „dynamische Entwicklung“

Dem Amateurfußball droht eine Spielpause.
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Dem Amateurfußball droht eine Spielpause.

Der TuS Wiescherhöfen hat am Dienstag einen Abbruch der Fußball-Saison gefordert. Am Mittwochmorgen reagierte der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen.

Hamm - Die Corona-Fallzahlen steigen. Das Robert-Koch-Institut verkündete am Mittwochmorgen 14.964 Neu-Infektionen innerhalb der letzten 24 Stunden. Die Bundesregierung pocht vor den Beratungen mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch auf drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Die vorgesehenen Regelungen betreffen nach Medienberichten auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern sowie Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen. Und zwar ab dem 4. November. Heißt: Einigen sich die Politiker ab Mittwochmittag auf diese Maßnahmen, ruht ab dem 4. November der Amateurfußball. Die Maßnahmen sollen für den kompletten November gelten.

Der TuS Wiescherhöfen ging bereits am Dienstag einen Schritt weiter und beantragte beim Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) den sofortigen Abbruch der kompletten Spielzeit. Wenig später erhielt der Verband Post aus Dortmund. Die Klubs Mengede 08/20 und RW Germania, beides Bezirksligisten, beantragten eine Unterbrechung der laufenden Spielzeit. Sie argumentieren mit der Verantwortung gegenüber den Klubmitgliedern und wünschen sich eine Auszeit, bis die Infektionszahlen eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ermöglichen. Ziel solle es dann sein, in allen Ligen eine Halbserie zu Ende zu spielen, um eine Wertung vornehmen zu können.

Die Erklärung des FLVW

Am Mittwochmorgen reagierte der FLVW auf die Bedenken der Vereine - ohne dabei aber vorerst konkret zu werden. In den sozialen Netzwerken erklärte der Verband: „Am Wochenende ist es zu zahlreichen coronabedingten Spielabsagen gekommen. Die dynamische Entwicklung, steigende Infektionszahlen sowie Sorgen und Bedenken unserer Vereine und Mitglieder nehmen wir sehr ernst, weswegen eine Neubewertung der Situation rund um den Spielbetrieb nötig geworden ist. Seit Montag befinden sich die Verantwortlichen aus dem Präsidium, den Gremien, Kreisen, den spielleitenden Stellen sowie aus der Landesregierung im intensiven Austausch. Wie Maßnahmen für den Spielbetrieb aussehen könnten, hängt wesentlich von den anstehenden Beschlüssen der Politik und der Aktualisierung der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW ab. Sobald es eine Entscheidung gibt, erfahrt Ihr es hier umgehend.“

Heißt: Der Verband wird zunächst die Entscheidung der Politik abwarten, ehe er selbst aktiv wird und Spiele absetzen wird. Sollte tatsächlich eine Aussetzung des Amateursports ab dem 4. November beschlossen werden, stellen sich dennoch zwei Fragen: Was passiert mit den Partien, die bis dahin noch angesetzt sind? Und: Wie wird der FLVW ab Dezember vorgehen?

Antworten darauf könnte nach unseren Informationen eine kurzfristig anberaumte Videokonferenz aller Kreisvorsitzenden mit den FLVW-Verantwortlichen am Mittwochabend liefern.

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