"CR7" spielt in Herringen gegen den FC Barcelona

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Christoph "CR7" Rindfleisch freut sich auf die Partie gegen den FC Barcelona.

Spiele gegen den FC Barcelona sind immer etwas Besonderes. Das ist im Fußball so – und im Rollhockey nicht anders. Um solche Partien bestreiten zu dürfen, ist Christoph Rindfleisch im Sommer 2018 zum Deutschen Meister SK Germania Herringen gewechselt. Am Samstag (18 Uhr/Glückauf-Sporthalle) erfüllt sich für den 23-Jährigen dieser Traum.

Hamm – Dass CR7, wie Rindfleisch in Anlehnung an Cristiano Ronaldo in Herringen genannt wird, die Gäste am Samstag (18 Uhr/Glückauf-Sporthalle) ähnlich ärgern kann wie der langjährige Star von Real Madrid, dürfte allerdings auszuschließen sein. Schließlich ist Barcelona das Team mit dem schillerndsten Namen im Rollhockey, die erfolgreichste Vereinsmannschaft Europas und immer einer der Topfavoriten auf Platz eins in der European-League. „Und sportlich gesehen sind die mindestens auf dem gleichen Niveau wie Benfica Lissabon“, weiß Rindfleisch die Spielstärke des Gegners und damit die eigene Rolle im Vergleich als David gegen Goliath einzuschätzen. „Ich weiß, wer da im Kader steht, habe die alle schon mal spielen gesehen und freue mich, dass wir gegen so eine Mannschaft antreten dürfen, die ausgeglichen besetzt ist mit Nationalspielern aus Spanien, Portugal und Argentinien.“

Stars wie der Portugiese João Rodrigues oder die Argentinier Matías Pascual und Pablo Álvarez gehören seit Jahren zu den besten der Welt. Und nicht zuletzt aus diesem Grund laufen die Herringer Gefahr, in den Partien gegen Barcelona ähnlich unterzugehen wie im ersten European-League-Spiel der Saison, als sie mit 0:14 bei Benfica Lissabon ihre höchste Niederlage in einem internationalen Wettbewerb kassierten. „Wir wollen alles geben und versuchen, das Spiel lange offen zu halten“, verspricht Rindfleisch den Zuschauern eine bis in die Haarspitzen motivierte Herringer Mannschaft. „Im Prinzip wollen wir jedes Spiel gewinnen, aber das ist natürlich gegen Barça utopisch. Das wissen wir selbst. Aber wir wollen zeigen, dass die 0:14-Niederlage aus Lissabon nicht den wirklichen Leistungsunterschied widerspiegelt.“

Viele gute Partien auf Augenhöhe

Zumal die Herringer in eigener Halle in der Vergangenheit immer gute Partien, oft auf Augenhöhe, abgeliefert haben. „Und gerade als Torjäger möchte ich unbedingt einen Treffer erzielen“, sagt der 23-Jährige, der sich persönlich ein Ziel gesteckt hat: „Wenn wir am Ende 3:6 verlieren, dann haben wir ein super Spiel gemacht.“

Gerade vor dem gegnerischen Gehäuse läuft es bei Rindfleisch im Moment. Nach fünf absolvierten Begegnungen in der Bundesliga führt er mit 21 Treffern die Torschützenliste an – eine Qualität, die er sich selbst vor seinem Wechsel nach Herringen so gar nicht zugetraut hatte. „Früher in meinem alten Verein war ich eigentlich mehr der Spielmacher, habe das gemacht, was Lucas Karschau in Herringen macht“, sagt der 23-Jährige, der vor seinem Wechsel zum SK Germania bei seinem Heimatverein und SKG-Ligakonkurrent RHC Recklinghausen gespielt hat. „Die Position ist viel laufintensiver, du musst mehr Wege gehen. In Herringen bin ich eher zum Strafraumstürmer umfunktioniert worden. Daher kann man schon sagen, dass ich fauler geworden bin. Und ich wusste vor her auch gar nicht, dass ich das da vorne so gut kann.“

Unzufrieden ist er mit dem Positionswechsel ebenso wenig, wie er den nach Hamm bereut. „Da vorne habe ich meine Rolle gefunden“, sagt er. „Und insgesamt passt hier alles im Verein. Da habe ich definitiv alles richtig gemacht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das noch ändert. Internationale Spiele, das Reisen, die Jungs sind in Ordnung – das macht ja alles Spaß. Es fühlt sich für mich jedenfalls nicht so an, als wenn ich erst seit einem Jahr hier bin.“

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Karten gibt es im Vorverkauf bei Jahns & Mehr, Restaurant Plaka, Reisebüro Busche, Gaststätte Möppel, Pinter’s Pinte und dem Sportgeschäft Ballsportdirekt

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