Cerci und Zielinski in Erndtebrück auf der HSV-Bank

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Ferhat Cerci (links neben Sportchef Achim Hickmann) betreut das HSV-Team in Erndtebrück.

HAMM -  Am Ende einer langen, langen Busfahrt erwartet die Oberliga-Fußballer der Hammer SpVg im verschneiten Erndtebrück die sportlich wohl schwierigste Aufgabe dieser Saison – und zugleich die einfachste. Denn vor der Partie beim Tabellenzweiten halten sich die Erwartungen an die HSV nach einem turbulenten Vorwochenende mit der Trennung von Trainer Goran Barjaktarevic in Grenzen.

„Erndtebrück ist schon eine Hausnummer, auch wenn die Mannschaft in Ennepetal zuletzt nur 1:1 gespielt hat. Aber die will ganz oben dranbleiben und wird alles daran setzen, um gegen uns zu gewinnen“, sagt Hamms Co-Trainer und Interimscoach Karl-Heinz „Mano“ Zielinski, der am Samstag im Pulverwaldstadion (15 Uhr) nicht allein auf der Bank sitzen wird.

Er teilt sich die Aufgabe mit U 23-Coach Ferhat Cerci, der in der vergangenen Spielzeit noch im Kader des Oberliga-Teams stand. Eine Lösung bis zum Ende der Saison soll das Duo nicht werden, betonte Sportchef Achim Hickmann. Er möchte bis zum nachfolgenden Heimspiel gegen den SC Aplerbeck einen neuen Trainer präsentieren, nach WA-Informationen wird die Vorstellung am Sonntag erfolgen.

„Die vielen Niederlagen sind an der Mannschaft nicht spurlos vorübergegangen“, glaubt Zielinski: „Aber genau so, wie sie einen negativen Lauf hatte, kann sie auch einen positiven starten. Bei dieser Mannschaft ist alles möglich. Schauen wir mal, wie sie sich in Erndtebrück präsentiert.“

Die Rollen sind mit einem Blick auf die Tabelle schnell verteilt. Auf der einen Seite das ambitionierte Erndtebrücker Team, das in dieser Saison sieben seiner acht Heimspiele gewonnen hat, darunter höchst eindrucksvoll gegen Spitzenreiter Ahlen (7:1) und Verfolger Westfalia Rhynern (5:0). Und auf der anderen Seite die HSV, die zwar auf eine bessere Zukunft hofft, der in der Gegenwart aber zunächst der Sturz auf einen Abstiegsplatz droht. So schwarz-weiß sieht Florian Schnorrenberg die Lage jedoch nicht. „Hamm hat individuell enorm Klasse im Kader. Wir stellen uns auf einen harten Gegner ein – gerade jetzt“, sagt der TuS-Coach.

Bei der Hammer SpVg fehlt weiterhin der gesperrte Semih Yigit. Damir Kurtovic ist dagegen wieder im Kader – ebenso wie Abwehrchef Jens Grembowietz, dessen Einsatz wegen des großen Trainingsrückstandes nach langer Verletzungs- und anschließender Krankheitspause unwahrscheinlich ist. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Faysel Khmiri, der zuletzt in der Innenverteidigung zum Einsatz kam. - sst

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