Fußball

Bv 09 Hamm: Nicklas Günther spricht über die Gründe der 2:11-Klatsche

Nicklas Günther (rechts), hier im Duell mit Herringens Dennis Steinke, glaubt noch an das Erreichen des Saisonziels mit dem BV 09 Hamm.
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Nicklas Günther (rechts), hier im Duell mit Herringens Dennis Steinke, glaubt noch an das Erreichen des Saisonziels mit dem BV 09 Hamm.8721.jpg

Im Hammer Fußball-Norden weht seit Sonntag ein rauer Wind. Die 2:11-Klatsche beim VfL Kamen hat dem BV 09 Hamm einiges an Häme eingebracht.

Hamm - Nicklas Günther spricht über den schwierigen Saisonstart (drei Spiele, drei Punkte) des A-Kreisligisten. Der 26-Jährige spielt seit der Jugend an der Fahrenheitstraße.

Wie blicken Sie heute auf die Vorbereitung zurück?
Die verlief mit Licht und Schatten. Während die Trainingseinheiten immer mit vollem Elan und gutem Einsatz verlaufen sind, haben wir in den Testspielen nur selten unser wahres Potenzial abgerufen. Anschließend gaben uns natürlich die Verletzungen von Kevin Kluge (Mittelfußbruch) und Manuel Kampmann (Kreuzbandriss) einen herben Knacks. Gerade Manuel fehlt uns vorne als Torjäger, aber auch als erfahrener Kapitän.
Vor einigen Jahren war die Mannschaft des BV 09 Hamm stets eine Truppe, mit der jeder Experte unter den ersten fünf Teams in der Tabelle gerechnet hat. Wie kommt es, dass die Qualität der Elf offensichtlich von Jahr zu Jahr abnimmt?
Da muss ich die Ära unter unserem Ex-Coach Heinz Schroth hervorheben. Denn zwischen 2010 und 2017 besaßen wir immer einen sehr stark geschlossenen Kern, bei dem der Zusammenhalt höchste Priorität besaß. Dabei hat nur selten ein Spieler den Verein verlassen und der Kader wurde immer wieder punktuell verstärkt. Als Heinz den Verein dann Richtung SSV Hamm verlassen hatte, sind viele Spieler mit ihm gegangen, sodass ein Umbruch stattfand. Anschließend übernahm Marian Christel die Truppe und es wurde mit vielen Jungs aus der eigenen zweiten Mannschaft sowie externen Zugängen gearbeitet. Als zwei weitere Jahre später dann unser aktueller Coach Orhan Secer übernahm, kam es zum erneuten Umbruch. Das Trainergespann versuchte direkt, aus vielen Spielern ein funktionierendes Team zu formen. Mit ihm haben wir nun einen guten Trainer, der uns mit viel Spaß viele neue Dinge beibringt. Dennoch muss gesagt werden, dass in der Kreisliga A immer mehr Geld investiert wird, sodass die Qualität in vielen Mannschaften stark steigt.
Es ist mittlerweile bekannt, dass der VfL Kamen einen enorm starken Kader besitzt. Lässt sich aber damit eine 2:11-Demütigung erklären?
Ich habe mir im Training vor der Partie das vordere Außenband am Sprunggelenk gerissen, sodass ich nur als Zuschauer dabei sein konnte. Die fußballerischen Fähigkeiten des Gegners wollten wir durch unseren Kampfgeist unterbinden. Doch wir haben von Beginn an nicht in die Zweikämpfe gefunden und nahezu jeden Ball zu einfach verloren. Kamen nutzte unsere Fehler eiskalt aus, sodass uns gerade im zweiten Abschnitt die Kraft, aber leider auch die Lust fehlte. Diese Tatsache ist einfach nur enttäuschend. Ich kann nur hoffen, dass das Team gegen den VfL Mark ein anderes Gesicht zeigen wird.
Was sind Aspekte, die Sie dennoch positiv stimmen?
Wir halten als Team zusammen. Das haben wir beispielsweise bei der knappen Niederlage gegen den SVF Herringen gezeigt, als wir 70 Minuten stark verteidigt haben. Da hat jeder für jeden gekämpft und es wurde kein einziger Ball aufgegeben. Genau an diese Mentalität müssen wir wieder anknüpfen. Zudem haben wir starke individuelle Akteure wie Thanuyen Markandesar oder Elias Jami, die ein Spiel auch mal alleine entscheiden können. Wenn wir im Training noch härter arbeiten und bei unserem dünnen Kader in der Winterpause Verstärkungen vermelden können, bin ich mir sicher, dass wir unser Saisonziel, den neunten Tabellenrang, erreichen können.

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