Rollhockey: SK Germania Herringen reist nach La Coruna

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Sicher gelandet: Die Delegation des SKG bei der Ankunft in Santiago de Compstela.

LA CORUNA - Von heftigen Windböen und Regenschauern begleitet hatten sich die Rollhockey-Spieler des SK Germania Herringen am Donnerstag vom Flughafen Frankfurt-Hahn aus auf den Weg nach Spanien zum ersten Spiel der European League beim HC Liceo gemacht.

Bei der Landung in Santiago de Compostela wurde das Team ebenfalls von kräftigem Niederschlag empfangen. „Das ist ja richtiges Fritz-Walter-Wetter”, meinte Herringens Trainer Hans-Werner „Alfredo” Meier. „Gut, dass wir am Samstag nicht draußen, sondern drinnen spielen.”

Ehe die Herringern nach Galizien aufbrechen konnten, hatten der SKG-Vorsitzende Michael Brandt und seine Tochter Milena als Geschäftsführerin aber wieder einmal eine Menge Arbeit leisten müssen, um den Germanen-Tross an die spanische Atlantikküste zu bringen. „Logistisch ist es nie ganz einfach, so eine Reise zu organisieren. Aufgrund unserer überschaubaren finanziellen Möglichkeiten hatten wir letztlich aber gar nicht viele Möglichkeiten”, so der Vereinschef.

So flog am Donnerstag der Großteil der Mannschaft über Frankfurt-Hahn nach Santiago de Compostela. Torwart Timo Tegethoff und Janis Reinert werden berufsbedingt erst am Freitag nachfolgen. Sie reisen von Düsseldorf mit Zwischenlandung in Madrid an – eine Variante, die pro Person das Vierfache an Kosten verursacht.

„Natürlich wäre es angenehmener gewesen, wenn wir alle zusammen geflogen wären und wir erst am Freitag angereist wären. Aber das hätten wir uns gar nicht erlauben können. Selbst die zusätzliche Hotelübernachtung von Donnerstag auf Freitag können wir durch den günstigen Flug über Frankfurt-Hahn noch locker auffangen”, sagte Brandt, der insgesamt mit Kosten von 6000 Euro für das Auftaktspiel der European League kalkuliert.

3000 Euro gehen für die Übernachtungen und Verpflegung drauf, 2000 Euro für die Flüge sowie 1000 Euro für Transfers. „Das ist für uns schon eine Hausnummer”, betonte Brandt, der sich darüber ärgerte, dass der internationale Rollhockeyverband den Vereinen zwischen der Auslosung und dem ersten Spiel zu wenig Zeit einräumt, um die Anreise zum Auftaktmatch kostengünstig zu planen.

Damit es bei den beiden nächsten Spielen nicht so teuer wird, haben die Herringer bereits jetzt die Flüge für die weiteren Auswärtsbegegnungen in der European League im Dezember in Portugal und Anfang Februar in Italien fest gebucht – zu niedrigen Preisen. Selbst die Weiterreise am Nachmittag vom Flughafen zum Hotel Crunia am Rande von La Coruna haben die Herringer selbst organisiert und gingen nicht auf das Angebot der Verantwortlichen des gastgebenden HC Liceo ein.

 „Wenn die Spanier für unseren Transfer gesorgt hätten, hätten wir das für die beim Rückspiel auch machen müssen. Aber wir müssen nur 80 km zurückzulegen, während der HC Liceo, wenn er auch über Frankfurt-Hahn fliegt, 300 km vom Flughafen bis nach Herringen fährt. Das wäre für uns ja viel teurer gekommen”, erläuterte Brandt, der zuversichtlich ist, die Kosten der drei Auswärtsspiele wieder aufzufangen. Zum einen hat der SKG nach der ersten Saison in der Königsklasse und dem Doublesieg einige neue Sponsoren hinzugewonnen. Zum anderen hoffen die Germanen, dass die drei Heimpartien wieder ausverkauft sein werden.

„Für den Verein ist das ein richtiger Kraftakt, den er zu stemmen hat”, sagte Meier. „Aber wenn man sagt, dass man an diesen Spielen nicht teilnimmt, dann hat man international auch keine Lobby.” Aber genau die wollen sich die Herringer erarbeiten. Am liebsten am Samstag mit einem starken Auftritt beim HC Liceo. - pad

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