Handball

Schlüsselspiele für den ASV Hamm-Westfalen

Merten Krings ASV Hamm-Westfalen
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Merten Krings

Hamm – Das Wort Abstiegskampf gehört nicht zu den Lieblingsvokabeln von Michael Lerscht. Auch nicht in der aktuellen Situation, in der sich Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen vor den beiden Partien am Mittwoch zu Hause gegen Aufsteiger und Liga-Schlusslicht TuS Fürstenfeldbruck (19.15 Uhr/Westpress Arena) und dem Westfalenduell am Sonntag beim Vorletzten TV Emsdetten (17 Uhr/Emshalle) befindet. „Selbstredend, dass wir nicht glücklich sind damit“, sagt der ASV-Trainer. „Das brauchen wir nicht schön zu reden. Wir müssen jetzt gewinnen. Auch wenn das keine leichten Hürden sind.“

Drei Pluspunkte beträgt er Vorsprung der Hammer noch auf den Aufsteiger aus Bayern, zwei auf Emsdetten. Und zum Auftakt nach der Winterpause sind die Hammer in den Startlöchern stecken geblieben. Die Partie beim Tabellenführer HSV Hamburg fiel aufgrund der Witterung aus – und die Startphase beim VfL Lübeck-Schwartau irgendwie auch. Denn wie schon beim letzten Spiel vor der Winterpause in Aue (26:26) verschliefen die Gäste die ersten Minuten komplett. 1:10 in Aue, 3:10 in Lübeck – klar, dass es nun in eigener Halle deutlich besser laufen muss und gar nicht erst zu einer solchen Drucksituation kommen soll. „Bis November hatten wir meist Probleme in der zweiten Halbzeit“, sagt Lerscht. „In den vergangenen beiden Spielen hatten wir die dann am Anfang. Das müssen wir nun wieder ablegen. Indem wir gut nach vorne spielen und konsequent den Abschluss suchen. Das sind Floskeln und Banalitäten – aber darum geht es.“

„Der Abschluss war katastrophal.“

In Schwartau war es vor allem die starke Torhüterleistung von Dennis Klockmann, der dem ASV mit 20 Paraden fast im Alleingang den Zahn zog und viele Tempogegenstöße für den VfL einleitete. „Unsere Abwehr stand zuletzt ordentlich, was die nur 23 Gegentore trotz der vielen Gegenstöße belegen“, sagt Lerscht. „Aber unser Abschluss war katastrophal.“

Ein starkes Konterspiel zeichnet auch Aufsteiger Fürstenfeldbruck aus. Der versucht mit seiner unkonventionellen Vorgehensweise aus einer mal offeneren, mal defensiveren 3:3-Abwehr heraus Verwirrung beim Gegner zu stiften. „Da müssen wir uns gut bewegen und eine sichere Abwehr im Sechs-gegen-Sechs hinbekommen“, weiß Lerscht, der vor allem Mittelmann Falk Kolodziej – zuletzt bei der 27:29-Niederlage gegen Emsdetten achtmaliger Torschütze – und den Rückraumrechten Max Horner, der über einen guten Schlagwurf verfügt, als Gefahrenquellen ausgemacht hat. „Und vorne brauchen wir viel Bewegung. Diese Deckung wirst du nicht aus dem Stand mit Prellen lösen können.“

Einer der im Angriff dabei helfen könnte, die Abwehr auseinander zu ziehen, fehlt weiterhin: Spielmacher Sören Südmeier wird auch in den anstehenden wichtigen Duellen nicht dabei sein. Er laboriert seit dem Spiel Ende November in Ferndorf an einer Knieverletzung. Ansonsten sind alle an Bord.

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