Buchpräsentation im WA-Forum - Hier Karten gewinnen

Heimspiel für Hrubesch nach 40 Jahren - Seien Sie dabei!

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Horst Hrubesch

Hamm - Genau 40 Jahre, nachdem er das Trikot des SC Westtünnen mit dem des damaligen Zweitligisten Rot-Weiß Essen tauschte und seine überaus erfolgreiche Karriere als Profi startete, freut sich der in Pelkum aufgewachsene Horst Hrubesch wieder auf ein besonderes Heimspiel in Hamm.

Am 1. Dezember wird der Europameister ab 19.30 Uhr im Forum des Westfälischen Anzeigers an der Gutenbergstraße sein neues Buch präsentieren und dabei die Gelegenheit nutzen, mit vielen alten Freunden über die gemeinsamen Zeiten zu plaudern.

Denn die hat der 64-Jährige, der schon länger als Nachwuchstrainer beim Deutschen Fußball-Bund arbeitet und derzeit für die U21-Auswahl des DFB verantwortlich ist, nicht vergessen. „Ich habe immer noch den alten Sportplatz in Pelkum vor Augen“, erzählt Hrubesch. Beim FC begann er mit dem Fußball. „Herbert Krischer hat mir die Faszination des Fußballs vermittelt“, erinnert sich der Ex-Nationalspieler. „Die Zeit hat mich sehr geprägt.“

Später spielte er auch gleichzeitig Handball beim ESV Hamm. „Dabei war Friedhelm Gosewinkel mein Ziehvater. Der hat mir immer geholfen.“ Hrubesch lag damals sogar ein Angebot des damaligen Handball-Bundesligisten TuS Wellinghofen vor. Doch er entschied sich für die Fußball-Laufbahn, was sich am Ende als richtig herausstellte.

"Als Dachdecker viel mehr verdient"

„Der Wechsel war natürlich mit einem Risiko verbunden“, erzählt Hrubesch. „In Essen habe ich in meinem ersten Profi-Jahr 1500 Mark bekommen. Da habe ich in meinem Beruf als Dachdecker viel mehr verdient.“ Er ging 1975 dennoch nach Essen, allerdings mit der Zusicherung seiner Firma, dass er zurückkommen könnte, wenn es mit der Profi-Laufbahn nicht klappen sollte. 80 Tore erzielte er in 83 Spielen an der Hafenstraße in Essen, ehe er 1978 zum Hamburger SV wechselte, mit dem er ebenfalls eine außergewöhnliche Erfolgsstory schrieb. Den HSV schoss er 1981/82 mit 27 Treffern als Bundesliga-Torschützenkönig zur Meisterschaft, gewann ein Jahr später mit den Hanseaten den Europapokal der Landesmeister. 1980 wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft in Italien Europameister. Im Endspiel gegen Belgien bejubelte das „Kopfballungeheuer“, wie er liebevoll von den Fans genannt wurde, beim 2:1-Triumph beide Tore.

Autor Andreas Schier auch dabei

All die Geschichten der Stationen seiner Laufbahn sind auch in dem Buch zu finden, das Autor Andreas Schier, der gemeinsam mit Hrubesch ins WA-Forum kommen wird, nach fast 40 Treffen verfasst hat. Hrubesch selbst ist fasziniert von der Biografie, in der nicht nur er zu Wort kommt. Viele Wegbegleiter schildern die Begegnung mit dem „Langen“ aus ihrer Sicht – was das Buch besonders interessant macht.

„Ich will keinen Heiligenschein“, beteuert der Junioren-Bundestrainer. „Mir geht es darum, dass alles so weitergegeben wird, wie es wirklich war.“ So manches Mal habe er sich beim Lesen schon erschrocken, gesteht er ein. „Das spannende ist die Einschätzung, wie die Leute dich sehen. Wenn ich lese, was ich bei einigen für ein Standing hatte, hätte ich in einigen Situationen vielleicht ganz anders auftreten können. Was allerdings nicht meine Art und Weise gewesen wäre.“

Hrubesch lebt den Fußball immer noch

Hrubesch ist eben Hrubesch, stets bodenständig geblieben. „Entscheidend war immer meine Einstellung“, sagt er heute. Und erfolgreich war er, weil er den Fußball gelebt hat und heute immer noch lebt. Die ganze Familie, allen voran Ehefrau Angelika, mit der er seit 1972 verheiratet ist, haben ihn dabei unterstützt.

„Die sorgen für einen riesen Zusammenhalt und haben mich zwischendurch immer wieder runter geholt“, betont Hrubesch. Im Nachhinein betrachtet habe er aber alles richtig gemacht, würde auch heute wieder konsequent seinen Weg gehen. Da bezieht er jetzt auch sein neues Buch mit ein. Denn des beschert ihm nach 40 Jahren endlich wieder ein Heimspiel in Hamm.

So können Sie mitmachen:

150 WA-Leser können am 1. Dezember ab 19.30 Uhr bei der Präsentation im WA-Forum dabei sein. Interessenten melden sich am Montag, 16. November, zwischen 11 und 15 Uhr unter Telefon 02381/105-242 oder der E-Mail-Adresse aktion@wa.de an. Die Einladungen (maximal zwei pro Person) werden nach der Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Versuche zu einem früheren Zeitpunkt, auch per E-Mail, werden nicht berücksichtigt.

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