Fußball

Das Brüderpaar Franke spielt künftig für Westfalia Rhynern

Gemeinsam im Westfalia-Trikot: Patrick und Tom Franke (rechts) suchen in Rhynern eine neue sportliche Herausforderung.
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Gemeinsam im Westfalia-Trikot: Patrick und Tom Franke (rechts) suchen in Rhynern eine neue sportliche Herausforderung.

Die HSV legt ihm keine Steine in den Weg: Patrick Franke wechselt aus dem Hammer Osten zum Rivalen Westfalia Rhynern. Doch nicht nur das: Auch seinen Bruder Tom zieht es zur Westfalia.

Hamm - Er hat in seiner noch jungen Fußball-Karriere schon einige verschiedene Trikotfarben getragen. Bei Borussia Dortmund in der Jugend war es schwarz-gelb, bei seinen beiden Regionalliga-Stationen beim FC St. Pauli braun sowie beim VfB Stuttgart weiß und zuletzt bei der Hammer SpVg weinrot. Jetzt aber hat es Patrick Franke mit einer ganz anderen Couleur zu tun. Denn der 23 Jahre alte Linksverteidiger wechselt vom Hammer Osten ausgerechnet zum Oberliga-Konkurrenten und Stadtrivalen SV Westfalia Rhynern. „Blau hatte ich noch nie. Aber ich werde mich daran gewöhnen“, sagt Franke mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht und verrät, dass er sich auf die neue Herausforderung am Papenloh enorm freut: „Schon nach den ersten Gesprächen hatte ich ein gutes Gefühl. Ich glaube, dass ich hier bei diesem familiär geführten Verein glücklich werden kann.“

Die Kontaktaufnahme war über Rhynerns Tim Neumann gelaufen, der mit Franke früher die gleiche Schule besucht hatte. Daher befanden sich die beiden regelmäßig im Austausch und verstanden sich auch dann, wenn es im direkten Aufeinandertreffen zwischen der HSV und Rhynern mal ein wenig hitziger wurde, immer gut. Zudem kannte Franke auch Westfalia-Trainer Michael Kaminski aus gemeinsamen Zeiten bei der Hammer SpVg, so dass beide Seiten schnell zueinander fanden. „Rhynern ist ein gut geführter Verein, in dem es sehr ruhig zugeht. Da kann man nicht viel falsch machen. Mit Tim habe ich mich immer gut verstanden. Und ich freue mich darauf, unter Kami zu arbeiten“, meint der Linksfuß.

Keine Luftsprünge bei der HSV

Bei der Hammer SpVg hatten die Verantwortlichen nicht unbedingt Luftsprünge gemacht, als Franke ihnen von seinen Wechselabsichten erzählt hatte, zumal sein Kontrakt auch bis zum 30. Juni 2021 datiert war. „Die haben zuerst schon etwas verdutzt geguckt und fanden es nicht gut. Aber letztlich haben sie den Vertrag aufgelöst und mir keine Steine in den Weg gelegt“, sagt der in Rhynern lebende Franke, der nach drei turbulenten Jahren mit einem knapp verpassten Aufstieg und zwei Spielzeiten mit Kampf um den Klassenerhalt eine neue Herausforderung sucht: „Ich brauche frischen Wind. Und als es dann diese Möglichkeit gab, passte das einfach.“

Hinzu kommt, dass sein zwei Jahre jüngerer Bruder Tom in der kommenden Saison ebenfalls im blauen Jersey der Westfalia auflaufen wird. Der 21-Jährige, der von den A-Junioren der SG Wattenscheid 09 zu Concordia Wiemelshausen gewechselt war, dort drei Jahre lang in der Westfalenliga gespielt und in 60 Partien 13 Tore erzielt hat, ist von Bochum in das gleiche Haus im Hammer Süden wie sein Bruder gezogen. „Es war schon immer ein Traum, mit einem meiner Brüder in der gleichen Mannschaft zu spielen. Da freuen wir uns jetzt beide drauf“, sagt Patrick Franke.

Tom Franke mag die Offensive

Anders als sein älterer Bruder fühlt sich Tom Franke, dem auch Angebote anderer Oberligisten vorlagen, in der Offensive wohler. Er kann sowohl auf der linken als auch auf der rechten Außenbahn zum Einsatz kommen. „Tom wird uns mit seiner Schnelligkeit und Dynamik sicherlich gut verstärken. Als wir erfahren haben, dass er nach Rhynern zieht, haben wir die Gunst der Stunde genutzt“, freut sich Andreas Kersting, der Sportliche Leiter der Westfalia, über die Verpflichtung des 21-Jährigen.

Aber auch die Zusage von Patrick Franke, der trotz seines jungen Alters schon über eine Menge Erfahrung verfügt, hat bei den Verantwortlichen in Rhynern für gute Stimmung gesorgt. „Patrick war für uns immer schon ein interessanter Spieler, zumal wir bei uns im Team auch nicht viele Linksfüße haben. Dass es jetzt mit einem Wechsel zu uns geklappt hat, ist umso besser“, betont Kersting, während Kaminski sagt: „Patrick bringt viel Qualität mit. Wenn so ein Spieler auf dem Markt ist, muss man zuschlagen. Wir sind sehr froh, dass wir ihn für uns gewinnen konnten.“ 

Leon Gensicke verlässt den Klub

Allerdings hat die Westfalia auch einen weiteren Abgang zu verkraften. Neben Patrick Polk (SV Lippstadt 08) und Jeffrey Malcherek (VfB Homberg) wird Leon Gensicke Rhynern verlassen. Der 23 Jahre Offensivspieler wechselt ins Lohrheidestadion zum neuen Liga-Konkurrenten SG Wattenscheid 09.

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