Handball

Brisantes Westfalen-Derby für den ASV gegen Emsdetten

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Verletzt: Oliver Milde.

Vier Spieltag vor Saisonende in der 2. Handball-Bundesliga birgt das "Westfalen-Derby“ (Freitag/19.15 Uhr) zwischen ASV Hamm-Westfalen und TV Emsdetten noch viel Brisanz. Für die Gastgeber geht es darum, zumindest eine theoretische Chance auf den Aufstieg aufrechtzuerhalten – der TVE will eben diese theoretische Gefahr im Kampf gegen den Abstieg endgültig bannen.

Hamm –Acht Zähler sind noch zu vergeben in der laufenden Saison – und den Hammern ist bewusst, dass sie alle acht einsammeln müssen, um die auf den beiden Aufstiegsrängen liegenden Teams aus Balingen (53:15 Punkte) und Nordhorn (52:16) noch ins Wanken zu bringen. „Wir legen mit unserem Spiel gegen Emsdetten schon am Freitag vor und können die anderen mit einem Sieg unter Druck setzen“, sagt Kay Rothenpieler, der diesen Druck für sein eigenes Team allerdings auch empfindet. „Der ist sicherlich da. Aber wir wollen unseren positiven Trend fortsetzen und unsere Hausaufgaben machen.“

"Da läuft viel über Merten Krings"

Dafür hat der Trainer in der Woche wie gewohnt viel Video geguckt – obwohl der TVE zu den Mannschaften gehört, die im Hammer Lager mit am besten bekannt sein dürften. „Emsdetten spielt im Angriff sehr druckvoll, was die zweite Welle betrifft. Da läuft viel über Merten Krings“, lobt Rothenpieler den TVE-Mitelmann, der in der kommenden Saison das ASV-Trikot tragen wird. „Ihn müssen wir in den Griff bekommen. Aber dass Merten ein guter Spieler ist, wissen wir. Deswegen haben wir ihn ja auch verpflichtet.“

Krings war in den vergangenen Jahren stets ein Garant dafür, dass die Begegnungen zwischen beiden Mannschaften hoch emotional und spannend verliefen. Sein letzter Auftritt in der Arena endete allerdings schon früh für den Spielmacher: Nach einem Foulspiel sah er beim deutlichen 33:25-Erfolg der Hammer in der 29. Minute die Rote Karte.

Unabhängig davon, in welcher Form sich der Neu-ASVer präsentieren wird, wird es darauf ankommen, „dass wir einen guten Job in der Deckung machen, damit wir selbst in unser Tempospiel kommen“, fordert Rothenpieler, der auf der anderen Seite damit rechnet, dass TVE-Trainer Daniel Kubes zwischen zwei Deckungsvarianten wechseln wird. „Seit Februar hat der TVE umgestellt und wechselt zwischen der 6:0-Variante, die dort früher eigentlich immer gespielt wurde, und einem offensiven 3:2:1.“

Oliver Milde fällt verletzt aus

Aus dem gebundenen Spiel heraus erwartet Rothenpieler mehr Druck von seinem Team als zuletzt, für eine bessere Trefferquote. Dabei helfen können wird Oliver Milde allerdings nicht. Der Rückraumlinke zog sich im Training einen Bänderriss im Knöchel zu und wird „wohl zwei Wochen ausfallen“, so der Coach. „Aber wir haben ja noch eine Option mit Markus Fuchs. Daher sehe ich das nicht so als Problem.“ Als Backup wird David Spiekermann aus dem Oberliga-Team in den Kader rücken. „Er trainiert schon seit dem Saisonende in der Oberliga bei uns mit“, sagt Rothenpieler. „Das macht er gut. Daher kann es durchaus sein, dass er je nach Spielverlauf zum Einsatz kommt.“

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