Pokal-Knüller zwischen Herringen und Iserlohn

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Liam Hages und der SKG wollen nach der Partie gegen Iserlohn jubeln.

HAMM - Hans-Dieter Hasse hatte ein gutes Händchen bewiesen. Als der Staffelleiter der Rollhockey-Bundesliga Ende Februar die Kugeln zur Auslosung der Viertelfinal-Begegnungen im DRIV-Pokal in den Lostopf legte, wusste er noch nicht, dass nur wenige Minuten später mit der Partie des SK Germania Herringen gegen die ERG Iserlohn das absolute Topspiel herauskommen würde.

Am Samstag (15.30 Uhr/Glückauf-Sporthalle) treffen nun beide Teams im Spiel um den Halbfinal-Einzug aufeinander.

Im vergangenen Jahr gab es das Duell dieser derzeit den deutschen Rollhockeysport mitbestimmenden Mannschaften erst im Finale. Es wurde eines, das die Herringer sowohl im Hin- als auch im Rückspiel dominierten. Bereits im ersten Aufeinandertreffen in Iserlohn gelang dem SK Germania ein deutlicher 4:1-Erfolg und damit eine ideale Ausgangsposition für das Rückspiel – das dann zu einem wahren Triumphzug wurde. Vor heimischem Publikum fegten die Herringer die Sauerländer mit 8:1 aus der Halle und feierten nach 2007 die zweite Pokaltriumph in der Vereinsgeschichte.

Am Mittwoch gönnte Trainer Hans-Dieter Meier der Mannschaft einen trainingsfreien Abend, obwohl sie sich mitten in der Vorbereitung auf die Pokalpartie befindet. Der Grund: Das Team stand für den Double-Erfolg aus der Vorsaison bei der Sportlerehrung der Stadt Hamm auf der Bühne. Erst am Donnerstag erfolgte das Abschlusstraining. Meier stand der komplette Kader zur Verfügung. Mit Nationalspieler Liam Hages und Stammakteur Stefan Gürtler – beide fehlten zuletzt noch beim Bundesligaspiel gegen den HSV Krefeld – ist die Mannschaft für die Aufgabe gegen Iserlohn gerüstet.

Nach der letzten Einheit schaute sich der Herringer Coach mit den Spielern noch einmal die Videoaufzeichnungen aus der vergangenen Bundesliga-Partie gegen die ERG im Januar an. Die Herringer kassierten gegen die Sauerländer mit 4:5 die erste Heimniederlage der laufenden Saison. Nach einem 0:3-Rückstand zur Pause kämpfte sich der SK Germania im zweiten Abschnitt zwar zum 4:4-Ausgleich, doch nach einem Konter der Sauerländer ging das Match in der Schlussphase verloren.

Meier ist sich sicher, dass seine Spieler am Samstag von der ersten Sekunde an wach sein und motiviert in das Match gehen werden. Die Niederlage aus der Bundesliga ist für den Herringer Coach abgehakt. Die Mannschaft hat das klare Ziel vor Augen, beide Titel zu verteidigen. Allerdings wird die Aufgabe, dadurch, dass sich die Spieler beider Klubs sehr gut kennen und zum Teil auch gemeinsam im Kader der Nationalmannschaft stehen, nicht leichter.

Dennoch wollen die Herriner von Beginn an den Spielaufbau der Sauerlände früh unterbinden. Über eine enge Deckungsarbeit soll der Gegner bereits bei der Ballannahme aggressiv gestört und über ein schnelles Umschaltspiel aus der Abwehr heraus der Weg zum gegnerischen Tor gesucht werden.

Mit der Unterstützung der heimischen Fans und dem Selbstvertrauen aus den zuletzt fünf Siegen in Folge in der Endphase der Bundesliga-Rückrunde sieht Meier aber eine gute Ausgangsposition für einen Sieg und den Einzug ins Pokal-Halbfinale. Sollten die Herringer den Sprung in die Vorschlussrunde schaffen, würde auf jeden Fall wieder ein Bundesligist als Gegner warten. Doch dafür muss das Viertelfinale erst einmal überstanden werden. - mb

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