Brisante Themen bei der Handball-Ligatagung

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Franz Dressel

HAMM - Während der Ball in den Handball-Bundesligen derzeit ruht und die Spieler im Urlaub neue Kräfte für kommende Aufgaben sammeln, werden in der kommenden Woche die Weichen auf organisatorischer Ebene gestellt.

Am 2. und 3. Juli findet in Düsseldorf die Ligatagung der Handball Bundesliga (HBL) statt – und das heißeste Thema dürfte die Lizenzvergabe an den HSV Hamburg sein.

Denn das unabhängige Schiedsgericht der HBL hat dem Einspruch des Klubs gegen die Verweigerung der Erstliga-Lizenz stattgegeben. Somit würde nun der Tabellen-16. HBW Balingen-Weilstetten in die 2. Liga und entsprechend die HG Saarlouis in die 3. Liga absteigen. Wogegen beide Klubs Rechtsmittel einlegen dürften.

„Das wird sicher auch ein Thema in der Diskussion sein“, glaubt ASV-Geschäftsführer Franz Dressel. „Entweder bleibt alles wie es ist, oder die HBL entschließt sich, für ein Jahr die 1. Liga auf 19 Vereine aufzustocken, was für mich aufgrund der fortgeschrittenen Zeit die vernünftigste Lösung ist.“ Allerdings dürfte eine solche Maßnahme nicht bei allen Vereinen der 1. Liga auf Gegenliebe stoßen. „Ob es dafür Mehrheiten geben wird, kann ich mir nicht so gut vorstellen – denn dann hätte jeder Verein zwei Spiele mehr. Daher könnte es sein, dass zumindest die Vereine, die europäisch spielen, dagegen stimmen werden.“

Saarlouis-Manager Richard Jungmann behält sich jedenfalls rechtliche Schritte vor. Denn für die 3. Liga hatte die HGS zuletzt nicht mehr geplant. Abgeschlossene Verträge mit Spielern gelten nur für die 2. Bundesliga und wären für den Fall eines Starts in der dritten Klasse nichtig. Und auch die Frist für den HSV sei mit dem 1. Juli rechtlich nicht zu halten, denn dieser Tag ist der erste der neuen Saison. Reagieren wäre demnach nicht mehr möglich. Unabhängig davon, ob es eine Aufstockung in der 1. Liga geben wird, würde sich für den ASV Hamm-Westfalen in der 2. nichts ändern – außer der Tatsache, dass es die Mannschaft statt mit Balingen mit Saarlouis zu tun bekommen würde. - güna

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