HSV II mit breiter Brust in den Abstiegskampf

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Bislang lief die HSV-Reserve (links Erkan Baslarli) oft hinterher. Das soll sich im letzten Saisondrittel ändern.

HAMM - Die Schlussphase hatte es in sich. Nicht nur beim Oberliga-Team der Hammer SpVg, das sich dank eines späten Doppelschlags gegen Neuenkirchen durchsetzte. Sondern auch bei der Landesliga-Reserve. Die hätte allerdings nur zu gern auf die letzen Minuten der Partie beim BSV Roxel verzichtet, in der sie zwei Gegentore und eine Rote Karte kassierte. Nach zwei Dritteln der Saison steht die HSV-Zweite auf einem Abstiegsplatz. Aber nicht mehr lange, glaubt Trainer Ferhat Cerci.

Die Zuversicht des 33-Jährigen ist angesichts des Zwei-Punkte-Rückstands zum rettenden Ufer und der zweitschlechtesten Tordifferenz der Liga (minus 24) erstaunlich groß, den Gang in die Bezirksliga zu verhindern. So wie im Vorjahr, als er die Mannschaft sieben Spieltage vor Saisonschluss von Christian Klotz übernahm und nicht zuletzt aufgrund der großen personellen Unterstützung aus dem Oberliga-Kader in der Liga hielt.

In diesem Jahr wollte Cerci eigentlich nichts mit den unteren Tabellenregionen zu tun haben, doch es kam anders. „Wir konnten erst spät den neuen Kader zusammenstellen und hatten außerdem eine Saisonvorbereitung, in der viele Leute gefehlt haben. Das war alles andere als optimal“, sagt Cerci. Mit der Wintervorbereitung war der HSV-Coach schon wesentlich zufriedener. „Wir hatten immer zwölf, 13 Spieler. Das ist wichtig und ein Grund dafür, dass ich so optimistisch bin“, sagt Cerci.

Ein anderer ist die größere Qualität des Kaders. Vom klassentieferen TuS Wiescherhöfen kamen Stürmer Erkan Baslarli und Hüsyein Kücük, der im Hammer Osten auf der Sechser-Position spielt, jetzt nach seiner Roten Karte gegen Roxel allerdings erst einmal gesperrt ist. Und nicht zuletzt ist seit diesem Jahr auch Cerci wieder aktiv – und wird es für den Rest der Saison bleiben.

In den Ergebnissen hat sich das alles noch nicht niedergeschlagen. Von den vier Partien seit Ende der Winterpause hat die HSV nur eine – gegen den bis dahin unbesiegten Spitzenreiter YEG Hassel (3:2) – gewonnen, und das auch noch mit zahlreichen Akteuren aus dem Kader der Ersten. Doch bis auf den SV Dorsten-Hardt (1:3) gehörten alle Gegner zum oberen Tabellendrittel.

„Mit Ausnahme von Herbern haben wir schon gegen alle Teams von oben ein zweites Mal gespielt. Jetzt kommen die Partien, die wir gewinnen müssen“, sagt Cerci und fügt selbstbewusst an: „Und die wir auch gewinnen werden.“ In der nächsten Saisonphase geht es gegen den Lüner SV (mit dem Ex-HSVer Pascal Harder) sowie Emsdetten, Mesum und Herbern. Es folgen die Partien gegen die direkten Konkurrenten Beckum, Burgsteinfurt, Haltern, Brambauer und – ganz am Ende – die Partie gegen das aktuelle Schlusslicht Gescher.

Auf diese Begegnung will es Cerci allerdings nicht ankommen lassen, sondern schon vorher den Ligaverbleib perfekt machen. „Es sind noch zehn Spiele. 30 Punkte sind zu vergeben. Das wird reichen. Davon bin ich überzeugt“, sagt Cerci. - sst

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