Boxen

Boxerin Stefania Tse wünscht sich zurück in den Ring

+
Stefania Tse hofft darauf, bald wieder mit ihren Kollegen vom Märkischen Boxring zu trainieren und ein Sparring durchzuführen.

Hamm – Es ist für Stefania Tse vom MBR Hamm eine gefühlte Ewigkeit her, dass sie das letzte Mal in einem Boxring stand. Anschließend sorgte das Cornoavirus dafür, dass keine weiteren Kämpfe mehr ausgetragen werden konnten.

Anfang des Jahres war dies, als die 21 Jahre alte Kämpferin des Märkischen Boxrings Hamm im Rahmen einer Bundesliga-Veranstaltung ein Wettkampfsparring durchgeführt hatte. „Mein Verein musste die Bundesliga-Saison frühzeitig beenden, sicherlich hätte ich im Rahmen der Bundesliga auch noch Kämpfe bestreiten können“, sagt die junge Boxerin. „Außerdem habe ich dieses Jahr die Westfalenmeisterschaften verpasst. Und ich glaube nicht, dass die NRW-Meisterschaften stattfinden werden, diese sind meist im Juni und Juli angesetzt.” 

Kontakt über soziale Medien

Tse fehlen aber nicht nur das direkte Aufeinandertreffen mit Kontrahentinnen und der harte Kampf im Ring, sondern auch das Training mit ihren Teamkollegen vom MBR. „Aktuell sehe ich meine Boxkollegen nicht, das soll sich ab dem 1. Juni hoffentlich ändern”, sagt die Hammerin, die derzeit lediglich über die sozialen Medien mit den anderen MBR-Boxern Kontakt hat.

Daher blieb auch Tse in den vergangenen Wochen nichts anderes übrig, als sich individuell und zuhause fit zu halten. So geht sie oft joggen, feilt alleine an der Technik der Schläge sowie an der Beinarbeit, trainiert viel mit dem Seilchen und absolviert ihre Kraftübungen mit dem eigenen Körpergewicht zuhause.

Keine Wettkämpfe in Sicht

 „Auch diese Übungen können recht effektiv sein. Aber trotz all dieser Maßnahmen kann man das Training nicht mit dem Training im Verein vergleichen. Ich merke, dass ich persönlich alleine nicht an meine Grenzen gehe. Im Verein sieht das wieder ganz anders aus”, sagt sie und verrät: „Deswegen fühlt man sich auch zur Zeit nicht so fit. Sicherlich spielt es dabei auch eine Rolle, dass aktuell noch keine Wettkämpfe in Sicht sind.” 

Sie hofft nun, dass bald zuerst einmal wieder der Trainingsbetrieb des MBR beginnt; auch wenn sie weiß, dass die Übungseinheiten in den kommenden Wochen aufgrund der Hygiene- und Abstandsmaßnahmen deutlich anders verlaufen werden als sie es gewohnt ist. „Trotz der aktuellen Situation wächst die Vorfreude, im Training ein Sparring durchzuführen und bald dann hoffentlich in den Ring zu steigen“, sagt sie. „Ich bin gespannt, wie es ab Herbst mit dem Boxsport weitergeht.“

Richtlinien und Konzepte

 Fast alle Wettkämpfe sind bis Anfang September abgesagt. Der Deutsche Box-Verband (DBV) hat aber mittlerweile Richtlinien und ein Konzept entwickelt, um zu planen, unter welchen Voraussetzungen die nächsten Boxveranstaltungen stattfinden können. „So soll zum Beispiel jeder Wettkämpfer einen aktuellen negativen Covid–19-Test vorweisen, bevor geboxt werden darf“, sagt Tse, und: „So die Theorie, mal schauen wie es in der Praxis umgesetzt wird.“ 

Bevor es allerdings zurück in den Boxring geht, muss die Hammerin wieder richtig fit werden. „Eine gute Vorbereitung kann drei Monate in Anspruch nehmen”, sagt die 21-Jährige, die sich derzeit mit wenig zufrieden gibt, aber zumindest auf die für Dezember angesetzten Deutschen Meisterschaften hofft: „Wenigstens das sollte für 2020 klappen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare