IG wirft Rhynern aus dem Pokal

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Die Bönener ließen die Westfalia-Akteure (hier Jan Kleine gegen Ismail Budak und Bünyamin Uysal) nicht zur Entfaltung kommen und gewann das Kreispokalspiel verdient.

Bönen – Westfalia Rhynern hat im Fußball-Kreispokal ebenso früh wie verdient das Aus ereilt. In der zweiten Runde verlor der Oberligist gegen die zwei Klassen tiefer spielende IG Bönen mit 7:5 nach Elfmeterschießen. Dabei hätte die Partie schon nach 90 Minuten für den klar besseren Landesligisten entschieden sein müssen, doch die Bönener vergaben zu viele Möglichkeiten und fingen sich in der Nachspielzeit noch das 2:2 (0:0).

„Ich muss der IG zum verdienten Weiterkommen gratulieren. Die IG hat das bis auf die Chancenverwertung gut gemacht“, zeigte sich Rhynerns Trainer Michael Kaminski als fairer Verlierer. „Ich muss meinen Hut vor der Leistung der Mannschaft ziehen. Wir sind glücklich, aber wir müssen das Elfmeterschießen vermeiden“, fand Bönens Coach Ferhat Cerci zumindest ein Haar in der Suppe.

Kaminski hatte seine Startelf im Vergleich zum 2:2 beim Liga-Auftakt gegen die SG Wattenscheid fast komplett ausgetauscht. Nur Gianluca di Vinti spielte erneut von Anfang an, blieb in der Pause aber in der Kabine. „Ich hatte mir ein bisschen mehr erhofft“, meinte Rhynerns Coach nach dem Ausscheiden zum zweiten Anzug.

Neuzugang Demir startet gleich und trifft

Cerci hatte moderat rotiert, bescherte dem späten Neuzugang Almin Spahic das Startelf-Debüt und verhalf Emre Demir, dessen Spielberechtigung rechtzeitig vorlag, zur Premiere im IG-Trikot. Der Offensivspieler zeigte eine starke Leistung, ein Tor per Fallrückzieher verhinderte Westfalia-Keeper Maximilian Eul mit einer seiner vielen Glanzparaden (56.), sechs Minuten später traf Demir zum 1:0.

Nach einer Abtastphase wurden die Bönener mit jeder gelungenen Aktion mutiger. Jonas Michler blockte Serhad Gün in höchster Gefahr (17.). Miguel Dotor-Ledo verzog volley nach einer Ecke aus guter Position (21.). Arif Et versuchte aus sieben Metern unerklärlicherweise den Pass statt einen Schuss (30.). „Da muss er schießen“, meinte Cerci. Fünf Minuten später traf Gün nach Traumpass von Et nur die Latte.

Und Rhynern? Für die Westfalia schloss di Vinti nach einem Ballverlust der IG gefährlich ab (26.), aus der anschließende Ecke entwickelte sich ein Konter, bei dem Demir drüber zielte.

Emre Demir krönte seine starke Leistung bei seinem Debüt im IG-Trikot mit dem 1:0.

Eul rettet mehrfach in höchster Not

Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Schon nach zwei Minuten musste Eul in höchster Not gegen Et klären, den Dotor-Ledo mit einem langen Ball auf die Reise geschickt hatte. Beim 1:0 parierte Eul wieder stark an der Strafraumkante gegen Yasin Acar, doch der Ball landete bei Demir, der eiskalt versenkte.

Die IG zog sich nicht zurück, sondern suchte die Entscheidung. Et (66.) und Zübeyir Kaya (71.) trafen allein vor Eul nur das Außennetz. Aus dem Nichts fiel in der 79. Minute der Ausgleich. Die Faustabwehr von Marcel Klemmer nach einer Freistoßflanke nahm Leon Müsse mit vollem Risiko und traf aus 18 Metern in die Maschen. Doch nur zwei Minuten später köpfte Et im zweiten Versuch nach einer Ecke das 2:1.

IG lässt leichtfertig das 3:1 liegen und wird bestraft

Rhynern probierte es nun mit einer Schlussoffensive, was beinahe nach hinten losgegangen wäre. Denn bei einer Ecke in der 88. Minute rückte auch der großgewachsene Eul mit auf. Sezer Toy verlor jedoch im Rückraum den Ball und am anderen Ende des Platzes schob Et ins leere Tor ein. Allerdings stand er beim Pass von Kaya im Abseits.

Die Nachlässigkeiten der IG beim Abschluss bestrafte Sezer in der Nachspielzeit, als Klemmer einen Schuss nicht festhielt und er zum 2:2 abstaubte. „Wir haben aus wenigen Chancen zwei Tore gemacht“, sah Kaminski zumindest etwas Positives.

Klemmer pariert ausgerechnet Sezers Schuss

Im Elfmeterschießen revanchierte sich Klemmer und parierte den Versuch von Sezer. Vorher hatten alle sieben Schützen sicher verwandelt. Et schoss die IG schließlich eine Pokal-Runde weiter, wo der Oberligist Holzwickeder SC der nächste Gegner sein wird.

IG: Klemmer – Kusakci, Dotor-Ledo, Spahic, Güvercin – Gün (62. Algan), Budak, Uysal (57. Kaya), Demir (62. Cabuk) – Et, Acar (81. Born)
Rhynern: Eul – Gutsche, Hellmich, Michler, J. Kleine (57. Sezer) – Toy, Ploczicki (80. Neumann) – Daoudi, Müsse, T. Franke (46. P. Franke) – di Vinti (46. Korkut)
Tore: 1:0 Demir (62.), 1:1 Müsse (79.), 2:1 Et (81.), 2:2 Sezer (90.+1)
Elfmeterschießen: 3:2 Güvercin, 3:3 Toy, 4:3 Cabuk, 4:4 Müsse, 5:4 Budak, 5:5 P. Franke, 6:5 Algan, Klemmer hält gegen Sezer, 7:5 Et

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