Fußball-Bezirksliga

Bockum-Hövels Trainer David Schmidt sieht keine Krise, aber...

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Bleibt nach der ersten Niederlage gefasst: SG-Spielertrainer David Schmidt sieht sein Team noch im Soll.

Dem Traumstart mit 22 von 24 möglichen Punkten folgten jetzt die ersten Rückschläge. Erste Anzeichen einer Krise bei Fußball-Bezirksligist SG Bockum-Hövel?

Hamm - Nur einen Zähler erkämpfte Fußball-Landesliga-Absteiger SG Bockum-Hövel aus den beiden vergangenen Spielen, musste zuletzt nach der ersten Saisonniederlage sogar die Tabellenführung an den SV Drensteinfurt abgeben.

Doch von einer Krise will Spielertrainer David Schmidt nach dem 0:3 vor eigenem Publikum gegen den TuS Freckenhorst nicht reden, räumt aber erste kleinere Probleme ein. „Trotz des schweren Auftaktprogramms sind wir sehr gut in die Saison gestartet. Wir haben aber sehr viele neue, junge Spieler in unserer Mannschaft, die wir erst einmal integrieren mussten, die jetzt aber auch teilweise schon an ihre Grenzen stoßen“, erklärt der Bockum-Höveler Coach.

„In den ersten Wochen konnten wir zudem, was die Spieler anging, aus dem Vollen schöpfen. Inzwischen haben wir aber schon echte Personalprobleme. Und es fehlen gerade die erfahrenen Akteure, die die jungen Leute auch führen können.“

Landesliga-Absteiger mit Personalsorgen

So fällt Mittelfeldspieler Markus Maier derzeit mit einem Schienbeinbruch aus. Rafael Miguel Lopez Zapata fehlte zuletzt wegen einer Gelbsperre. Wie lange die SG auf Jannick Kastner verzichten muss, steht noch nicht fest. Der hatte nach seiner Ampelkarte beim Verlassen des Platzes noch frustriert einen Gegenspieler „abgeschossen“ und wird nach dem Sonderbericht des Unparteiischen wohl eine längere Sperre hinnehmen müssen. Hinzu kommt, dass jetzt in den Herbstferien auch noch einige Spieler in den Urlaub fahren. „Ich habe selbst eine etwas andere Einstellung, doch im Amateurfußball muss man solche Dinge einfach akzeptieren“, sagt Schmidt.

Der sieht seine Mannschaft nach genau einem Drittel der Saison mit 23 Punkten und Tabellenplatz drei aber durchaus im Soll. Lediglich einen Zähler beträgt der Rückstand auf die derzeit führenden Mannschaften des SV Drensteinfurt und von Rot-Weiß Westönnen. „Die Saison ist noch sehr lang. Mit Freckenhorst haben wir gegen eine abgezockte Truppe verloren, die ich auf jeden Fall zum Kreis der Meisterschaftsfavoriten zähle. Die werden in der Tabellen noch weiter klettern“, meint der Bockum-Höveler Coach, der seiner Mannschaft weiter keine Ziele setzen wird. 

„Das haben wir schon vor der Saison nicht gemacht. Wir wollen jetzt bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich holen. Wenn wir uns zum Jahreswechsel noch in der Spitzengruppe behaupten, werden wir sicherlich über eine neue Zielsetzung nachdenken. Wenn man oben dabei ist, will man auch am Saisonende vorne stehen“, beteuert der Abwehr-Routinier. Den Bockum-Hövelern kommt jetzt entgegen, dass sie schon gegen alle Spitzenmannschaften angetreten sind. In den kommenden Wochen stehen in erster Linie Begegnungen mit den Teams aus der unteren Hälfte an. Doch auch in diesen Partien ist laut Schmidt voller Einsatz gefragt, um der Favoritenrolle auch gerecht zu werden.

Das Heimrecht mit HSV II getauscht

Der Trainer will jetzt seine Mannschaft zunächst ganz seriös auf die nächste Aufgabe gegen Schlusslicht Hammer SpVg II vorbereiten. Ursprünglich sollte die Partie am kommenden Sonntag um 17.30 Uhr im Sportzentrum im Hammer Osten stattfinden, wurde jetzt aber auf Grund von Platzproblemen bei der HSV kurzfristig verlegt. Nach Rücksprache mit Staffelleiter Herbert Nüsken tauschten die Vereine das Heimrecht. Nun erwarten die Bockum-Höveler am Sonntag um 15 Uhr den punktlosen Tabellenletzten im Adolf-Brühl-Stadion.

Für Schmidt auch nach dem 0:15-Debakel der HSV-Reserve gegen den TuS Germania Lohauserholz eine unangenehme Aufgabe. „Man kann jetzt nicht unbedingt von uns erwarten, dass wir gegen die Hammer auch zweistellig gewinnen“, meint der SG-Trainer. „Auch für uns zählen erst einmal die drei Punkte. Wir sind im Pokal mit Eintracht Werne auch gegen einen A-Kreisligisten ausgeschieden. Meine Jungs wissen, dass diese Partie kein Selbstläufer wird“, betont Schmidt, dass die Bockum-Höveler die Aufgabe gegen die Hammer sehr ernst angehen werden. Von den 57 Gegentoren will sich der Landesliga-Absteiger nicht blenden lassen.

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