Fußball-Bezirksliga 

Nächster Kracher in der Bezirksliga - Lohauserholz vor Rückrundenstart

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Nach einer kurzen Zwangspause kehrt Marc-Andre Wohlrath (Mitte) in das Team der Bockum-Höveler zurück.

Der Aufstiegskampf in der Fußball-Bezirksliga ist seit dem vergangenen Wochenende spannender denn je. In Soest kommt es nun zum nächsten Spitzenspiel.

Bezirksliga: SV Westfalia Soest – SG Bockum-Hövel/So., 15 Uhr. Durch Bockum-Hövels 0:1-Niederlage gegen den SV Drensteinfurt rückten nicht nur die glücklichen Sieger an den Spitzenreiter heran, auch die Teams dahinter schöpfen im Ringen um die Meisterschaft neue Hoffnung.

Einer der Nutznießer ist die Westfalia aus Soest, die durch einen souveränen 9:1-Erfolg über die Hammer SpVg II an Boden gutmachte. Am Sonntag (Sportpark am Ardey) könnten die Soester, bei einem Sieg im direkten Aufeinandertreffen mit der SG Bockum-Hövel, bis auf zwei Zähler an die Mannschaft von Trainer David Schmidt heranrücken.

Sorgen macht sich der SG-Trainer jedoch nicht: „Wir haben die Niederlage gegen Drensteinfurt gut weggesteckt, das war ja auch kein schlechtes Spiel von uns. Wir haben das über weite Strecken gut gemacht, vor allem das Zweikampfverhalten hat mir gefallen. Unser Anfangsprogramm ist hart, da musste man mit einer Niederlage rechnen. Die anderen Aufstiegskandidaten spielen ja auch noch gegeneinander und werden da Punkte liegen lassen.“

Trotzdem sieht Schmidt in Soest einen starken Gegner: „Das ist eine sehr junge Mannschaft mit viel Qualität in ihren Reihen. Sie sind laufstark, spielerisch gut und zudem spielerisch und taktisch gut geschult. Ich rechne mit einem offenen Schlagabtausch.“ Dabei kann Schmidt auch wieder auf den zuletzt krankheitsbedingt fehlenden Marc Wohlrath zurückgreifen.

Hölzken startet mit Verspätung

TuS Germania Lohauserholz – SW Hultrop/So., 15 Uhr. Mit zweiwöchiger Verspätung startet auch die Mannschaft von Trainer Jörg Fiebig in die Rückrunde. „Wir hätten gerne in Cappel gespielt, die Jungs waren heiß. Und Wettkampfrhythmus kann eigentlich nie schaden“, sagt Fiebig.

Um die anstehende Partie gegen den abstiegsbedrohten SW Hultrop (Am Hahnenbach) macht sich der Lohauserholzer Coach aber keine Sorgen. „Wir spielen bei uns auf Kunstrasen, dem kann der Regen nicht viel anhaben. Zudem sollte uns das auch einen leichten Vorteil verschaffen, da wir hier täglich trainieren.“

Trotz des vermeintlich einfachen Gegners warnt Fiebig seine Truppe: „Wir haben im Hinspiel nur 1:1 gespielt, hätten die Partie in den letzten 20 Minuten sogar verlieren können. Da hat uns unser Torhüter im Spiel gehalten. Der Gegner ist enorm kampfstark und zeigt eine hohe Einsatzbereitschaft.“

Neben den Platzverhältnissen sieht Fiebig aber noch einen weiteren entscheidenden Vorteil bei seiner Mannschaft: „Wir sind extrem heimstark, haben hier erst zwei Duelle verloren. Im Hinspiel haben wir uns zu sehr auf den Kampf eingelassen. Wir sollten jetzt alles dran setzen, dass wir unser Spiel durchziehen, da liegen unsere Stärken. Wir wollen die drei Punkte unbedingt hier behalten.“ Dabei kann der TuS-Coach, abgesehen von dem erkrankten Dennis Hübert, auf den kompletten Kader zurückgreifen.

HSV-Reserve hat gutes Gefühl

SV Westfalen Liesborn – Hammer SpVg II/So., 15 Uhr. Viel vorgenommen hatte sich die Mannschaft von Trainer Dennis Herrmann vor dem Rückrundenstart. Am Ende fing sich die HSV-Reserve gegen starke Soester dann doch eine 1:9-Ohrfeige. Das soll sich am Sonntag gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten SV Westfalen Liesborn ändern.

„Wir werden am Sonntag mit drei Punkten im Gepäck nach Hause fahren, als Trainer hat man da so ein Gefühl“, gibt sich Herrmann im Vorfeld der Partie optimistisch. „Danach geht es gegen Allagen, die haben wir in der Halle schon geschlagen. Holen wir die zwei Siege, sind wir wieder im Geschäft, aber mit dem Spiel gegen Liesborn steht und fällt alles. Das ist der Tag X.“

Um den ersten Dreier der Saison einzufahren, hat die HSV-Reserve in den vergangenen zwei Wochen einiges getan. Mit Holger Engelmann kam ein neuer Co-Trainer, der Dennis Herrmann unterstützen soll. „Ich habe mit ihm in Neheim schon zusammengearbeitet. Ich übernehme eher den taktischen Part und er den emotionalen“, freut sich Herrmann über die Neuverpflichtung an der Seitenlinie.

Unterstützung aus der ersten Mannschaft

Zudem fühlt sich der HSV-Coach gut auf den Kontrahenten vorbereitet: „Ich habe eine komplette Analyse des Gegners bekommen und dahingehend auch die Taktik für das Spiel entwickelt. Die Trainingswoche lief sehr gut, die Jungs sind motiviert. Wir wollen in Liesborn auf jeden Fall das Spiel machen. Wir haben den Ball, wir sind in der Offensive und wir gewinnen am Ende auch das Spiel.“

Unterstützung bekommt die Reserve auch aus der Oberligamannschaft der HSV, deren Heimspiel gegen Westfalia Rhynern bereits abgesagt wurde. „Die Zusammenarbeit mit Steven Degelmann (Trainer der Hammer SpVg, Anm. d. Red.) ist hervorragend, voraussichtlich werden vier bis fünf Spieler zu uns stoßen.

Im Endeffekt profitieren ja beide Teams davon, die Spieler aus der Ersten können mit einem Sieg Selbstvertrauen tanken. Der ganze Verein steht zusammen“. freut sich Herrmann.

Verzichten muss die HSV dabei eventuell auf Kapitän Ünal Ucar, der in der vergangenen Woche nicht mittrainieren konnte.

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