HSV blamiert sich im Pokal beim Bezirksligisten in Kamen

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Böse Bauchlandung: Die Hammer SpVg verlor in Kamen mit 0:1.

Kamen - „We are the champions“, tönte es über die Lautsprecher des Kamener Jahnstadions. Nach 95 kampfbetonten Minuten feierte Bezirksliga-Aufsteiger VfL Kamen mit einem 1:0 (1:0)-Sieg über die Hammer SpVg eine dicke Pokalsensation. „Ich sage besser nicht so viel zum Spiel, sondern schlafe lieber eine Nacht darüber“, war HSV-Trainer Oliver Gottwald bedient. „Einige Spieler müssen einmal ihre Ansprüche hinterfragen und sich Gedanken machen, wenn sie sich hier so präsentieren.“

Die HSV begann kontrolliert und besaß über die gesamte Spieldauer einen hohen Ballbesitzanteil. Tayfun Cakiroglu prüfte Jens Lassak aus der Distanz. Der VfL-Schlussmann machte nach der Parade das Spiel schnell, und so gingen die Gastgeber nach einem Konter durch Mike Rothe mit 1:0 in Führung (7.).

Im Dauerregen war der Oberligist um den Ausgleich bemüht, doch die Defensive der Gäste stand kompakt und arbeitete diszipliniert gegen den Ball. Kreative Ideen und Überraschungsmomente fehlten im Spiel der Hammer, bei denen Kapitän Tayfun Cakiroglu das Aufbauspiel ordnen wollte und es immer wieder selbst mit Fernschüssen ausprobierte (16., 21.).

Die Führung gab den Gastgebern viel Selbstvertrauen, und so setzte der VfL bei einigen Kontern gefährliche Nadelstiche. Die Spielvereinigung suchte zu oft den Weg durch das zugestellte Zentrum, anstatt das Geschehen über die Außenpositionen zu öffnen.

Ein durchziehendes Gewitter hatte für eine 25-minütige Halbzeitpause gesorgt, doch auch danach blieb das Spiel der HSV genauso trist wie das Wetter. Vor rund 150 Zuschauern hatte Oliver Gottwald seine Mannschaft mit der Hereinnahme von Serdar Yigit, Semir Burnic und Yakup Köse gleich auf drei Positionen verändert, aber es gelang den Gästen aus dem Hammer Osten nicht mehr, den Hebel umzulegen. Anstatt die spielerische und athletische Überlegenheit zu nutzen, gingen die HSVer in einigen Szenen überhart in die Zweikämpfe und hatten Glück, von Schiedsrichter Julian Siepmann (Kamen) nur ein Mal den gelben Karton zu sehen.

Die gefährlichen Gelegenheiten vor dem gegnerischen Tor hatte Kamen durch einen Heber von Dustin Berndt (50.) und einen Kopfball von Andreas Rumpf (55.). „Spielt mal Fußball“, forderte Oliver Gottwald an der Seitenlinie, der gleichzeitig die „langen Bälle“ in den Strafraum bemängelte. Die beste Chance zum 1:1 hatte Niklas Rieker nach einer Ecke von Köse, scheiterte aus dem Gewühl heraus jedoch am Außenpfosten (65.).

Kurz vor dem Ende sah Ouly Hugues Magouhi wegen eines Fouls und anschließenden Meckerns noch die Ampelkarte (86.), wodurch Kamen in Überzahl die HSV-Schlussoffensive problemlos überstand. „In der ersten Hälfte haben wir noch versucht, hohes Tempo zu gehen, machen aber das Tor nicht“, so Gottwald. „In der zweiten Halbzeit sind wir dann nur einfallslos angerannt.“ - St

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