Duell am Samstag

Ex-ASVer Zintel ist der Mann der Stunde beim TV Hüttenberg - Rückkehr nach Hamm?

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Trifft derzeit, wie er will: Björn Zintel (hier im ASV-Trikot) hat beim TV Hüttenberg derzeit einen Lauf.

Beim Ex-ASVer Björn Zintel könnte es momentan nicht besser laufen. Am kommenden Samstag trifft er mit seinem aktuellen Klub TV Hüttenberg auf den ASV Hamm-Westfalen - und will dann seine beeindruckende Serie fortsetzen.

Hamm – Auf diese Nummer mag sich Björn Zintel beim besten Willen nicht einlassen. „Der Bart bleibt dran“, versichert der Spielmacher des TV Hüttenberg schmunzelnd. „Egal, wie die Partie ausgeht. Dafür hänge ich zu sehr an ihm, auch wenn ich ihn jetzt ein wenig kürzer trage als früher.“ 

Zum dritten Mal trifft der 23-Jährige am Samstag nun schon mit dem TVH auf seinen Ex-Klub, den ASV Hamm-Westfalen (19.30 Uhr/Sportzentrum), aber auf Wetten jeder Art, den Ausgang der Partie betreffend, will er sich nicht einlassen. „Der Kontakt ist salopp auch in dieser Woche da“, versichert Zintel. „Ein, zwei Nachrichten schreibt man sich schon, aber ansonsten konzentrieren wir uns alle auf das Training und die Vorbereitung auf die Partie.“ 

Zintel: "Ein paar Minuten auf ein Bierchen in der Kabine"

Der Kontakt zum Ex-Klub ist dennoch nicht abgebrochen. Erst im November vor dem Ferndorf-Spiel des ASV hat sich der gebürtige Saarländer beim Training in der Westpress Arena blicken lassen. „Wir hatten an dem Wochenende spielfrei. Und meine Freundin kommt ja aus Bergkamen“, sagt er. „Darum bin ich abends nach Hamm gefahren, war mit ein paar Leuten etwas essen. Es sind ja noch einige im Kader, wie Fabi Huesmann oder Felix Storbeck, mit denen ich zusammen gespielt habe und mit denen man sich immer noch austauscht.“ 

Fürs Essen wird die Zeit am Samstag nicht reichen, „ein paar Minuten auf ein Bierchen in der Kabine wären aber schon mal gut“, sagt Zintel, der in der Partie davor allerdings von einer weniger freundschaftlichen Begegnung ausgeht. „Wir spielen zuhause, da wollen wir immer etwas mitnehmen. Auch wenn es eine schwierige Aufgabe wird. Hamm hat einen guten Kader, ist von Verletzungen weitestgehend verschont geblieben – und sicher Favorit.“ 

Zintel rückt auf Rang drei der Torschützenliste vor

Die Stärken der Gäste sieht der Ex-Hammer in der Defensive. „Die 6:0-Deckung mit Markus Fuchs und Felix Storbeck dahinter im Tor ist sicher das Prunkstück, gegen das wir uns Lösungen erarbeiten wollen“, sagt er. „Das hat alles Hand und Fuß, was die da machen. Für uns ist es wichtig, gut in die Zweikämpfe zu kommen, das Hammer Spiel zu unterbinden und dem Team den Spaß zu nehmen.“ 

Das gelang Zintel bei den TVH-Gegnern in den vergangenen Wochen fast im Alleingang. Zehn Tore beim 32:27-Sieg gegen Dresden, acht in Emsdetten (27:27), elf gegen Dormagen (26:27) und 13 gegen Krefeld (31:19) – es läuft beim früheren Junioren-Nationalspieler, der in logischer Konsequenz von der Handball Bundesliga (HBL) als Spieler des Monats November nominiert worden ist. In der Zweitliga-Torschützenliste ist er auf Rang drei vorgerückt – logisch, dass Zintel auch für die Partie gegen den ASV Hamm ein wichtiger Faktor ist, dessen Leistung Einfluss auf den Ausgang der Partie haben dürfte. 

„Mir geht es gut, ich bin gesund“, hat der 1,82 große Mittelmann eine einfache Erklärung für sein anhaltendes Leistungshoch. „Das ist erstmal das wichtigste im Sport. Nur in der Woche vor dem Dresden-Spiel habe ich von Montag bis Donnerstag wegen einer Erkältung flach gelegen.“ 

"Kontakte zum ASV wären da, aber..."

Die kleine Serie mit 7:3 Punkten, die der TVH in den vergangenen fünf Begegnungen hingelegt hat, war wichtig für das Team im Kampf um den Klassenerhalt. Denn statt in der oberen Tabellenhälfte ein Wort mitzureden, liegt die Mannschaft derzeit auf dem 13. Platz – nur drei Zähler vor den Abstiegsrängen. „Ich schiebe das nicht so gerne vor, aber wir haben vier, fünf Langzeitverletzte im Kader und füllen das mit A-Jugendlichen auf“, erklärt der Ex-Hammer. „Von denen kannst du ja nicht das gleiche wie von gestandenen Bundesligaspielern verlangen. Zudem haben wir drei Spiele mit nur einem Tor verloren – mit den Punkten würden wir schon anders dastehen.“ 

Sein Vertrag beim TVH läuft im Sommer nach zwei Jahren aus. Ob er in Mittelhessen bleiben wird, ist offen. „Konkrete Pläne habe ich noch nicht“, sagt Zintel. „Es gibt Gespräche in Hüttenberg, aber auch mit anderen Vereinen. Ich versuche einfach Woche für Woche meine Arbeit gut zu machen.“ Ein Anruf des kommenden ASV-Trainers Michael Lerscht sei bei den Interessenten aber nicht dabei gewesen, versichert er. „Ne, mit dem habe ich noch nicht gesprochen“, sagt er lachend. 

Und weiter: „Kontakte nach Hamm wären ja da – aber der ASV ist gut aufgestellt, hat auf meiner Position zwei gute Spieler unter Vertrag.“ An seinem Traumziel, den Sprung in die 1. Liga, hat sich allerdings nichts geändert. „Die Ambitionen sind weiter da“, gibt er zu. „Und ich habe einen guten Schritt gemacht, bin – unabhängig von den Toren – relativ reif geworden, ruhiger. Ich denke, die Leistung spiegelt das wider.“

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