Björn Mehnert bleibt Trainer in Rhynern

+
Björn Mehnert (rechts) bleibt weiter Trainer des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Ryhnern.

HAMM - Ein kleines Hintertürchen hat er sich noch offen gelassen. Für den Fall der Fälle. „Wenn es wider Erwarten ein Angebot eines höher klassigen Vereins geben sollte, hat der Verein mir signalisiert, dass er mir keine Steine in den Weg legen wird“, sagte Björn Mehnert, Trainer des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern, nachdem er seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert hatte. Damit geht der frühere Profi in seine vierte Saison als Coach am Papenloh.

„Die Gespräche waren richtig entspannt. Wir wissen einfach alle, was wir aneinander haben. Wir sind immer offen zueinander“, sagte Mehnert, der Rhynern als Plattform sieht, „auf der ich mich persönlich als Trainer noch weiterentwickeln kann.“ Die Option, den Oberligisten bei der Anfrage eines höherklassigen Klubs verlassen zu können, sei ihm – wie bereits bei der Vertragsverlängerung im vergangenen Jahr – wichtig gewesen. „Allerdings ist es ja jetzt auch nicht so, dass ich aktiv einen anderen Verein suche“, betonte Mehnert.

Andreas Kersting zeigte sich entsprechend erleichtert, nachdem der Trainer seine Zusage für eine weitere Saison gegeben hatte. „Das freut uns sehr“, sagte Rhynerns Team-Manager. „Es passt einfach mit ihm bei uns.“ Gründe für die Vertragsverlängerung gab es nach Ansicht von Kersting gleich mehrere: „Wir setzen auf seine Akribie, sein Wissen und seine Führung der Mannschaft.“

Und auch durch die Tatsache, dass das Team nach der Winterpause noch keinen Sieg gelandet hat und auf Rang elf abgerutscht ist, ließ sich Kersting bei den Vertragsgesprächen mit Mehnert nicht beirren. „Wir haben eine junge Mannschaft. Da ist es normal, dass man mal ein Tief hat. Uns überrascht das jedenfalls nicht“, sagt der Team-Manager. „Wir haben auch immer schon nach unten geschaut, zumal man nicht weiß, wie viele Mannschaften von oben runter kommen und wie viele dann aus der Oberliga absteigen werden.“

Dennoch hat die aktuelle Saison die Verantwortlichen des SV Westfalia zum frühzeitigen Handeln gezwungen. Denn der Weggang von Torjäger Stanislaw Iljutcenko im vergangenen Sommer zum Drittligisten VfL Osnabrück wurde nicht aufgefangen – daher hat die Suche nach einem treffsicheren Angreifer für die kommende Spielzeit absolute Priorität am Papenloh. „Björn hat keinen neuen Torjäger gefordert“, betont Kersting. „Aber die Defizite vorne im Sturm haben wir natürlich auch gesehen. Daher suchen wir da jetzt jemanden, wobei es natürlich immer schwer ist, einen Stürmer mit einer eingebauten Torgarantie zu finden“, so Kersting.

„Wir haben ein gutes Grundgerüst für die neue Saison, aber nicht die finanziellen Möglichkeiten, einfach einen Hochkaräter zu holen“, ergänzte Mehnert. „Wir hatten bei Iljutcenko ein glückliches Händchen. Vielleicht gelingt uns eine ähnlich gute Verpflichtung“, so der Coach, der zudem nach einem weiteren Torhüter Ausschau hält. Dennis Wegner verlässt nach Saisonende bekanntlich den Papenloh. Die Kaderplanung ist in einem weit fortgeschrittenen Zustand. Mit drei Vierteln der aktuellen Spieler habe man Gespräche geführt, so Mehnert. „In den nächsten zwei bis drei Wochen wollen wir das abschließen und dann in der kommender Saison gemeinsam einen Schritt in die richtige Richtung gehen.“ - –pad–/sst

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare