ASV will auch im Heimspiel gegen Bietigheim punkten

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Schlussmann Tomas Mrkva zeigte in den vergangenen Wochen konstant gute Leistungen.

Hamm - Einen Fehler dürfen laut Trainer Niels Pfanneschmidt die Spieler und auch die Fans des ASV Hamm-Westfalen am Freitag vor der Heimbegegnung in der 2. Handball-Bundesliga mit der SG BBM Bietigheim (Anwurf 19.15 Uhr, Westpress Arena) nicht machen: den Gegner nach der Tabelle bewerten.

„Bietigheim ist besser, als es die aktuelle Platzierung ausrückt. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe“, beteuert der ASV-Coach. Dementsprechend rechnet Pfannenschmidt mit einer sehr engen Partie, in der am Ende Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden.

Als beide Mannschaften in der Hinrunde aufeinandertrafen, hatte Bietigheim als Absteiger aus der Handball-Bundesliga gerade einmal vier Punkte auf dem Konto. Der ASV erreichte bei der SG ein 24:24. Damals fehlte den Gastgebern mit Kapitän Timo Salzer eine wichtige Stütze. Seit Salzer seine Verletzung auskuriert hat und wieder auf der Platte steht, zählen die Bietigheimer zu den fleißigen Punktesammlern der Liga, sind mit 27 Zählern auf Rang elf vorgerückt. Zudem haben sie sich im Januar auf der Torhüterposition noch einmal entscheidend verstärkt.

Den Verantwortlichen gelang die Verpflichtung des isländischen Nationalkeepers Aron Rafn Edvardsson vom dänischen Verein Aalborg Håndbold. Der 2,05 m große Schlussmann bildet mit dem Ex-Gummersbacher Stanislaw Gorobtschuk ein starkes Duo zwischen den Pfosten der SG. „Zuletzt haben die Bietigheimer gute Leistungen gezeigt. Sie gehören eigentlich in unsere Tabellenregion“, meint Pfannenschmidt, der sich vor eigenem Publikum aber durchaus etwas ausrechnet: „Wir haben vor Bietigheim keine Angst, gehen die Aufgabe aber mit dem nötigen Respekt an.“

Schließlich hat auch der ASV Hamm-Westfalen trotz des großen Verletzungspechs in den vergangenen Wochen sehr gute Ergebnisse erzielt, mit derzeit 37 Punkten den fünften Tabellenplatz zementiert. Was Geschäftsführer Franz Dressel unter der Woche dazu veranlasste, Mannschaft und Trainer ein Sonderlob auszusprechen. „Was sie zuletzt geleistet haben, kann man nicht hoch genug bewerten“, sagte Dressel.

„Solche Worte hört man natürlich sehr gerne“, meint der Coach, der aber das gesamte Umfeld der Mannschaft für den Aufwärtstrend verantwortlich macht. „Auch die medizinische Abteilung sowie die Physios und Betreuer haben ihren Anteil daran“, versichert Pfannenschmidt, der auch heute wieder auf verletzte Stammspieler verzichten muss. Stephan Just, der über eine Blockade im Rückenbereich klagt, hat zuletzt zwar schon wieder trainiert, doch reicht es noch nicht für einen Einsatz. „Es sieht schon ein bisschen besser aus, jedoch wollen wir kein Risiko eingehen“, erklärt Pfannenschmidt. Jakob Macke und Savvas Savvas stehen ebenfalls nicht zur Verfügung.

Zuletzt konnte sich der ASV Hamm vor allem auf Torhüter Tomas Mrkva verlassen, der laut Pfannenschmidt in den vergangenen Wochen überragende Leistungen zeigte. Auch in der Offensive lief es zuletzt beim deutlichen Auswärtssieg in Ferndorf sehr gut. Allein ein Drittel der Treffer erzielten die Hammer nach Tempogegenstößen. „Daran wollen wir auch gegen Bietigheim anknüpfen“, sagt der ASV-Coach. „Zudem wollen wir den Gegner mit unserem variablen Abwehrspiel immer wieder vor neue Aufgaben stellen.“

Letztlich wird es laut Pfannenschmidt aber darauf ankommen, dass seine Mannschaft die entscheidenden Duelle auf dem Feld für sich entscheidet. Denn am Ende wird sich das Team durchsetzen, dem in dieser Begegnung auf Augenhöhe die wenigsten Fehler unterlaufen werden.

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