SVE Heessen beim 1:5 in Liesborn völlig chancenlos

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Mangelnde Einstellung und Überheblichkeit macht SVE-Trainer Marian Christel für die 1:5 Niederlage verantwortlich.

Liesborn - „Diese Niederlage kann ich nicht in Worte fassen“, war Marian Christel, Trainer des SVE Heessen, nach der 1:5 (0:3)-Klatsche beim punktgleichen Tabellennachbarn Westfalen Liesborn völlig perplex.

„So schlecht habe ich meine Mannschaft noch nie gesehen.“ Damit sind die Gäste, die in diesem Jahr noch ungeschlagen waren, auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. „Wer so auftritt, der muss sich nicht wundern, dass er am Tabellenende steht“, brachte es der SVE-Coach auf den Punkt.

Bereits in der fünften Minute nahm das Unglück seinen Lauf. Nach einer Ecke war Maximilian Geisler zur Stelle und köpfte zum 1:0 ein. Dimitri Fahnenstiel erhöhte eine Viertelstunde später ebenfalls nach einer Ecke auf 2:0. „In beiden Situationen sah unsere Abwehr nicht gut aus“, kritisierte Christel. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Caner Durucan hatte in der 34. Minute frei Bahn und ließ Andreas Betke im SVE-Tor bei seinem Konter zum 3:0-Halbzeitstand keine Chance.

Der 3:1-Anschlusstreffer durch Lothar Schendzielorz (74.) war nicht mehr als Ergebniskosmetik, denn Geisler stellte mit seinem zweiten Treffer zum 4:1 (75.) postwendend den alten Abstand wieder her. Den Schlusspunkt setzte Dennis Schwerf mit dem 5:1 (90.+3). „Mit diesem Ergebnis sind wir noch gut bedient“, sagte der SVE-Trainer. „Wir hätten hier auch noch viel deutlicher untergehen können.“

Nach der ersten Niederlage im neuen Jahr bleibt der SVE auf dem letzten Tabellenplatz, der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt nun fünf Punkte. „Es ist unverständlich, wie meine Spieler sich hier präsentiert haben. Einige sind aufgetreten, als ob wir der Spitzenreiter wären“, schimpfte Christel. „Das Selbstbewusstsein, das wir uns mit unseren guten Leistungen erarbeitet haben, ist in Überheblichkeit umgeschlagen. Das kann ich nicht verstehen. Das Team hat in allen Mannschaftsteilen völlig versagt.“

Zwei Wochen hat der Coach jetzt Zeit, sein Team für die Partie gegen den Tabellenneunten Sassenberg wieder in die Spur zu bringen. - hvm

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