Bethlehem begeistert von der 16. Masters-Auflage

Hatten allen Grund zum Jubeln: Die Fans des späteren Turniersiegers SV Hilbeck.

WERL ▪ Das Warsteiner Masters ist offenbar ein Selbstläufer. Nutzen sich andere Top-Veranstaltungen ohne neuen Anstrich im Laufe der Jahre ein wenig ab, so scheint das Hallenfußball-Spektakel in der Werler Dreifachhalle auch nach der 16. Auflage nichts an der Faszination eingebüßt zu haben.

Im Gegenteil: „Das war eine rundum gelungene Veranstaltung. Viel besser geht es nicht. Ich weiß nicht, ob man dies noch einmal toppen kann“, war Organisator Dieter Bethlehem auch am Tag nach der Endrunde noch die innerliche Freude anzumerken. „Ein Hilbecker Gesamtsieg, fast 90 Fans des SV Hilbeck, die ganzen Helfer rund um das Turnier. Ein großes Lob an alle. Das Wochenende ist fast wie ein Märchen für mich verlaufen“, schwärmte Bethlehem. „Für mich persönlich eine mehr als runde Sache“, hat dem langjährigen Abteilungsleiter des SV Hilbeck auch das sportliche Ende besonders gut gefallen.

Dass „sein“ Bezirksligist eine gute Rolle bei diesem Turnier spielen könnte, hatte er im Vorfeld nicht augeschlossen, nach der 1:3-Niederlage gegen Mastholte im zweiten Turnierspiel aber nicht mehr für möglich gehalten. „Doch die Mannschaft hat sich dann wirklich als Mannschaft präsentiert. Auch die große Kaderzahl machte sich am Ende bezahlt. Denn nur durch die hohe Laufbereitschaft haben wir zwei Unterzahlsituation gegen Lippstadt und im Finale gegen Kamen schadlos überstanden“, lobte Bethlehem.

Dass der VfL Kamen eine so gute Rolle spielte, passte dem Organisator auch. Denn getreu dem Motto „Nach dem Turnier ist vor dem Turnier“, blickte er bereits auf die 17. Auflage im Jahr 2013. In ersten Vorgesprächen weiß er, dass in Bönen Interesse besteht, auch eine Vorrunde auszurichten. „Wir würden dann wieder auf zehn Hallen ausweiten, wenn alles klappt. Und die Region Unna/Kamen dürfte damit wieder besser vertreten sein, nachdem die Halle Unna hier weggefallen ist. Der Erfolg des VfL Kamen in diesem Jahr wird sich dort herumsprechen“, hofft er auf Werbung für sein Turnier. Zehn Hallen würden auch eine Ausweitung der Teilnehmerzahl auf 140 Vereine bedeuten.

Schon der neue Standort in Ahlen habe dem Turnier in diesem Jahr gut getan, erklärte Bethlehem. Rund 700 Zuschauer sollen sich an den zwei Tagen dort getummelt haben. Ergebnisse, die zuvor beim Standort Hamm undenkbar waren. „Ohnehin können wir mit dem Gesamt-Zuschauerzuspruch zufrieden sein. Die Vorrunden waren alle okay. Die Lucky-Loser-Runde am Samstag war deutlich besser als zuletzt besucht und die Endrunde knüpfte an die Rekordzahlen an“, fasste Bethlehem zusammen.

Gut angenommen wurde von den Zuschauern die Aktion „Lattenkracher“. Die Spannung bei jedem der zehn ausgelosten Schützen war in der Halle spürbar. Alle zitterten mit, jeder Schütze wurde mit einem Applaus belohnt. Dabei blieb es allerdings auch. Keiner traf von der Mittellinie aus die Latte. Die Schwierigkeit brachte Werner Kaiser aus Hilbeck auf den Punkt: „Wenn ich 20 Versuche hätte, wäre ich mir sicher, dass ich einmal treffen würde. Aber bei einem Versuch ist es schon sehr schwierig“, so Kaiser. Neben Kaiser schoss auch u.a. Gregor Naskret aus Soest knapp vorbei.

Weniger gut kam die Aktion „Hilf dem Coach“ an. Von sechs aus den Vorrunden qualifizierten Teams nahmen letztlich nur vier teil. Freibier und Würstchen für eine Mannschaftsfeier gingen an den Sieger SV Hilbeck, an den Zweitplatzierten Vorwärts Ahlen und an den Drittplatzierten SC Lippetal. Jeweils ein Trainer und ein Spieler dieser Mannschaften nahmen teil. Die Spieler mussten zunächst dreimal um eine Fahenstange laufen, ehe sie einen Neunmeter auf das Tor schossen. Im Tor stand jeweils ein Trainer einer anderen Mannschaft. Wer die meisten Treffer innerhalb einer Minute versenkte, gewann. Doch so richtig viel anfangen konnten die Zuschauer mit diesem Wettbewerb nicht. „Da müssen wir uns für das nächste Jahr etwas überlegen“, meinte auch Dieter Bethlehem. ▪ jb

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