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Bescheidene Vorstellung des ASV Hamm-Westfalen II
gegen das Team Handball Lippe

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Von: Günter Thomas

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Seine acht Treffer reichten nicht: Florian Schöße.
Seine acht Treffer reichten nicht: Florian Schöße. © Robert Szkudlarek

Alle vier Spiele im Jahr 2022 hatte der ASV Hamm-Westfalen II in der 3. Handball-Bundesliga bislang für sich entschieden. Nach einer schwachen Vorstellung kassierte die Mannschaft beim 24:26 (12:14) gegen das Team Handball Lippe erstmals wieder eine Niederlage.

Hamm – Wenige Minuten nach Spielschluss saß Lars Gudat allein im Kellergeschoss der Sporthalle des Stein-Gymnasiums, den Kopf im Trikot vergraben und verarbeitete seinen Frust. Mit 24:26 (12:14) hatte er gerade mit dem ASV Hamm-Westfalen die Partie der 3. Bundesliga gegen das Team Handball Lippe II verloren – unnötig, wie nicht nur er selbst fand. „Wir hätten den Sack in Sachen Klassenerhalt heute mit einem Punkt zumachen können“, ärgerte sich der Linkshänder, der für den schwachen Vortrag keine Entschuldigung suchte. „Klar, wir können auch sagen, es war kalt in der Halle – aber eigentlich mussten wir hier brennen.“

Den ersten Rückschlag hatten die Gastgeber schon vor dem Spiel zu verkraften Denn Jan Wesemann, in dieser Saison überragender Rückhalt im Tor, hatte sich kurzfristig krank abgemeldet. Für ihn begann Tim Faber – und um es vorwegzunehmen: Der Mann mit der Nummer 67 machte seine Sache gut, hielt die Gastgeber in der schwachen ersten Halbzeit mit seinen Paraden (insgesamt 13) im Spiel. „Jan war nicht der Faktor“, betonte Schmidtmeier. „Tim hat schon sehr gut gehalten.“

Während die ersten sieben Minuten noch ausgeglichen verliefen, weil sich die Zahl der technischen Fehler auf beiden Seiten die Waage hielt, setzte sich der Gast anschließend nach und nach ab. Nach 22 Minuten stand es 8:13 – es sah nicht gut aus um den zuletzt so stark aufspielenden ASV II, der sich nach einem Team-Timeout (26./9:14) aber berappelte und binnen weniger Minuten den Rückstand verkürzte und sogar noch vor der Pause die Möglichkeit hatte, auf ein Tor zu verkürzen. Letztlich nahmen die Hammer ein knappes 12:14 mit in die Kabine „Es war ein bescheidenes Spiel von unserer Seite her“, befand Schmidtmeier, „Zwischendurch habe ich gedacht, jetzt kippt es. Aber dann kamen die Leichtsinnsfehler zurück.“ Nur einmal (19:18/40.) ging der ASV in der Partie Führung, hatte da sogar die Chance, zu erhöhen – vertändelte diese aber leichtsinnig.

Noch einmal kamen die Hausherren zurück, trafen durch Florian Schöße zum 24:24 (57.) und hatten erneut die Chance in Führung zu gehen. Doch am Ende fehlte die nötige Konsequenz.

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