Berufung für Lucas Karschau und Liam Hages

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Lucas Karschau (links) und Liam Hages.

HAMM -  Es ist ohne Frage das vorweggenommene Endspiel, wenn am Samstag (15.30 Uhr) in der Glückauf-Halle der SK Germania Herringen und die IRG Iserlohn im Viertelfinale das DRIV-Pokals aufeinandertreffen. Entsprechend groß ist bei den Gastgebern die Vorfreude.

„Das ist ein richtig wichtiges Spiel für uns. Gegen Iserlohn ist es immer schwer, aber wir haben ja Heimrecht. Daher bin ich optimistisch“, sagt Mannschaftskapitän Lucas Karschau.

An das bislang letzte Heimspiel gegen die Sauerländer haben die Herringer allerdings keine guten Erinnerungen. Denn nach einer erschreckend schwachen ersten Halbzeit lagen die Germanen Ende Januar in der Bundesliga-Partie gegen die Iserlohner mit 0:3 zurück, verloren nach 50 Minuten mit 4:5. „Ich habe mir diese erste Halbzeit noch mal auf Video angeschaut“, erklärt Trainer Hans-Werner „Alfredo“ Meier. Und er hatte dabei erkannt, dass sein Team in diesen ersten 25 Minuten alles hatte vermissen lassen, was für den Gewinn eines Rollhockeyspiels nötig war. „Wir waren phlegmatisch, keiner hat sich bewegt, niemand hat Verantwortung übernommen, wir haben viele leichte Fehler gemacht, zu viel geschossen, Bälle in 1:1-Situationen verloren.“

Nach einem intensiven Gespräch mit der Mannschaft in dieser Woche ist der Coach zuversichtlich, dass sein Team Revanche für diese Niederlage nehmen und sich ganz anders präsentieren wird. „Wir müssen von Beginn an Körperspannung haben, vom Kopf her bereit sein“, meint Meier – und fügt zuversichtlich hinzu: „Die Jungs haben gesagt, dass so etwas nicht noch einmal passieren wird. Wir müssen so spielen wie in der zweiten Halbzeit gegen Iserlohn, dann können wir diese Scharte auswetzen. Zumindest sind die Jungs vorgewarnt.“

Zumindest zwei Akteure der Herringer werden nach der Partie nicht allzu viel Zeit haben, sich mit dem Ausgang des Duells der beiden derzeit besten Mannschaften Deutschlands zu beschäftigen. Denn Lucas Karschau und Liam Hages sind von Bundestrainer Marc Berenbeck für den 66. Cup der Nationen in Montreux (Schweiz) nominiert worden. Dort trifft die deutsche Auswahl vom 1. bis 5. April in der Vorrundengruppe A auf Spanien, Portugal und auf die gastgebende Schweiz. „Außer Argentinien sind da die besten Teams der Welt am Start. Das ist eine Mini-WM“, betont Meier, der die Berufung seiner beiden Schützlinge aber mit gemischten Gefühlen sieht: „Einerseits kostet so ein Turnier viel Kraft. Andererseits werden die Jungs aus Montreux Motivation und neue Erkenntnisse mitbringen.“

Karschau und Hages, die beide zum dritten Mal bei dieser Veranstaltung dabei sind, freuen sich aber in erster Linie über ihre Nominierung. „Das ist ein sehr schönes Turnier. Und wenn man sich anschaut, welche Topmannschaften am Start sind, da weiß man, dass man wieder was lernen und Fortschritte machen kann“, erklärt Karschau, der ansonten mit eher kleinen Erwartungen in die Schweiz reisen wird: „Wenn wir in unserer Gruppe vor der Schweiz den dritten Platz erreichen, wäre das okay. Für uns ist es wichtiger, dass wir uns für die Weltmeisterschaft, die im Sommer in Frankreich stattfindet, einspielen.“ - –pad–

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