Bengsch führt Rhynern zu 4:0-Sieg gegen Paderborn II

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Bereitete zwei Treffer vor und traf einmal selbst: Mathieu Bengsch (rechts).

Hamm -  Ein überragender Mathieu Bengsch hat den SV Westfalia Rhynern zum zweiten Saisonsieg in der Fußball-Oberliga geführt. Der 26-Jährige, der nach seiner langen Verletzungspause erstmals in dieser Saison zum Einsatz kam, bereitete zwei Treffer vor und erzielte ein Tor selbst beim ungefährdeten 4:0 (2:0)-Erfolg über die U23 des Zweitligisten SC Paderborn 07. „Da hat man gesehen, wie wichtig Mathieu für uns ist“, sagte Trainer Björn Mehnert.

Kurzfristig hatten die Rhyneraner noch auf zwei weitere Spieler verzichten müssen. Neben den verletzten, erkrankten und gesperrten Aaron Vasiliou, Markus Maier, Felix Böhmer, Thanh-Tan Tran und Dustin Wurst fielen auch Tim Neumann (Meniskus) und Jannick Kastner (Bänder) kurzfristig aus. Doch die Rhyneraner kümmerten sich aber in keiner Weise um irgendwelche Personalien, drückten vor 261 Zuschauern am Papenloh von Beginn an auf das Tempo und machten sofort klar, dass sie unbedingt den zweiten Saisonsieg nach dem Derby-Erfolg über die Hammer SpVg einfahren wollten.

Vor allem Mathieu Bengsch erwies sich als überaus belebendes Element im Offensivspiel des bisherigen Tabellenvorletzten, initiierte zahlreiche Angriffe der klar überlegenen Gastgeber. Verdienter Lohn war nach 15 Minuten die 1:0-Führung. Lennard Kleine und Jan Apolinarski hatten auf der linken Seite geschickt Bengsch freigespielt, der in der Mitte Robin Hoffmann bediente. Der frühere Ennepetaler ließ sich die Chance nicht entgehen und schoss die Westfalia aus zehn Metern früh in Front.

Anschließend nahmen die Rhyneraner, die kompakt und sicher standen, zwar den Fuß ein wenig vom Gaspedal, waren dennoch weiter das spielbestimmende Team. Die logische Folge war in der 36. Minute das 2:0, als Lennard Kleine einen Freistoß von Bengsch aus dem Halbfeld einköpfte.

Kurz vor dem Wechsel hatte David Schmidt sogar noch die Möglichkeit zum dritten Treffer, doch seine mutige Direktabnahme nach einer Hoffmann-Ecke ging über das Gehäuse der Paderborner (44.), die im ersten Durchgang überhaupt nicht stattgefunden hatten. Lediglich ein Weitschuss von Mirnes Pepic, den Christoph Hunnewinkel im Nachfassen unter Kontrolle bekam, sorgte für einen Ansatz von Gefahr (22.).

Nach dem Wechsel kamen die Ostwestfalen mit weitaus mehr Engagement aus der Kabine, attackierten die Platzherren nun früher und drängten mit aller Macht auf den Anschlusstreffer. Doch ehe die Paderborner die Partie kippen konnten, war es Bengsch, der für die endgültige Entscheidung sorgte. Von der linken Seite kommend war er ins Zentrum gezogen und traf mit dem rechten Fuß per Flachschuss zum 3:0 (63.). „Die Puste ist noch nicht ganz wieder da. Aber es hat Spaß gemacht“, meinte der Linksfuß nach der Partie.

Dass die Gäste letztlich noch nicht einmal den Ehrentreffer erzielten, hatte die Westfalia ihrem Torwart zu verdanken. Denn Hunnewinkel parierte in der 70. Minute prächtig gegen den freistehenden Marcel Rump – und vereitelte die einzige gefährliche Aktion der Gäste. Für den Schlusspunkt in der letzten Spielminute sorgte dann Lennard Kleine mit seinem zweiten Treffer zum 4:0-Endstand (90.).

„Wir haben uns unsere Chancen erzwungen und erarbeitet“, resümierte Mehnert – und fügte hinzu: „Wir werden den Sieg nicht überbewerten, denn Paderborn ist eine sehr junge Mannschaft. Aber für uns war es ein wichtiger Erfolg, der uns Selbstvertrauen geben wird.“

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