HSV beim 0:0 gegen den FC Gütersloh zu unbeweglich

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Mit einem 0:0 musste sich die HSV – hier mit Ouly Hugues Magouhli – gegen den FC Gütersloh begnügen.

Hamm -  Ein Sieg hätte die Fußballer der Hammer SpVg in unmittelbare Nähe zu den Aufstiegsplätzen der Oberliga klettern lassen – doch diesen Sieg gab es nicht. Die HSV und der FC Gütersloh quälten sich vor offiziell 350 Zuschauern in der Evora Arena zu einem torlosen Unentschieden. Ein Ergebnis, das passte.

Einen Gewinner hatte die schwache Partie nicht verdient. In diesem Punkt waren sich die Beteiligten einig. Die kriselnden Gütersloher konnten nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg mit dem einen Auswärtspunkt allerdings etwas besser leben als die Gastgeber. „Wir haben 90 Minuten lang griffig und konzentriert aus der Defensive heraus nach vorne gespielt. Das wollten wir. Ich fahre relativ zufrieden nach Hause“, sagte FCG-Trainer Heiko Bonan. HSV-Coach Oliver Gottwald wollte ihm da gar nicht groß widersprechen. „Gütersloh hat kompakt gestanden und es uns schwer gemacht. Wir waren insgesamt zu unbeweglich und einfallslos.“

Gottwald musste seine Anfangself gegenüber dem 3:2-Sieg über Arminia Bielefeld II auf einer Position ändern. Für den kranken Faysel Khmiri stand Dursun Akdag auf dem Platz. Der musste sein Oberliga-Startdebüt in dieser Saison jedoch bereits nach 24 Minuten wegen Übelkeit wieder abbrechen. Für ihn kam Danny Radke, der nach überstandenen Knieproblemen erst in der vergangenen Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen war. Radke hatte bis dahin nicht allzu viel auf dem Feld verpasst. Nico Schürmann (15.) war dem Kasten von HSV-Keeper Manuel Lenz sehr nahe gekommen, brachte den Ball aber ebenso wenig im Tor unter wie Janis Kraus (20.) , dessen leidlich gefährlicher Kopfball genau auf Lenz kam. Auf der Gegenseite hatte der FCG-Torhüter Christopher Rump keine Mühe bei einer Chance von Hugo Magouhi (23.).

Fußball Oberliga: Hammer SpVg - FC Gütersloh 0:0

Die Gäste stellten Hamm mit einer disziplinierten 4-1-4-1-Formation vor große Probleme. Lücken fand die HSV nicht. Und reißen konnte sie keine aufgrund ihres statischen Spiels. Auch Plan B, den Ball Solokünstler Semih Yigit zu überlassen, ging nicht auf. Dessen robuster Gegenspieler Sedekia Haukambe zeigte mehrfach mehr körperliche Präsenz als zwingend nötig. Fortan herrschte Ruhe auf dieser HSV-Angriffsseite. Die Hereinnahme von Radke brachte zwar mehr Unberechenbarkeit in die Hammer Offensivaktionen, dafür fehlte er bei Ballverlust oft an zentraler Stelle. Nicht lange nach Tayfun Cakiroglus Freistoß, der über die Latte zischte (44.), pfiff Schiedsrichter Florian Visse Halbzeit eins ab.

Nach der Pause waren die Hammer zunächst das aktivere Team, kamen nun häufiger in die Nähe des Gütersloher Tores. Etwa in der 51. Minute, als zuerst Radke nach einem Zweikampf mit Janis Kraus im Strafraum fiel und Elfmeter forderte, und kurz darauf Serdar Yigit freistehend am Ball vorbeiköpfte. Doch diese Aktionen – zumeist nach langen Bällen – blieben die Ausnahme. Auch auf der Gegenseite hielt sich die Gefahr in engen Grenzen. Zwar hatten die Gütersloher mehr als einmal die Chance zu kontern. Doch diese Angriffe blieben wegen schwacher Zuspiele meist im Aufbau stecken. Kam einmal ein Schuss auf das Hammer Tor, wie von Simon Schubert (48./Freistoß), Janis Kraus (57.) und Lasse Fischer Riepe (82.), dann derart zentral und unplatziert, dass Lenz überhaupt keine Mühe hatte. Fast folgerichtig stand es am Ende der Partie wie an ihrem Anfang: 0:0.

„Aus so einem Spiel musst du das Positive mitnehmen: den Punkt. Und dass du kein Gegentor kassiert hast“, sagte HSV-Coach Gottwald. Allerdings: Der Blick auf die Tabelle ärgerte ihn doch ein wenig. Ein Sieg, und sein Team wäre bis auf einen Zähler an den Tabellenzweiten SV Lippstadt herangerückt. „Wir wären dran gewesen“, sagte Gottwald.

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