0:4 - In Wiescherhöfen trifft nur die SpVg Beckum

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Pech für Andre Budde, dass diese artistische Einlage nicht im Tor landete.

Hamm - Zwei Pfostenschüsse, vier Tore, eine zurückgenommene Rote Karte und viel Flüssigkeit: Die 150 Zuschauer auf dem Sportplatz an der Wielandstraße kamen auf ihre Kosten – auch wenn Gastgeber TuS Wiescherhöfen beim 0:4 (0:2) gegen die SpVg Beckum deutlich geschlagen vom Platz ging.

Und so war TuS-Spielertrainer Steven Degelmann nach den 90 Schweiß treibenden Minuten in sengender Hitze auch nur enttäuscht über das Ergebnis – nicht aber über die Leistung seiner Mannschaft, die im ersten Durchgang viel in die Partie gegen den Meisterschaftsfavoriten investiert hatte. „Wir haben anfangs das Spiel dominiert“, lobte er. „Beckum hatte keine Lösung. Aber wenn du zu Beginn so ein Tempo gehst, dich nicht dafür belohnst und dann auch noch zwei Gegentore in dieser Phase bekommst, wird es schwer.“

Es war der TuS, der gegen den Tabellenführer das Spiel zunächst bestimmte. In der achten Minute sorgte Meik Grela mit einem Freistoß an den Pfosten für erste Gefahr. Den Abpraller köpfte Andre Budde genau in die Arme des am Boden liegenden Keepers Rene Horstmann. Nach 15 Minuten hatte dann bei einer Dreier-Chance zunächst erneut Budde Pech. Den Abpraller schoss Dennis Steinke an de Pfosten und Jan-Philipp Faros verfehlte im dritten Versuch das Tor.

So kam es wie so oft. Eine Minute später verlängerte Kapitän Dominik Degelmann den Ball im Mittelfeld unglücklich per Kopf über die eigene Abwehrreihe hinweg direkt vor die Füße von Matteo Fichera. Der Ex-Rhyneraner umkurvte Keeper Behrend und schob zum 0:1 ein. Eine Minute später war die Messe gelesen. Nachdem Faros einen Flankenversuch von Jonas Brockhinke aus kurzer Distanz vor den Arm bekam, entschied Schiedsrichter Julian Orthen auf Elfmeter – mindestens grenzwertig. Fichera nutzte die Chance zum 0:2.

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Als dann der eingewechselte Omar Hussein den Ball nach einem Freistoß von Christoph Hakenes vor dem einschussbereiten Beckumer Kordian Rudzinski zum 0:3 ins Netz spitzelte, war den Hausherren schnell der Pausen-Elan genommen (47.). Ein abgeblockter Schuss von Dominik Degelmann (65.) und eine Großchance von Steinke eine Minute später, die Horstmann zur Ecke lenkte – mehr Möglichkeiten zur Resultatsverbesserung gab es nicht, ehe Frederik Falk mit dem Schlusspfiff zum 0:4 traf.

So blieb der Aufreger des zweiten Durchgangs die Rote Karte gegen Faros. „Ich habe zu meinem Gegenspieler gesagt, dass er ruhiger spielen soll, sonst kann ich auch eine Drecksau sein“, sagte Faros. Das wertete der Schieri als Beleidigung und zog Rot (65.). Eine Karte, die er Dank Beckums Fichera wieder zurücknahm, der das Missverständnis aufklärte. „Super, dass er das gemacht hat“, sagte Steven Degelmann mit süßsauren Lächeln – angesichts der weniger tollen Entscheidung beim Elfmeter, der zum 0:2 geführt hatte.

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