Fußball

Beim FC Internationale Hamm sind Spieler aller Nationen willkommen

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Integration durch Fußball haben sich Jamal Ayaou (links) und der FC Internationale auf die Fahne geschrieben.

Der Fußball-Club Internationale Hamm 2019 steht in den Startlöchern und möchte so schnell wie möglich auch am Spielbetrieb des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) teilnehmen.

Hamm - Dabei stellt sich allerdings die Frage, warum ausgerechnet in Zeiten, in denen es die kleinen Vereine immer schwerer haben, überhaupt noch Mannschaften zu stellen, ein neuer Klub gegründet wird. 

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, als Sportverein vor allem integrativ zu arbeiten. So wollen wir auch Flüchtlinge ansprechen, die gerne Fußball spielen möchten“, sagt Jamal Ayaou, der gemeinsam mit seiner Freundin Susanne Pichowiack die Initiative ergriff und den FC Internationale Hamm am 25. September 2019 mit 16 weiteren Personen gründete. Ayaou wurde von den Mitgliedern auch gleich zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt, Pichowiack ist seine Stellvertreterin und hat gleichzeitig die Aufgabe der Integrationsbeauftragten übernommen. 

Auch außerhalb des Sportbetriebs helfen

„Wir wollen den Leuten auch außerhalb des Sportbetriebs helfen. Sei es bei Behördengängen, bei der Arbeits- oder Wohnungssuche“, sagt Ayaou, der bis vor wenigen Wochen die zweite Mannschaft des SV Stockum in der Kreisliga B trainierte,sich dort aber inzwischen abmeldete, weil viele Dinge nicht so liefen, wie er es sich vorgestellt hatte.

In Hamm lebt der Marokkaner, der aus Düsseldorf stammt, inzwischen seit vier Jahren. Da er auch schon bei einigen Klubs tätig war, ist ihm das Vereinsleben mit allen Rechten und Pflichten vertraut. Der Antrag auf Eintragung in das Vereinsregister wurde beim Amtsgericht Hamm gestellt. „Wir warten auf die Bestätigung“, betont der FC-Vorsitzende, damit auch alle weiteren Dinge mit der Stadt Hamm und dem Fußball- und Leichtathletik-Verband geklärt werden können.

Aschenplatz am Maximilianpark

Kontakte hat Ayaou bereits geknüpft, erste Gespräche wurden erfolgsversprechend geführt. Er hofft darauf, dass die Mannschaft des Vereins in naher Zukunft auf dem Aschenplatz am Maximilianpark trainieren und spielen darf. Erste positive Signale habe er bereits vom Sportamt erhalten.

Sobald der Eintrag ins Vereinsregister erfolgt ist und zudem eine Spielstätte vorhanden ist, kann auch der offizielle Spielbetrieb im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen aufgenommen werden. „Wir haben vor einigen Tagen mit dem Verband in Kaiserau gesprochen. Dort wurde uns avisiert, dass wir mit Beginn der Rückrunde außerhalb der Wertung in der Kreisliga D starten könnten.“

Weitere Mitspieler werden natürlich auch gesucht. Zudem musste sich der Verein bei der Meldung im FLVW verpflichten, innerhalb von zwei Jahren eine Jugendmannschaft zu stellen. „Wir haben nicht nur eine Absichtserklägung unterschrieben, wir wollen das auch tun“, verspricht Ayaou, dessen Verein offen für Fußballinteressierte aller Nationen sein soll. „Bei uns ist jeder herzlich willkommen“, beteuert der Vorsitzende. „Schließlich haben wir die integrative Arbeit auch als wichtigen Teil in unsere Satzung aufgenommen.“

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