Befreiungsschlag für Herringen: 4:0-Sieg gegen TSC

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Vergebliches Anrennen: TSC-Kapitän Mustafa Akyüz unterlag mit seinem Team gegen Herringen.

HAMM - Aufatmen beim SVF Herringen – Anerkennung für die Leistung des Gegners beim TSC Hamm. Mit 4:0 (2:0) setzten sich die abstiegsgefährdeten Herringer im Bezirksliga-Derby beim Tabellen-Fünften im Unionstadion durch – überraschend deutlich.

„Das war eine starke Mannschaftsleistung“, atmete SVF-Coach Ralph Oberdiek auf und feierte mit seinem Team den ersten Sieg nach der Winterpause. Die Gastgeber rutschten nach zuvor zwei Unentschieden in Folge auf den sechsten Rang ab.

Die erste Chance der Partie hatte allerdings der TSC. Anil Yavuz verzog einen Freistoß aus 17 Metern. Bis zur 20. Minute spielte sich das Geschehen hauptsächlich im Mittelfeld ab, dann nahm der TSC das Heft des Handelns in die Hand. In der 22. Minute brachte Ersin Sen die Platzherren beinahe in Führung, doch der Angreifer traf nach einer Hereingabe von Enes Akyüz nur den Innenpfosten. Zwei Minuten später versuchte es Yavuz erneut mit einem Freistoß aus 30 Metern, Torwart SVF-Marko Zielinski parierte jedoch.

Das Auslassen der Chancen sollte sich rächen. Einen Freistoß von Matthäus Paracz schoss Marvin Krause zunächst an die Latte, doch Matthias Köhnke stand beim Abpraller richtig und schob den Ball aus fünf Metern über die Linie (26.). Auch nach dem Treffer war der TSC weiter bestimmend, hatte jedoch Schwierigkeiten, sich Chancen herauszuspielen. Herringen hingegen nutzte seine wenigen Möglichkeiten. Paracz startete auf der linken Außenbahn durch und legte zurück auf Marvin Nuß. Der Außenverteidiger flankte präzise zum völlig freistehenden Thomas Wilczek, der noch vor der Pause per Kopf zum 0:2 traf (42.). TSC-Coach Erdal Akyüz ärgerte „das katastrophale Abwehrverhalten in dieser Situation“.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Gelegenheit für die Gäste, doch Philip Grzesch trat freistehend über den Ball. Der TSC drückte nun auf den Anschlusstreffer. Doch die Herringer standen nun sehr tief, ließen die Hausherren kommen. So gelang es dem TSC nicht, sich weitere Möglichkeiten zu erarbeiten. Lediglich Evren Karka prüfte Torwart Zielinski mit einem Fernschuss aus 30 Metern, den dieser jedoch über die Latte lenkte. Als Paracz Thanuyen Markandesar zum Konter auf die Reise schickte, musste der Angreifer nur noch den herausstürmenden Torwart Ibrahim Sariman überwinden. Sein sehenswerter Lupfer landete im Tor, und die Partie war entschieden (76.).

Nur drei Minuten später hätte Nuß bereits erhöhen können, doch er schoss übers Tor nachdem er Mustafa Akyüz austanzte. dem eingewechselten Modibo Doumbia gelang schließlich sogar noch das 0:4 (83.). Wieder war es Paracz der den Stürmer schickte.

Nach der Partie lobten sowohl SFV-Coach Ralph Oberdiek, als auch TSC-Trainer Erdal Akyüz die Leistung der Herringer. Oberdiek stellte vor allem die „taktische Topleistung“ seiner Schützlinge heraus und nannte den Sieg deshalb „hochverdient.“ - ka

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